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iOS: Apple dreht App-Entwicklern den Datenhahn zu

iOS: Apple dreht App-Entwicklern den Datenhahn zu
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Kostenlose Apps sind nicht so kostenlos wie viele Nutzer denken. In fast jedem Fall muss der User bezahlen – mit dem Anschauen von Werbebannern oder mit seinen Daten. Diese wurden von zahlreichen App-Entwicklern zuhauf über ein Schlupfloch gesammelt. Unter iOS ist damit nun aber Schluss.

Datenschutz ist nicht nur wegen des Facebook-Datenskandals ein großes Thema, sondern vor allem wegen der neuen Datenschutz-Grundverordnung. Die EU-Verordnung verpflichtet Unternehmen nicht nur, ihren Nutzern Auskunft darüber zu geben, welche Daten sie speichern, sondern hält einige scheinbar auch zur Eigeninitiative an. So hat Apple nun eine Änderung veröffentlicht, die dem Datenschutz dient und vor allem die schützt, denen gar nicht bewusst war, dass sie betroffen sind.

Apps wollen oft zahlreiche Berechtigungen haben, auch wenn einige nicht einmal nötig sind. Viele Nutzer genehmigen etwaige Zugriffe, ohne überhaupt gelesen zu haben, worum es geht. Über App-Zugriffsrechte an Daten zu gelangen ist eine beliebte Praktik bei App-Entwicklern. Bisher war es so möglich, nicht nur die Daten der eigenen Nutzer, sondern sogar die der auf iPad und iPhone gespeicherten Kontakte zu sammeln ohne auch deren Erlaubnis einzuholen.

Apple schränkt den Zugriff ein

Wie Bloomberg nun berichtet hat Apple einen radikalen Schnitt gemacht und die Rechte der Entwickler eingeschränkt. Das Schlupfloch, über das die Entwickler an die Daten gelangt sind und diese sogar verkauft haben, wurde nun geschlossen. So können Apps nicht mehr auf die gespeicherten Daten auf iPhone und iPad zugreifen. Dieser Schritt könnte auch ein Signal für andere Unternehmen sein. So wird Google vermutlich bald ebenfalls Fragen zum Thema Nutzerdaten beantworten müssen. Der Internetriese trifft für gewöhnlich keine Aussage darüber, was mit Nutzerdaten geschieht, die über Apps gesammelt werden.

Im Januar hatten wir bereits berichtet, dass Apps nicht nur auf dem Handy gespeicherte Daten sammeln, sondern teilweise sogar zuhören, wenn Du Werbung siehst. Alle Infos dazu kannst Du in unserem Artikel „Vorsicht: App hört mit!“ nachlesen.

App-Berechtigungen können geändert werden

In den Einstellungen Deines Smartphones kannst Du die Berechtigungen Deiner Apps ändern. Hast Du einmal zugestimmt, dass die App auf Deine Kontakte zugreifen kann, kannst Du diese Entscheidung nun noch einmal überdenken. Das Problem daran: Wenn Du Dich jetzt anders entscheidest, gilt dies nur für die Zukunft. Alle Daten, die die Entwickler der App bereits gesammelt und im schlimmsten Fall sogar veräußert haben, können nicht rückwirkend geschützt werden. Das gilt auch für Android-Nutzer. Sie sollten ebenfalls genau hinschauen und die Berechtigungen ihrer Apps prüfen. Generell ist es sinnvoll, sich schon bei der Installation eines Programms zu fragen: Wieviel Berechtigung ist berechtigt?

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