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Athleten aus dem Iran dürfen Olympia-Handys behalten

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Angefangen hat alles ganz harmlos mit den üblichen Sponsorengeschenken für die Sportler. Problematisch wurde es, als die Athleten aus Nordkorea und dem Iran aufgrund der UN-Sanktionen keine Olympia-Handys bekamen. Nun ist klar: Die Iraner dürfen ihre Smartphones behalten.

Samsung Galaxy Note8 als Sponsorengeschenk

Dass Sportler bei Olympischen Spielen Geschenke von Sponsoren bekommen ist nichts Neues. Diskussionen um immer teurere Geschenke waren zu erwarten. Neu aber ist die politische Dimension, die die Debatte auf einmal annimmt. Von Samsung, einem der Hauptsponsoren der Spiele, bekommen die Olympioniken ein nagelneues Samsung Galaxy Note8. Doch nicht alle dürfen diese auch behalten – die Athleten aus Nordkorea und dem Iran bekommen das Note8 nur für die Dauer der Spiele. Grund dafür sind die wirtschaftlichen Sanktionen, die gegen beide Länder verhängt wurden und die es verbieten, Luxus-Elektronikgeräte dorthin einzuführen.

Olympia: Diskussion um Handys wird politisch

Neben den Debatten um zwanzig Nordkoreaner, die auf diese Weise leer ausgehen, sind die vier betroffenen Athleten aus dem Iran unter den Tisch gefallen. Bis der Präsident des iranischen NOC (National Olympic Committee) medienwirksam ankündigte, den Athleten des Landes die Handys selbst zu schenken. Gleichzeitig forderte der Sprecher des iranischen Außenamts eine Entschuldigung von Samsung und sogar von der koreanischen Regierung. Das Außenministerium des Iran bestellte den südkoreanischen Botschafter in Teheran ein und drohte mit wirtschaftlichen Konsequenzen. Die Entscheidung sei unklug, „(…) unmoralisch und gegen den olympischen Geist.“

Präsident des Olympischen Komitees entschuldigt sich

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Samsung ist einer der Hauptsponsoren von Olympia

Und nun ist es tatsächlich so gekommen: Der Präsident des Olympischen Komitees, Lee Hee-beom, entschuldigt sich in einem öffentlichen Brief für das „Missverständnis“. Neben der Entschuldigung bekommen die vier iranischen Olympioniken, die im Skilanglauf und im (Riesen-)Slalom starten, nun doch ihre Samsung Galaxy Note8-Geräte. Und sie dürfen sie auch nach Olympia behalten. Die Entscheidung sei auf höchster Ebene gefallen: „Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat bestätigt, dass den iranischen Athleten erlaubt wurde, die Telefone zu bekommen und zu behalten.“

Trotzdem kein Note8 für die nordkoreanischen Sportler

Die Sportler aus Nordkorea bekommen übrigens trotzdem kein Olympia-Smartphone. Die Entschuldigung mit der Erlaubnis, die Smartphones zu behalten, bezog sich nur auf die Olympioniken aus dem Iran. Die Nordkoreaner hätten die Handys aber sowieso nicht mit in ihr Land bringen dürfen. In der kommunistischen Diktatur sind Handys mit GPS-Technik und Zugang zu Highspeed-Internet verboten. Das dürfte die nächste politische Debatte bei Olympia um die Samsung-Geräte verhindern.

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