Startseite News & Trends Back to Black? BlackBerry will die Mittelklasse aufmischen

Back to Black? BlackBerry will die Mittelklasse aufmischen

Blackberry Motion
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Totgesagte leben länger, das gilt auch für Blackberry. Das einstige Paradepferd der Profi-Anwenderwelt ist heute bekanntlich eine Marke unter dem Dach des chinesischen Elektronikmultis TCL. Unter Ägide des neuen Lizenznehmers weht ein neuer Wind, und das gilt auch für das Produktportfolio: Vor wenigen Wochen erst hatte BlackBerry ein „KEYone“ getauftes Smartphone im klassischen Gewand mit Tastatur vorgestellt. Mit dem neuen Blackberry Motion kommt nun ein Smartphone auf den Markt, das eine Absage an die althergebrachte Tastatur bedeutet.

Bereits vorab war bekannt geworden, dass BlackBerry an einem neuen Projekt namens „Krypton“ arbeitete, vorgestellt wurde der jüngste Spross der Produktfamilie nun unter dem Namen BlackBerry Motion. In Sachen Ausstattung positioniert sich das Motion im soliden gehobenen Mittelfeld. Mit 5,5 Zoll Displaydiagonale in FullHD und robustem Gehäuse mit Staub- und Spritzwasserschutz nach IP67 können Käufer mit gewohnt solider Qualität rechnen.

Blackberry Motion
Robustes Äußeres, solide Ausstattung: Das BlackBerry Motion. Quelle: BlackBerry

Unter der Haube treibt ein Qualcomm Snapdragon 625 mit 8 Kernen das Rechenwerk an, die mit bis zu 1,9 GHz getaktet sind. Unterstützt wird das fleißige Ensemble von 4 GB Arbeitsspeicher. Mit 32 GB internem Speicher chargiert das BlackBerry Motion heutzutage eher am unteren Rand, dafür gibt es einen microSD-Slot für sattsam aufnahmefähige 2000 GB Zusatzkapazität.
Kameraseitig ist das BlackBerry Motion solide aufgestellt. 12 Megapixel für die Hauptkamera, immerhin noch 8 Megapixel auf der Frontkamera stellen heutzutage robuste Eckdaten dar. Die Blende von f/2.0 gehört nicht zum lichtstärksten, was derzeit auf dem Markt ist, doch für ein Mittelklassemodell ist es ein nach wie vor annehmbarer Wert. Punkten kann das BlackBerry Motion vor allem mit seinem Akku – ganze 4000 mAh sind heute auch im Flaggschiffbereich keineswegs selbstverständlich.

Preis und Verfügbarkeit

Auch preislich positioniert sich das BlackBerry Mobile mit rund 400€ annehmbar, allerdings mit einer Einschränkung: Zunächst ist es nur in den Ländern des Mittleren Ostens verfügbar. Ob und wann mit einem Release auch in Europa und Deutschland gerechnet werden kann, ist zur Zeit noch unbekannt.

Fazit

Im Kampf um die schmale Oberklasse abgeschlagen, versucht sich BlackBerry nun am Comeback im gehobenen Mittelfeld. Kein ungeschickter Ansatz, denn dass eine solide Strategie zur Wiederauferstehung beiträgt, zeigt derzeit Nokia. Auch das zweite Urgestein der Handybranche schlägt derzeit eine ähnliche Richtung ein – zumindest PR-seitig mit einigem Erfolg. Ob Blackberry mit diesem Ansatz an einstige Marktmacht anknüpfen kann, darf getrost bezweifelt werden. Doch im Kampf um Marktanteile im weniger kapitalintensiven Segment ist ein solider Akku-Träger mit guter Leistung ein vernünftiger Schritt nach vorn.

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