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WhatsApp: Datenweitergabe an Facebook vorerst eingestellt

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Die Daten europäischer WhatsApp-Nutzer werden vorerst nicht an Mutterkonzern Facebook weitergegeben. Facebook will Datenschützern die Möglichkeit geben, ihre Bedenken vorzutragen. Diese wolle der Konzern abwägen, wie gestern mitgeteilt wurde.

Über seine Tochter-Firma WhatsApp wollte Facebook zahlreiche Kundendaten sammeln – ganz unabhängig davon, ob die Nutzer des Messenger-Dienstes auch einen Account in dem sozialen Netzwerk haben. Europäische Datenschützer versuchten dies bis zuletzt zu verhindern. Facebook hat nun bekannt gegeben, dass vorläufig keine Daten von WhatsApp an den Konzern weitergegeben werden.

Der Konzern teilte mit, dass er sich mit den Bedenken der europäischen Datenschützer auseinandersetzen möchte. Noch vor wenigen Wochen war der Konzern weitaus aggressiver vorgegangen. Gegen eine Anordnung des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Johannes Caspar hatte Facebook bereits geklagt. Caspar hatte eine Anordnung erlassen, die es Facebook untersagte, Daten deutscher Nutzer über WhatsApp zu sammeln und zu speichern. Facebook erklärte dazu, dass nicht deutsche sondern irische Datenschutzbehörden zuständig seien, da der Konzern seinen europäischen Hauptsitz in Irland hat und nur dort Daten verarbeitet würden. Caspar hingegen erklärte, dass dies auch im Hamburger Sitz des Unternehmens geschehe. Die Zuständigkeitsfrage konnte bisher nicht geklärt werden. Ob es in diesem Fall zu einem Prozess kommen wird oder Facebook die Klage nun zurückzieht, ist bisher nicht bekannt.

Daten, Daten, Daten für Facebook

Im August wurden rund eine Milliarde WhatsApp-Nutzer in den neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen darüber informiert, dass ihre Daten in Zukunft an Facebook gesendet werden. Geplant war Login und Kontaktdaten sowie die Telefonnummer und das Telefonbuch der Nutzer an die Konzernmutter zu übertragen. Die Nutzer hatten nur eingeschränkt die Möglichkeit, dem zu widersprechen. In jedem Fall wurde die Telefonnummer gespeichert und versendet. Europäische Datenschützer monierten, dass die Nutzer sich nicht gegen die Weitergabe ihrer persönlichen Daten wehren konnten.

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