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Vor 141 Jahren: Bell führt das erste Telefongespräch

Vor 141 Jahren: Bell führt das erste Telefongespräch
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Heute vor 141 Jahren führte Alexander Graham Bell das erste Telefonat der Welt. Die Sätze „Watson, come here. I need you.“ sind zwar sehr unspektakulär, waren 1876 aber der Beginn einer Technologie, die wir heute nicht mehr missen wollen.

Telefonieren gehört für uns zum Alltag. Heute vor 141 Jahren war das Telefongespräch, das Alexander Graham Bell mit seinem Assistenten Watson führte, eine echte Sensation. Bell entwickelte einen Telefonapparat, mit dem es möglich war, Sprache zu übertragen. Allerdings geht die Erfindung nicht allein auf seine Kappe: Für die Entwicklung des Telefons griff Bell auf die Ergebnisse des Erfinders Antonio Meucci und des Deutschen Philipp Reis, der bereits 1961 seinen Telefonapparat präsentiert hatte, zurück. Reis Entwicklung eignete sich allerdings weniger zur Übertragung von Sprache, sondern eher für die Übertragung von Musik. Bell entwickelte aufgrund beider Erfindungen einen eigenen Apparat und meldete, ohne das Gerät gebaut zu haben, ein Patent an. Erst später baute der Mechaniker Thomas Watson Bells Telefon, das die beiden am 10. März 1876 testeten. Während Watson im Nebenzimmer sein Ohr an den Hörer hielt, sagte Bell in das Telefon: „Watson come here. I need you“.

Nicht außer Konkurrenz

Alexander Graham Bell
Alexander Graham Bell

Das erste Telefon sieht dem Schnurtelefon, das wir kennen in keinster Weise ähnlich. Es bestand aus einer Dose, die mit Säure gefüllt war. Darin befand sich ein Draht, der an der Verschlussscheibe der Dose befestigt war. Außerhalb der Dose verband ein weiterer Draht das Sender-Telefon mit dem Empfänger. Über der Dose befand sich ein Trichter, in den man hinein sprechen – oder eher brüllen –  konnte. Das System beruhte auf Schwingungen. Sobald die Schallwellen die Verschlussscheibe und den Draht in Schwingung versetzten, änderte sich der Stromfluss durch den Draht und die Säure. So wurden die Schallwellen in Stromschwankungen umgewandelt. Beim Empfänger der Nachricht wurde diese Umwandlung umgekehrt. Die Schwankungen wurden über eine Membran wieder zu Schallwellen und damit zu Ton umgewandelt.

Neben Bell haben auch andere Erfinder, wie zum Beispiel Thomas Edison und Elisha Gray, an einem Telefon gearbeitet. Beide reichten ebenfalls ein Patent ein. Insgesamt lagen dem Patentamt vier weitere Patentanträge vor. Der zuständige Beamte entschied jedoch zu Gunsten von Bell, der nach dem erfolgreichen Test versuchte, das Gerät zu verkaufen. Dazu wurde 1877 die Bell Telephone Company gegründet, die später zur American Telephone and Telegraph Company wurde, die heute unter dem Namen AT&T als einer der weltweit größten Telekommunikationskonzerne bekannt ist.

Durch und durch Erfinder?

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Eine Welt ohne Telefone ist heute unvorstellbar.

Bell wurde am 3. März 1847 im schottischen Edinburgh geboren. Nach einem Studium der Physiologie und Anatomie der menschlichen Stimme arbeitete er als Sprechtherapeut in London und versuchte gehörlosen Menschen das Sprechen beizubringen. 1870 wanderte er mit seinen Eltern nach Kanada aus, wo er an der Universität Boston zu unterrichten begann und die Aufzeichnung von Schallwellen untersuchte. Mit seinen Experimenten legte er mehr zufällig den Grundstein für das Telefon. Seine ursprüngliche Intention war die Aufzeichnung von Schallwellen, um Gehörlosen sichtbar zu machen, was ihr Gegenüber gesagt hat. In diesem Bereich hatte er keinen Erfolg.

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