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Olympia: Keine Samsung-Handys für Nordkorea

Nordkorea
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In einer Sonderaktion hat Samsung, einer der Hauptsponsoren von Olympia 2018, rund 4000 Modelle seines Flaggschiffs vom Typ Galaxy Note8 für die Sportler hergestellt. Das Problem: Wegen der geltenden Sanktionen müssen die Sportler aus Nordkorea ihre Luxus-Handys nach den Spielen wieder abgeben.

Teure Sponsorengeschenke haben eine lange Tradition

Ob Coca-Cola – das Getränk wurde Sportlern und Zuschauern bereits 1928 als Sponsorengeschenk angeboten – oder Swatch/Omega, auffällige Geschenke sind bei Olympia nichts Neues. In den vergangenen Jahren wurde allerdings häufig über die immer teureren Produkte diskutiert. Leica-Kameras und Luxus-Handys; die Sportler gehen nie leer aus. Dabei sind Sonderanfertigungen inzwischen die Norm. Dieses Jahr gibt es für die Sportler ein nagelneues Samsung Galaxy Note8 in einer speziellen Olympia-Edition. Diese ist sogar noch mehr wert als die ohnehin schon stolzen 850 Euro „Normalpreis“.

Samsung ist seit den Winterspielen 1998 in Nagano einer der größten Olympia-Sponsoren. Bereits vor vier Jahren in Sotschi sorgte der koreanische Hersteller für viel Diskussionsstoff: Den Athleten wurde für die Eröffnungsfeier verboten, Handys mit anderem Logo zu zeigen. Dieses Jahr liegt der Gesamtwert der Willkommenspakete bei rund vier Millionen Euro – so teuer waren die Geschenke für Olympioniken noch nie.

Athleten aus Nordkorea müssen ihre Samsung-Handys nach Olympia wieder abgeben

Durch die Sanktionen der UN gegen Nordkorea ist es verboten, Luxuselektronikgeräte in die kommunistische Diktatur einzuführen. Davon betroffen ist auch die Sonderausgabe des Samsung Galaxy Note8. Allerdings sollen bei Olympia alle Sportler gleich behandelt werden. Somit haben alle das gleiche Anrecht auf die teuren Geschenke. Die Sanktionen betreffen beispielsweise auch den Sportartikelhersteller Nike. US-Firmen ist es z.B. gänzlich verboten, mit Nordkorea Handel zu treiben.

Dieses Problem hat die Organisatoren ins Schwitzen gebracht. 2016 in Rio, als es um das Samsung Galaxy S7 Edge ging, wurden die Geräte überhaupt nicht an die nordkoreanischen Athleten verteilt. Dieses Jahr hat sich das IOC (International Olympic Committee) etwas anderes einfallen lassen. Die Sportler bekommen zwar ein Handy, müssen dieses aber nach den Spielen wieder abgeben.

Für die Nordkoreaner ist das offenbar weniger problematisch als für die Iraner. Gegen den Iran laufen bis heute ähnliche Sanktionen und die Regierung in Teheran sieht in den Handlungen des IOC eine Diskriminierung ihrer Olympioniken. Der Präsident des NOC (National Olympic Committee) kündigte an, den Athleten selbst ein Note8 zu schenken und forderte Samsung und die Regierung in Seoul zu einer Entschuldigung auf.

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