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Durchbruch bei 5G und neues Logo

5G
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Die nächste Generation Highspeed rückt näher. Nun haben Ericsson und IBM einen technischen Durchbruch verwirklicht. Die Zukunft wird schnell – und beweglich.

Ericsson und IBM sind alte Big Player im Technikgeschäft, ja sogar wahre Urgesteine der Branche. Es ist noch gar nicht lange her, da teilten sich Nokia und Ericsson den Weltmarkt für Mobilfunkinfrastruktur praktisch allein auf. Doch in jüngster Zeit drängt harte Konkurrenz auf den Markt: Huawei, nicht nur Hersteller der gleichnamigen Smartphones, macht den Alteingesessenen das Leben schwer – auch in Deutschland. Nun holt Ericsson zum Gegenschlag aus – die Forschungskooperation mit Hardwaremulti IBM vermeldet einen Durchbruch bei der Entwicklung der nächsten Mobilfunkgeneration 5G.

Ingenieure des Joint Ventures haben einen integrierten Schaltkreis mit einer sog. „phased array“-Antenne entwickelt, der im 28-GHz-Bereich funkt und damit bis zu zehnmal schnellere Datenverbindungen ermöglicht im Vergleich zu aktuellen 4G-Antennen. Während Ericsson sein Knowhow bei der Entwicklung integrierter Schaltkreise aus dem Mobilfunkbereich beisteuerte, war IBM federführend bei der Entwicklung und Implementierung der erwähnten „phased array“-Antenne. Ericsson selbst spricht bereits von einem „bedeutenden Schritt“ bei der Entwicklung des künftigen Mobilfunkstandards.

Altes Handy
Mehr Leistung bei weniger Antenne: 5G verzehnfacht Übertragungsgeschwindigkeit.

Das nun entwickelte Gerät nähert sich mit großen Schritten der Marktreife, sowohl im Hinblick auf Performance, als auch auf Größe und Preis. Rund 7mm x 7mm groß ist das nun entwickelte Gerät, das vier Schaltkreise mit stolzen 64 Dual-polarisierten Antennen verbindet, mit deren Hilfe Daten gleichzeitig empfangen und gesendet werden können. So sollen künftig doppelt so viele Nutzer gleichzeitig innerhalb einer Empfangszelle bedient werden können.

Aber die neue Technologie verspricht noch weitere Vorteile: Auch die Strahlrichtung soll in Zukunft beeinflussbar sein – ein wichtiger Aspekt gerade im Hinblick auf künftige Generationen autonomer Fahrzeuge, die auf stabile Datenverbindungen auch in Bewegung angewiesen sind. Erste Tests, die ebenfalls diese Woche stattgefunden haben, verliefen erfolgreich. 3,6 GB/s Übertragungsgeschwindigkeit waren noch in Fahrzeugen messbar, die mit 170 km/h unterwegs waren. Bei einem Live-Test mit statischem Sender und Empfänger sind im vergangenen Jahr bereits Datenübertragungsraten zwischen 18 und 22 GB/s erreicht worden. Tatsächlich marktreif und global einsetzbar soll die Technologie im Jahr 2020 sein. Bis dahin können wir uns schon mal mit dem neuen Signet des kommenden Standards vertraut machen: Das Kooperationsgremium 3GPP hat gestern ein neues Logo für 5G präsentiert. Immerhin:

5G Logo
Neues Logo für den künftigen Mobilfunkstandard: 5G
iPhone 7 und iPhone 7 Plus - Die einmaligen zwei.

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