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Apple: Tim Cooks schmaler Geldbeutel

Tim Cook
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Apple hat seine selbst gesteckten Ziele im Jahr 2016 nicht erreicht. Sowohl Gewinn als auch Umsatz blieben hinter den Erwartungen des Konzerns zurück. Chef Tim Cook hatte allen Grund sich darüber zu ärgern. Er büßte knapp 1,5 Millionen Dollar seines Bonus ein. Ist das iPhone 7 Schuld?

Tim Cook bekam 2016 einen geringeren Bonus als im Jahr zuvor, hat damit jedoch weitaus mehr verdient als ein durchschnittlich arbeitender Mensch in seinem ganzen Leben. Der Apple-Chef hat im vergangenen Jahr etwa einen Bonus in Höhe von 8,75 Millionen Dollar bekommen. 2015 hatte Cook noch 10,3 Millionen erhalten. Die Boni des Apple-Vorstands richten sich nach seiner Leistung. In Cooks Fall gibt es ein Grundgehalt von drei Millionen Euro, wie aus einem Pflichtbericht der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Dieses kann sich bei herausragender Leistung maximal vervierfachen. Cook erhält also maximal 12 Millionen Dollar, vor Steuern. Auch seine Vorstandskollegen mussten geringere Boni hinnehmen. Sie bekamen im Schnitt 2 Millionen Dollar weniger, knackten damit aber noch immer die 20 Millionen Dollar-Marke.

Wer jetzt direkt einen Spendenfond für Cook und Co. einrichten will, muss keine Angst haben. Cook hat natürlich nicht nur 8,75 Millionen bekommen. Tatsächlich ist es sehr viel mehr. Börsennotierte Firmen sind teilweise dazu übergegangen ihre Mitarbeiter auch mit Konzern-Aktien zu bezahlen. Zusätzlich zu seinem Bonus hat Cook also auch Apple-Aktien im Wert von fast 137 Millionen Dollar bekommen.

Ziel nicht erreicht

Tim Cook
Hat jetzt weniger Geld als im letzten Jahr: Tim Cook.

Grund für den Rückgang der Gehälter waren die schlechten Umsatz- und Gewinnzahlen im Hause Apple. Der Konzern aus Cupertino hatte im vergangenen Jahr 223,6 Milliarden Dollar Umsatz angestrebt, erreicht wurden nur 215,6. Damit wurde das Ziel um 3,7 Prozent verfehlt. Beim Gewinn waren es gerade einmal 0,5 Prozent, die zum Erreichen des Zielbetrages von 60,3 Milliarden fehlten. Die Schlussfolgerung, dass das iPhone 7 doch nicht so erfolgreich war, wie erhofft, ist hier ausgeschlossen. Es ist stattdessen so, dass die iPhone-Verkäufe insgesamt offenbar zurückgegangen sind – unabhängig vom Modelle. Die Smartphone-Sparte macht bei Apple knapp 60 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Die Umsatzzahlen aus dem Jahr 2015 sollten dem Konzern zu denken geben. Das unaufhaltsame Wachstum Apples scheint vorbei zu sein: Im Gegensatz zu heute, konnte Anfangs 2016 verkündet werden, dass der Umsatz im Vorjahr bei satten 233,7 Milliarden Dollar, der Gewinn bei 71,2 Milliarden lag.

Geschäftsjahr endet im September

Das iPhone 7 spielt für die aktuellen Zahlen noch keine Rolle. Denn das Geschäftsjahr endet bereits im September, das neueste Smartphone wurde allerdings erst im September vorgestellt. Der Erfolg des iPhone 7 und 7 Plus wird sich abschließend somit erst bei der Auswertung des Geschäftsjahres 2017 zeigen. Zusätzlich wird Apple Ende Januar die Verkaufszahlen aus dem vierten Quartal vorlegen, das dem Konzern in der Regel aufgrund der Weihnachtszeit hohe Umsätze und Gewinne verschafft.

iPhone 7 und iPhone 7 Plus - Die einmaligen zwei.

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