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Science Fiction: Spionage durch Ultraschallsignale

Ultraschallsignale
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Laut einer Studie der TU Braunschweig wird Werbung nicht mehr nur durch Klicks und Besuchen von Websites für den Käufer generiert. Ultraschallsignale aus Werbespots erfragen Daten von Deinem Smartphone für verfeinerte Werbung.

Was ist los?

In einer Studie wurde nachgewiesen, dass in 234 Apps für Android ein Ultraschallsignal empfangen werden kann, mit denen diverse Informationen zum Nutzverhalten des Smartphonebesitzers ausgelesen werden können. Wozu soll das gut sein? Natürlich möchten Unternehmen zielgerichtete Werbung an seine Kunden geben. Dazu ist es wichtig, das Verhalten des Konsumenten genau zu kennen.

Wie geht das denn?

Über sogenannte uBeacons, also Utraschall-Leuchtfeuer, werden Daten in für den Menschen nicht hörbaren Frequenzen ausgesandt. Das gelingt ganz einfach über gängige Lautsprecher am Smart-TV, Radio oder PC. Smartphones, die sich in der Nähe befinden, fangen diese Frequenzen mit dem Mikrofon auf. So werden verschiedene Daten abgefragt, die das Phone ohne Dein Wissen zurücksendet. Vier Formen von Ultraschall-Spyware werden in der Studie erwähnt.

Beim Media-Tracking werden die Frequenzen direkt über TV-Lautsprecher gesandt, um die Gewohnheiten des Nutzers zu beobachten.

Bei dieser Tracking-Methode werden Ultraschallsignale auf mehreren Geräten verwendet. Es geht also nicht nur um das Tracking über den Fernseher, sondern auch PC, Tablet und sämtliche andere Apparate.

Hierbei werden uBeacons in einem Shop gesendet, in dem Du Dich befindest. So können Unternehmen herausfinden, wo Du genau stehst und was Dich interessiert. Auch gezielte Gutscheine und Rabatte können Dir so angeboten werden. So wollte das US-Unternehmen Shopkick 2014 hierzulande durchstarten, zogen sich zu Beginn dieses Jahres jedoch aus Deutschland zurück.

Bei dieser Tracking-Art kann die Identität von Tor-Nutzern ausgelesen werden. Daten zum Google-Konto, IMEI-Adresse und Standort können so in Erfahrung gebracht werden.

Studie TU Braunschweig
Quelle: http://christian.wressnegger.info/content/projects/sidechannels/2017-eurosp.pdf

Entwarnung

Kein europäischer Fernsehdienst nutzt Ultraschallsignale. Die Studie zeigt aber in jedem Fall, dass die Möglichkeit besteht und unsere Smartphones dagegen nicht geschützt sind. Jetzt liegt es an Datenschützer und weiterer Forschung in diesem Bereich, denn der Grat zwischen Spionage und legaler Beobachtung ist schmal. So sollten einheitliche Standards festgelegt und Unternehmen in die Verantwortung genommen werden, dies auch offen preiszugeben.

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