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Lücken im LTE-Netz bedrohen unsere Smartphones

Lücken im LTE-Netz bedrohen unsere Smartphones
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Wer unterwegs mit seinem Smartphone schnell surfen will, der nutzt natürlich LTE. Das 4G-Netz wird mittlerweile in zahlreichen Verträgen angeboten und die meisten Geräte, die heutzutage auf dem Markt erhältlich sind, unterstützen die Technologie. Nun hat ein Forscherteam aus den USA allerdings einige Lücken entdeckt, die Hackern neue Türen zu unseren Smartphones öffnen und vorerst nicht behoben werden können.

Schnelles Internet unterwegs: Genau das bedeutet LTE für einen Großteil der Nutzer. Millionen Menschen vertrauen dem Netz täglich und surfen ganz unbedarft was das Zeug hält mit 4G. Dass sie ihre Daten und ihr Smartphone dabei Hackern schutzlos ausliefern, war bisher keinem von ihnen bewusst. Wissenschaftler der Universitäten Purdue und Iowa in den USA haben kürzlich festgestellt, dass LTE nicht nur schnell, sondern auch unsicher ist. Sie haben bei einer Untersuchung des Netzes zehn Sicherheitslücken in den Protokollen der LTE-Technologie gefunden, über die Smartphones angegriffen werden können.

Viele Schwachstellen, viele Gefahren

Ein versierter Hacker kann über die entdeckten Lücken ganz einfach auf jedes Smartphone zugreifen, das im LTE-Netz surft. Die Folgen sind alles andere als harmlos. So kann beispielsweise der Standort eines Geräts verfolgt werden. Wer sich auskennt kann auch gefälschte Notfallmeldungen versenden, sich als ein anderer Nutzer ausgeben oder das Gerät dazu zwingen sich immer wieder im Netz ein und aus zu loggen, um so den Akku zu leeren.
Die Forscher entdeckten die Fehler mit Hilfe des Tools LTEInspector. Nachdem sie logische Fehler gefunden hatten, programmierten sie Angriffe, die die Lücken ausnutzten, um zu demonstrieren, welche Gefahr besteht.

Keine Abhilfe vor 5G

Die Sicherheitslücke kann den Wissenschaftlern zufolge nicht geschlossen werden. Das Problem: Es handelt sich nicht um einen Softwarefehler, der durch ein Update behoben werden kann, sondern um Lücken im LTE-Protokoll selbst. Das bedeutet auch, dass alle Nutzer betroffen sind, egal welches Gerät sie nutzen. Software-Updates werden das Problem nur teilweise beheben, eine Änderung des Protokolls selbst ist kaum möglich, wie die Forscher in ihrer wissenschaftlichen Arbeit zur Untersuchung ausführen. Denn wenn das Protokoll verändert wird, sind Millionen Smartphones damit nicht mehr kompatibel. Die Nutzung des LTE-Netzes wäre damit nicht mehr möglich. Das Netz wird somit vermutlich lange unsicher bleiben und Abhilfe erst mit dem neuen 5G-Netz geschaffen werden. Der Ausbau der Infrastrukturen soll allerdings frühestens 2019 abgeschlossen sein.

Kannst Du Dich schützen?

Schützen kannst Du Dich im Moment nur auf eine Art: Indem Du das LTE-Netz nicht nutzt. Dazu musst Du nicht etwa komplett auf das mobile Netz verzichten, sondern lediglich den Netzwerkmodus an Deinem Smartphones von 2G/3G/4G auf 2G/3G umstellen. Das kannst Du in den Einstellungen zu dem Mobilen Daten machen.

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