Startseite News & Trends Faltbares Smartphone: Revolution oder Sollbruchstelle?

Faltbares Smartphone: Revolution oder Sollbruchstelle?

faltbares Smartphone
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Das faltbare Smartphone wandert seit Jahren als Gerücht durch das Netz. 2018 soll es mit dem Samsung Galaxy X tatsächlich Realität werden. Doch was dürfen wir uns eigentlich von einem faltbaren Smartphone erhoffen? Schließlich gibt es neben den Vorteilen auch Risiken.

Die Gerüchteküche ist sich einig: 2018 stellt Samsung das Samsung Galaxy X vor. Sollte das Stimmen, erwartete uns noch dieses Jahr die wohl bedeutsamste technische Entwicklung in der mobilen Telefonie seit der Vorstellung des iPhones. Gerüchten zufolge ist das Samsung Galaxy X mit zwei OLED-Displays ausgestattet. Zusammengefaltet ist das Galaxy X ein Smartphone mit einem 5-Zoll-Display. Klappt man das zweite Display um, ist es ein Tablet mit einem 7-Zoll-Display. Vom technischen Standpunkt ist das natürlich eine revolutionäre Neuerung, doch wie nützlich ist so eine Klappfunktion letztendlich im Alltag?

Smartphone, Tablet und Laptop in einem Gerät

Große Smartphones wie das Samsung Galaxy Note8 mit seinem 6,3-Zoll-Display liegen momentan voll im Trend. Ein großer Bildschirm bietet mehr Platz zum Arbeiten, leichtere Bedienung und ein besseres Videoerlebnis. Doch große Smartphones haben auch den unangenehmen Nebeneffekt unhandlich und unpraktisch für Unterwegs zu sein. Das gleiche Problem gilt auch für Tablets und Laptops.

Ein faltbares Smartphone ist als Hybrid die perfekte Lösung für das Größenproblem. Es passt zusammengefaltet in jede Hosentasche, bietet aber ausgeklappt so viel Display wie ein normales Tablet. Besteht dann noch die Möglichkeit eine Tatstatur anzuschließen, wie beim Samsung Galaxy Book 12.0, dient das faltbare Smartphone auch noch als Laptop-Ersatz. Weitergedacht könnte diese Art von Smartphone Tablets und Laptops irgendwann sogar überflüssig machen.

Mehr Probleme als Nutzen?

Als Hybrid ist ein faltbares Smartphone nur dann wirklich praktisch, wenn das Betriebssystem und die Apps für alle drei Modi – Smartphone, Tablet und Laptop – angepasst und optimiert sind. Außerdem muss der Wechsel fließend möglich sein, ohne jedes Mal eine andere Steuerung anzuwenden. Wie schwierig jedoch die Umsetzung eines solchen Hybrid-Betriebssystems ist, haben bereits Windows 8 und Windows 10 gezeigt.

Neben dem Betriebssystem stellt die Zerbrechlichkeit ein Problem für das faltbare Smartphone dar. Auch die alten Klapphandys waren praktisch, hatten aber durch den Klappmechanismus eine empfindliche Schwachstelle. Bei einem faltbaren Smartphone kommt hinzu, dass das Display nicht mit Glas geschützt werden kann. Stattdessen muss flexibles Plastik verwendet werden, was an sich bruchfester ist, dafür aber auch kratzanfälliger. Außerdem brauchen Akku, Prozessor und andere nicht faltbare Hardware im Inneren des Smartphones mehr Platz, damit sie beim Knicken keinen Schaden nimmt. Das bedeutet, dass eine fast-randlose Optik wie beim Samsung Galaxy S8 schwerer umzusetzen ist.

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Faltbares Smartphone: Praktisch, aber schwer umzusetzen

Ein faltbares Smartphone ist in erster Linie für Nutzer sinnvoll, die bei ihrer Arbeit viel reisen und auf einen Computer angewiesen sind. Es spart Platz und ermöglicht es trotzdem bequem zu arbeiten. Im Alltag dürfte das faltbare Smartphone jedoch vorerst weniger Verwendung finden. Nicht weil sie bautechnisch im Nachteil sind, sondern weil Laptops aktuell noch um einiges leistungsfähiger sind als Smartphones und so nicht vollwertig ersetzt werden. In Zukunft könnte das jedoch anders aussehen.

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