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Das nächste Nexus wird ein Pixel

Google Pixel
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Seit Monaten ist bekannt, dass Google und HTC an zwei neuen Smartphones arbeiten, die exklusiv als Google-Smartphones auf den Namen kommen sollen. Bislang machten vor allem die Projektnamen „Sailfish“ und „Marlin“ von sich reden. Pikant: Erste Screenshots ließen den Rückschluss zu, dass Google der Eigenmarke „Nexus“ den Rücken kehren will. Nun ist es amtlich: Aus Nexus wird Pixel! Am 4. Oktober ist es soweit, und Google wird die beiden Neuen vorstellen, das Google Pixel (Sailfish) und das Pixel XL (Marlin). Dabei setzt Google offenbar trotz neuer Namensgebung auf bewährte Konzepte. Hardwareseitig sollen sich beide Smartphones dem Vernehmen nach offenbar weitestgehend ähneln, lediglich bei der Displaygröße und beim verwendeten Akku tun sich spürbare Unterschiede auf.

Hochauflösende Front

Bei beiden Smartphones setzen Google und HTC anscheinend auf Sonys IMX179-Sensor, der mit 8 Megapixeln auflöst und bereits im Vorgängerflaggschiff Nexus 6P verbaut wurde. Eine weitere Generation zurück kam er sogar als Hauptkamerasensor zum Einsatz. Es ist also eine recht gerade Erblinie, die allerdings für weiterhin sauber aufgelöste Selfies sorgen sollte.

Ordentliche Bilder mit der Hauptkamera

Rückseitig wird ebenfalls ein Sony-Sensor verbaut, hier kommt der IMX378 zum Einsatz, der mit 12 Megapixeln auflöst. Dabei handelt es sich übrigens dann auch um echte Highend-Technik, denn bislang wurde dieser Sensor noch in keinem Smartphone eingesetzt. Obwohl noch keine offiziellen Spezifikationen für das Bauteil vorliegen, dürfen Google-Fans wohl dennoch endlich auf optische Bildstabilisierung (OIS) hoffen.

Hardware top, aber nicht Weltspitze

Bereits jetzt ist eines der beiden Google-Geräte in einem Benchmark aufgetaucht, dabei handelt es sich um die größere Variante Pixel XL. Laut aktuellem Geekbench-Status arbeitet im Pixel XL Qualcomms Snapdragon 820, der zwar immer noch zur absoluten Oberklasse gehört, aber eben nicht mehr die absolute Spitze markiert. Immerhin handelt es sich um denselben Rechenknecht, der auch im LG G5 und im HTC Dienst tut – nur sind beide Geräte eben schon seit einigen Monaten auf dem Markt. Begleitet wird die Rechenarbeit von 4 GB Arbeitsspeicher – jedenfalls soweit es die bislang verfügbaren Informationen hergeben. Erste Stimmen klagen bereits, dass es Google ein Leichtes gewesen wäre, den bereits verfügbaren Snapdragon 821 zu verbauen, der noch energiesparender arbeiten soll und dabei auch noch über ein DSP-Modul für Fotos und Filme nach H.265-Codec verfügt. Hier war die Konkurrenz schneller. Bereits im Juli präsentierte Asus das Zenfone 3 Deluxe, das mit dem neuen Spitzen-SoC arbeitet.

Namen sind nur Schall und Rauch?

Ob die „Pixel“-Serie ein Befreiungsschlag ist oder doch nur geschicktes Marketing, das wird sich zeigen – fest steht jedoch, dass Google allein aus Reputationsgründen ein weiteres Mal mehr als ordentliche Smartphones präsentieren wird. Dass sich der Android-Konzern dabei die Gelegenheit verstreichen lässt, sich als Technologieführer mit einem absoluten Hightech-Boliden zu positionieren, lässt sich aus unserer Sicht vor allem als Zugeständnis an die Herstellerwelt interpretieren. Schon jetzt experimentieren Unternehmen weltweit mit alternativen Betriebssystemen, um die Abhängigkeit vom Google-Konzern zu überwinden. Würden sich die Marktherrscher aus Mountain View nun auch noch im Hardware-Spitzenfeld positionieren, hätten Samsung, Huawei & Co. am Ende womöglich das Nachsehen – und könnten sich angestachelt fühlen, ihre Bindung an Android schneller zu lockern als zunächst geplant.

Mit der jetzt geplanten Variante könnten alle leben:

  • Käufer, die ein ausgereiftes und durchdachtes Smartphone mit sehr guter Ausstattung in echter Google-Manier bekommen
  • Google selbst kann die ganze Macht der Marke auf eigene Smartphones transportieren
  • Die Hersteller müssen Google nicht auch noch als potenziellen Rivalen in ihrem Kerngeschäft zu fürchten.

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