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G20-Gipfel: Das müssen Handynutzer wissen

G20-Gipfel Hamburg
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Der G20-Gipfel in Hamburg stellt eine Ausnahmesituation für den Alltag dar. Auch für Handynutzer gilt es einiges zu beachten, wenn sich die wichtigsten Staatschefs der Welt treffen und die Straßen voller Demonstranten und Polzisten sind.

Hamburg als Austragungsort des G20-Gipfel zu wählen, wurde schon vornerein vielstimmig kritisiert. Tatsächlich gab es bereits gestern massive Gewaltausschreitungen in der Millionenstadt. Brennende Autos, fliegende Steine und Schlägereien mit der Polizei prägten die große „Welcome to Hell“-Demo. Seit den frühen Morgenstunden gibt es bereits die ersten Eilmeldungen über Brandstiftung und Eskalation.

G20-Gipfel-Ausschreitungen
Auf den Demonstrationen gegen den G20-Gipfel kommt es zu gefährlichen Ausschreitungen.

Ist auf das Mobilfunknetz Verlass?

Angesichts der Gewaltexzesse auf den Straßen Hamburgs ist es besonders wichtig, dass das Mobilfunknetz stabil bleibt, damit im Notfall Angehörige, die Feuerwehr oder Notärzte angerufen werden können. Die drei großen Provider Telekom, Telefónica Germany und Vodafone versichern, dass ihre Netze weitestgehend stabil bleiben werden. In den Bereichen im Zentrum, wo sich ungewöhnlich viele Menschen aufhalten, wie gestern als sich die rund 12.000 Demonstranten der „Welcome to Hell“-Demo versammelten, kann es vereinzelt zu kurzen Aussetzern kommen.
Bei Empfangsproblemen reicht es aus, wenn Du Dich wenige Meter von den großen Massen entfernst. Insbesondere wenn das Netz im Bereich der Demonstrationen gezielt von der Polizei gestört wird. Der Notruf ist davon aber nicht betroffen, weil dieser über ein separates Netze geleitet wird.

Dürfen Fotos von den Delegationen oder den Demonstrationen ins Netz gestellt werden?

Grundsätzlich dürfen keine Bilder von Einzelpersonen oder Gruppen mit weniger als fünf Menschen ohne deren Einwilligung veröffentlicht werden. Dies wird vom Kunsturhebergesetz vorgeschrieben. Allerdings gelten für große Versammlungen und Demonstrationen Ausnahmen. Wenn auf dem Foto viele Menschen zu sehen sind, läufst Du nicht Gefahr gegen das Gesetz zu verstoßen. Allerdings gilt es auch hier darauf zu achten, dass keine Einzelpersonen markant im Vordergrund stehen.

G20-Gipfel-Fotos
Achtung beim Fotografieren! Nur Bilder von großen Gruppen sind erlaubt.

Die Polizei hat grundsätzlich kein Recht dazu Aufnahmen zu löschen. Im Ernstfall dürfen Polizisten Smartphones aber beschlagnahmen, wenn der Fotograf sich weigert ein kritisches Bild oder Video freiwillig zu löschen.

Wird Dein Handy abgehört?

Zum Schutz der zwanzig mächtigsten Staatschefs der Welt gibt es unzählige Sicherheitsmaßnahmen. Auch das Mobilfunknetz wird im Zentrum der Stadt mit mobilen Abhörstationen überwacht. Wenn Du beispielsweise in Altona telefonierst musst Du damit rechnen, dass ein Dritter stillschweigend lauscht. Abhöraktionen während eines G20-Gipfels sind nichts Neues. TheGuardian berichtete vor vier Jahren ausführlich über die massiven Bespitzelungen während des G20-Gipfels 2009 in London.

Handyüberwachung
Zur Sicherheit werden nicht nur die Straßen per Video überwacht, sondern auch das Mobilfunknetz.

Persönliche Daten absichern

Wo große Menschenmassen unterwegs sind, wird auch viel geklaut. Das gilt nicht nur für Festivals und Märkte, sondern auch für das Getümmel während der Demonstrationen. Deshalb ist es wichtig persönliche Daten vorher abzusichern. Ein Backup kann nie schaden. Außerdem sollte das Smartphone mindestens mit einer PIN gesichert werden oder sogar ganz ausgeschaltet werden, wenn es gerade nicht benutzt wird. So haben Diebe keinen direkten Zugriff auf Deine persönlichen Daten und Kontakte.

Mitgegangen – mitgehangen? Wenn Du als Demonstrant in Polizeigewahrsam genommen wirst, solltest Du Dein Smartphone ebenfalls gut absichern. Dein Handy wird Dir wie alle anderen mitgeführten Gegenstände in der Gefangenensammelstelle abgenommen und erst bei der Entlassung wieder übergeben. Auch wenn die Polizei ohne triftigen Grund kein Recht hat Dein Smartphone zu durchsuchen, ist es trotzdem sinnvoll eine PIN- oder Fingerabdrucksperre einzurichten und das Gerät vor der Abgabe auszuschalten.

Allgemein gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Trage Dein Handy in großen Menschenmassen immer dicht am Körper, am besten in einer Innentasche und hol es nur heraus, wenn Du es wirklich brauchst. Mache Fotos nur dann, wenn die Situation es erlaubt und achte immer darauf keine Einzelpersonen zu fotografieren.

Mit DEINHANDY in den Sommer Nummer 3
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