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Google beerdigt Andromeda

Google beerdigt Andromeda
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Ein einheitliches System für alle Geräte: Mit Andromeda wollte Google eine Verbindung zwischen seinem mobilen Android-System und seinem Chrome OS schaffen. Das System sollte sowohl für Smartphones und Tablets als auch für PCs geeignet sein. Die Arbeit an dem System wurde neuen Informationen zufolge nun offenbar eingestellt. Allerdings soll Google bereits an einem anderen System arbeiten, das vielen Android-Nutzern das Leben erleichtern könnte.

Android ist das beliebteste Smartphone-Betriebssystem der Welt. Das liegt vor allem am Preis: Das kostenlose System ermöglicht es Herstellern ihre Smartphones billig zu produzieren und für wenige Geld anzubieten. Einen Nachteil hat Android aber: Android-Nutzer haben nicht selten Schwierigkeiten, wenn es darum geht, ihr Smartphone mit einem PC zu verbinden. Ohne spezielle Programme und Apps ist das meist schwierig – auch wenn die Schnittstellen zwischen Android und Windows oder iOS immer besser werden. Im vergangenen Jahr glaubten viele, dass sich diese Problematik im Spätsommer 2017 erledigt haben könnte. Andromeda, ein geräteübergreifendes Betriebssystem auf Android-Basis, sollte vorgestellt werden. Nun scheint Google die Entwicklung des Systems aber eingestellt zu haben.

Kein Google-System für alle Geräte?

Windows, iOS, Android
Geräteübergreifende Software: Windows hat es erfolglos probiert, die Apple-Systeme nähern sich immer weiter an.

Stephen Hall von 9to5google hat mit seinem Tweet zu Andromeda Aufsehen erregt. Der als sehr gut informiert geltende Hall schrieb auf Twitter, dass Andromeda auf Eis gelegt wurde. In weiteren Tweets schrieb er außerdem, dass Andromeda tatsächlich echt war und Google stattdessen weiter an dem System Fuchsia arbeite, das eine ähnliche Funktion übernehmen soll. Fuchsia OS wurde von Google-Mitarbeiter Dave Burke offiziell bestätigt. Weitere Informationen zu dem Betriebssystem gibt es nicht. Vermutet wird, dass es eine ähnliche Funktion wie Android übernehmen soll, allerdings auf einer anderen Systemstruktur basiert. Während Andromeda zwei bereits bestehende Systeme verschmelzen lassen sollte, wurde Fuchsia von Grund auf neu entwickelt. Mit dem Programm befindet sich Google noch in einer experimentellen Phase. Was genau am Ende damit geplant ist, ist nicht bekannt.

Andromeda: Warum, wieso, weshalb?

Google
Was mit Fuchsia geplant ist, bleibt bei Google hinter verschlossenen Türen.

iOS-Nutzer sind häufig wirklich zu beneiden, denn das Übertragen von Daten von einem iOS-Gerät auf einen Mac gelingt reibungslos. Apple ist Google hier schon einen Schritt voraus. MacOS und iOS sind so aufeinander abgestimmt, dass ein iPhone an einem Mac keine Probleme bereitet. Noch besteht eine deutliche Trennung zwischen den Systemen. Apple soll aber an einer Annäherung von MacOS und iOS arbeiten. Einen anderen Weg ist Microsoft gegangen. Neben seinem Betriebssystem für den PC hatte der Hersteller auch Smartphones mit Windows auf den Markt gebracht – allerdings ohne Erfolg. Und Google? Der Internetriese hat bereits ein eigenes System für PCs – Chrome OS, das ursprünglich nur für die Nutzung von Webanwendungen gedacht war. Mit den Chromebooks kamen dann allerdings auch Offline-Anwendungen hinzu. Der nächste Schritt in Richtung geräteübergreifendes System wäre die Verschmelzung von Android und Chrome OS – Andromeda – gewesen. Hinweise auf das System wurden erstmals 2016 gesichtet. Das System sollte auf Android basieren. Im Gespräch gewesen war bereits ein Laptop mit dem Namen Bison, der das erste Gerät mit Andromeda sein sollte. Dieser soll nun aber vermutlich als Chromebook vorgestellt werden, wie Hall vermutet.

DJ Läzer

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