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Sony: Die Innovation fehlt

Sony
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Das vergangene Jahr war kein Gutes für Sony. Der Konzern schafft es nicht mehr seine Smartphones an den Mann oder die Frau zu bringen. Die Verkaufszahlen-Prognose für dieses Jahr korrigierte der Konzern nun nach unten. Doch wieso sind Sonys Smartphones so unattraktiv geworden?

Die Zahlen tun bitterweh: Sony hat im vergangenen Quartal gerade einmal 5,1 Millionen Smartphones verkauft und das trotz des Weihnachtsgeschäfts. Zwei Jahre zuvor hatte der Hersteller hier noch mehr als doppelt so viele Smartphones unter die Leute gebracht. Die Verkaufszahlen sollten insgesamt auch wieder steigen: Für 2017 hatte der Konzern erst 17 Millionen verkaufte Smartphones prognostiziert – aufgrund der neuen Zahlen aus dem letzten Quartal wurde die Prognose nach unten korrigiert. Nun sind es nun nur noch 15 Millionen, mit denen die Japaner rechnen.

Sony Playstation VR
Hier kommt die Innovation: Mit der Playstation hat Sony noch Erfolg.

Schon 2014 hatte Sony mit schlechten Ergebnissen in der Smartphone-Sparte zu kämpfen. Bis dahin waren die Verkaufszahlen stetig angestiegen, dann fielen sie plötzlich. Der Konzern prognostizierte einen Verlust von 1,66 Milliarden Euro und strich 1000 Stellen in der Smartphone-Abteilung. Zwar kann sich Sony seitdem noch über Wasser halten, vom großen Erfolg ist das Unternehmen aber entfernt, zumindest was den Smartphone-Bereich angeht. Der Hersteller verzeichnet weiterhin einen stetigen Rückgang der Verkäufe. Auf der Beliebtheitsskala zeigt sich, dass die Smartphones des Konzerns schon lange nicht mehr für Begeisterung sorgen. Während Apple und vor allem Samsung jährlich immer mehr Kunden gewinnen können, befindet sich Sony auf dem absteigenden Ast. Doch woran liegt das?

Wasserdicht oder nicht?

Sony Smartphone wasserdicht
Sony warnt beim Z5 vor der Nutzung im Wasser.

Mit seiner Z-Reihe brachte Sony Smartphones auf den Markt, die sich vor allem dadurch auszeichneten, dass sie vor Wasser und Staub geschützt sind. Eine passende IP-Zertifizierung gab es schon beim ersten Modell, das gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt war. Sony warb mit exzessiv mit diesem Vorteil und veröffentlichte  Videos, in denen die Geräte nicht nur untergetaucht, sondern sogar unter Wasser benutzt wurden. Das tut den Geräten aber alles andere als gut: 2015 riet Sony seinen Nutzern davon ab, das Xperia Z5 unter Wasser zu benutzen. Damit hat sich der Konzern keinen Gefallen getan, denn bisher war die Wasserfestigkeit neben der herausragenden Kamera das Alleinstellungsmerkmal der Smartphones. Mittlerweile hat die Konkurrenz in beiden Bereichen aufgeholt.

Keine klare Linie

Verwirrende Namen, eine einheitliche Linie fehlt: Statt die Z-Reihe fortzuführen, brachte Sony uns im vergangenen Jahr ein wahres Buchstaben-Wirrwarr, so lange bis wirklich niemand mehr wusste, welches Smartphone welches ist. Xperia XZ, X Compact, X, und XA – Hier ist es schwer wirklich zu begreifen, was Sony uns mit den Namen vermitteln will. Zumal sie sich im typisch eckigen Sony-Design auch sehr ähnlich sehen. Was zeichnet sie aus? Was sind die Besonderheiten? Die Antwort: Auch bei diesen Smartphones setzte Sony wieder auf sehr gute Kameras und  beim XZ auch auf den Schutz vor Wasser.

Innovation muss her!

Samsung, Apple und Huawei bemühen sich stets darum, ihre Smartphones mit neuesten Innovationen auf den Markt zu bringen und so noch mehr Kunden zu sich zu locken. Selbst Hersteller wie LG, die im Smartphone-Geschäft aktuell nicht gerade herausragend aufgestellt sind, wagen Experimente, um Kunden zu gewinnen. Stellt sich die Frage: Wieso wagt Sony nichts mehr? Altbewährtes ist schön und gut. Viele Smartphone-Nutzer erwarten hingegen viel mehr und entscheiden sich auch für Hersteller, die ihnen mehr bieten. Wir sind gespannt, ob Sony mit seinem neuen Gerät endlich wieder etwas Neues probiert. Dieses soll im Mai erscheinen.

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