Startseite News & Trends Riskanter Schweinkram: Android-Usern droht Porno-Gefahr!

Riskanter Schweinkram: Android-Usern droht Porno-Gefahr!

Handy-Porno
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Früher war alles einfacher: Glotze an, Romantik aus, und der Rest fiel unter „Privatangelegenheit“. Nicht so in Zeiten des Smartphones. Experten des Sicherheitsunternehmens Kaspersky warnen nun vor Malware auf „Erwachsenenseiten“. Das Problem beschränkt sich nicht länger auf PC-Nutzer, unter den Freunden der mobilen Erotik sind vor allem Android-User betroffen.

Ursprünglich waren die Experten von Kaspersky dunklen Warenströmen im sogenannten Darknet auf der Spur, doch dabei stießen sie immer wieder auf massenhaft käufliche Zugangsdaten zu Sex-Seiten. Rund 72 Millionen käufliche Datensätze mit Zugangsinformationen konnte Kaspersky seit 2016 ausfindig machen. Die schiere Anzahl der erhältlichen Zugangsdaten sowie ihr geringer Preis warfen die Frage auf, ob Erotikangebote selbst anfällig für Malware sind. Und tatsächlich: Die Zahlen weisen in die entsprechend Richtung:

  • Rund 1,2 Millionen Smartphone-Nutzer sind im Jahr 2017 nach Kaspersky-Angaben in Berührung mit Malware gekommen, die von Seiten mit Erwachsenen-Inhalten stammte. Das entspricht rund 25,4 Prozent aller 2017 nach Daten von Kaspersky betroffenen Android-Nutzer überhaupt
  • Das Kaspersky-Expertenteam konnte 23 verschiedene Gattungen von Malware ausmachen, die in Verbindung zu Pornoseiten stehen
  • Typische Malware umfasst Banking-Trojaner genauso wie ungewollte Rooting-Apps und Klicker-Apps, Ransomware, Premium-SMS-Abzocke und Fake-Abonnements

Clicker-Apps in der Mehrheit

In den meisten Fällen handelt es sich bei der Verbreitung von Malware um „klassische“ Einfallstore. Malware ist im erotischen Kontext de facto genauso alt wie Sex-Content im Internet. Neu daran ist, dass das Malware-Biotop im Android-Kosmos mittlerweile lebendiger als ist als im althergebrachten Desktop-Bereich. Dabei wird Malware oftmals über Fake-Seiten ausgespielt; vorrangig mobile Webseiten, die wie ein genaues Abbild des eigentlich gesuchten Originals aussehen und Nutzerdaten abfischen. Besonders heikel: Entsprechende Redirects sind häufig auch als dynamische Werbung in der eigentlich korrekten Webseite eingebettet und vom Original auf den ersten Blick nicht eindeutig zu unterscheiden.

Ransomware
Ransomware: Einmal aktiv, sperrt sie das Smartphone und gibt es erst nach Zahlung eines Lösegelds wieder frei (engl.: „ransom“). Problematisch: Der Verursacher kann die Sperre beliebig oft wieder aktiveren.

Die am weitesten verbreitete Malware-Art sind sogenannte „Klicker-Apps“, also Apps, die sich auf dem Smartphone einnisten, um anschließend unbemerkt Werbe-Banner abzurufen. Für jeden Klick erhält der Werbeanbieter Geld, während gleichzeitig der Klicker permanent Datenvolumen verbraucht und anhaltend am Akku saugt. Auch Kontakte, Anrufdaten, Bewegungsdaten und SMS können die Klicker abrufen und an ihren Betreiber weiterleiten. Dazu stattet sich die Klick-App selbst mit Administratorrechten aus, was es obendrein schwierig macht, die App zu entfernen.

Andere Apps, sogenannte Ransomware tarnen sich als offizielle App eines Erotik-Anbieters. Nach Installation wird das Smartphone gesperrt und die App fordert den Nutzer auf, ein Lösegeld (engl.: „Ransom“) für die Freischaltung zu zahlen, oft getarnt als Strafe für einen angeblichen Rechtsverstoß.
Sogenannte Rooting-Apps hingegen richten sich einen Quasi-God-Mode auf dem Smartphone ein. Damit erhält ein krimineller Betreiber Zugriff auf praktisch alle Bereiche des Smartphones, auch hier bilden scheinbar legitime (Porno)-Apps mit integriertem Schadcode ein beliebtes Einfallstor.
Nicht zuletzt spielen auch Banking-Trojaner, bzw. SMS-Trojaner eine wichtige Rolle. Erstere täuschen Nutzer von Bankangeboten mit Phishing-Webseiten, fangen PIN- und TAN-SMS ab und tarnen sich ebenfalls zumeist als legitime App-Angebote von Erotikportalen wie Pornhub etc. Primitiver, aber ebenfalls ärgerlich sind SMS-Trojaner, die entweder permanent teure SMS verschicken oder unbemerkt Paid-Content-Hotlines anrufen.

Häufig betroffen: Bekannte Portale

Bei einer kursorischen Überprüfung im Tor-Netzwerk durch die Experten tauchten übrigens ad hoc rund 5000 käufliche Zugangsdaten auf, darunter vorrangig bekannte Portale wie „Naughty Americy“, „Brazzers“, „Mofos“, „Reality Kings“ und „Pornhub“. Wer also Lust und Laster am liebsten mobil erleben will, sollte die Augen offen halten, misstrauisch bleiben und App-Freigaben kritisch hinterfragen.

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