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5G-Testnetz in Berlin – Telefónica Deutschland und Nokia ziehen nach

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Langsam aber sicher wird es konkret: Der Kommunikationsstandard 5G steht in den Startlöchern. Nachdem die Telekom bereits zu Test-Zwecken 5G-Antennen in Berlin installiert hat, springen nun auch Telefónica Deutschland und Nokia auf den 5G-Zug auf. Ziel: Übertragungsraten von bis zu 10.000 Mbit/s. Das gemeinsame Testnetz hört auf den Namen „Early 5G Innovation Cluster“ und soll noch 2018 in der Hauptstadt errichtet werden. Zuerst steht aber die Weiterentwicklung von 4G und 4.5G auf dem Plan.

Mit dem 5G-Pilotnetz wollen Netzbetreiber Telefónica Deutschland und Systemtechnik-Hersteller Nokia ihre Zusammenarbeit vertiefen. Bevor das Testfeld in Berlin an den Start geht, wollen die beiden Unternehmen in einem Labor in München an nutzerrelevanten Erweiterungen des 4G-Netzes arbeiten.

4.5G- und 4.9G-Technologie als Wegbereiter

Die 4.5G- und 4.9G-Technologie von Nokia sei laut Telefónica ideal, um den Weg für das 5G-Netz der Zukunft zu ebnen. Im Vergleich zum aktuellen 4G-Standard seien schnellere Datengeschwindigkeiten, größere Kapazitäten und verkürzte Latenzzeiten möglich.

Als Latenzzeit wird die Zeitverzögerung zwischen dem Absenden von Daten und dem Erhalt der Rückantwort bezeichnet. Diese Reaktionsverzögerung wird mitunter auch als „Ping“ bezeichnet.

Nokia spielt dabei eine tragende Rolle bei der Umwandlung der aktuellen 3G- beziehungsweise 4G-Netzstruktur: Die Finnen bereiten die Mobilfunkanlagen auf 5G vor und liefern gleichzeitig relevante Schlüssel-Technologie.

Cayetano Carbajo Martín, CTO Telefónica Deutschland, lässt zur Kooperation verlauten:

„Die jetzt für Deutschland vereinbarte Zusammenarbeit ist ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg zu 5G, aufbauend auf einer globalen Vereinbarung mit Nokia. Der Zugriff auf die neueste Technologie von Nokia unterstützt uns dabei, den neuen Mobilfunk-Standard besser zu verstehen und sehr frühzeitig praxisrelevante Tests durchzuführen.“

5G: Schnelle Antworten und hohe Kapazitäten

Kurze Antwortzeiten und die Bereitstellung großer Kapazitäten seien die primären Forschungsschwerpunkte. Für das „Early 5G Innovation Cluster“ werde Nokia fortschrittliche Antennentechnologie einsetzen: „Massive MIMO“ soll hohe Übertragungsraten auf Nutzerseite ermöglichen und „Multi-Access Edge Computing (MEC)“ im Backbone für schnelle Antworten sorgen.

Als Backbone-Netz wird eine Netz-Infrastruktur aus kleineren Teilnetzen bezeichnet. Ein Backbone stellt die nötige Infrastruktur für die Vernetzung mehrerer Netzwerkstrukturen bereit und wird auch als Hauptnetz bezeichnet. Diese Kernbereiche eines Netzwerkes sind meist aus Glasfaserkabeln gefertigt und bieten eine hohe Bandbreite.

Hallo, Roboter und autonome Fahrzeuge

Die Telefónica gibt gleichzeitig einen Ausblick in die Zukunft: Das High-Speed-Internet soll für Maschinen-Kommunikation eine wichtige Voraussetzung sein. Industriezweige, die sich mit Roboterfertigung und autonomer Fahrzeugsteuerung beschäftigen, profitieren von einem stabilen Kommunikationsnetz mit kurzer Latenz. Hohe Kapazitäten sind dabei beispielsweise für Virtual Reality relevant – für die perfekte Immersion bedarf es nämlich hochauflösende Bilder.

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