Startseite News & Trends Des einen Leid, des anderen Freud‘.

Des einen Leid, des anderen Freud‘.

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Quartalszahlenzeit!

Ihr habt es sicher mitbekommen, zum ersten Mal seit 13 Jahren muss sich Apple mit sinkenden Umsätzen zufrieden geben. Erwähnenswert? Ja, doch, schon.
Denn was in anderen Branchen zur schmerzlichen Normalität gehört, schien für das i-Unternehmen lange Zeit geradezu ausgeschlossen. Um zu verstehen, wie bedeutend der Umsatzrückgang tatsächlich ist, reicht ein Blick aufs Kalenderblatt: 13 Jahre.
2003 – das war, als Mobilfunk noch Nokia/Siemens/Motorola hieß. Es war die Hochzeit der DVD, Digicams zeichneten Videos in VGA auf, und „Hartz IV“ hätte man für eine Autobahn ins Mittelgebirge gehalten. Noch Fragen?
Erst ein Jahr zuvor hatte Apple den ersten iPod vorgestellt und legte damit das Fundament für seinen bahnbrechenden Erfolg. Ergonomie, Design und High-Tech in einem Gerät zu vereinen, das war in dieser Konsequenz neu. MP3-Player sahen bis dahin aus wie missratene Telespiele, und Handys – ach, von Handys schweigen lieber gleich.

Das konnte ja nicht gut gehen: Erster Umsatzeinbruch nach 13 Jahren

Was folgte ist bekannt: iPhone, iPad, Macs. Irgendwann kamen dann noch größere iPhones und noch kleinere iPads, sprich: Alles was das Herz des stilbewussten Käufers je auch nur begehren konnte. Lange Zeit kannte die Umsatzkurve der Church of Steve folgerichtig auch nur eine Richtung: Nach oben. Und nun das: Zum ersten Mal seit über zehn Jahren ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal gesunken, und zwar um stattliche 7,4 Milliarden Dollar von 58 auf „nur“ noch 50,6 Milliarden. Und so bleiben auch nur noch 10 Milliarden Reingewinn übrig.
Naja, es lässt sich wohl verschmerzen.
Übrigens, als Grund wird vor allem die lahmende Konjunktur in China genannt, genauso gilt aber auch Apples Innovationsträgheit als Auslöser. Zwei Jahre Abstand zwischen zwei Flaggschiffgenerationen, das gilt vielen mittlerweile als zu lang. Es lässt sich nicht länger leugnen – Apple braucht eine neue Idee.Infografik (1)

Ganz anders in Seoul

Weltmarktführer Samsung hingegen kann seine Umsätze kräftig steigern, und das verdanken die Südkoreaner vor allem ihrer Handysparte. Ganze 42 Prozent Gewinnsteigerung weist Samsung für das vergangene Quartal aus. Damit beweist Samsung weiterhin sein gutes Händchen, wenn es um das Setzen von Trends geht. Ganz vorne mit dabei: Das Flaggschiff des Jahres, das Galaxy S7. Die Scharte, die das glücklose Samsung Galaxy S5 vor zwei Jahren hinterlassen hatte, dürfte damit mehr als ausgewetzt sein.
Der Abstand zwischen den beiden Rivalen vergrößert sich damit zusehends, und auch ein dritter, nämlich Google dürfte sich über diese Zahlen freuen, bedeutet doch jedes verkaufte Android-Phone mehr Marktmacht und mehr Einfluss auf den weltweiten Technologiesektor.
Einziger Wermutstropfen: Trotz steigender Umsätze hat Samsung mit stagnierenden Gewinnzahlen zu kämpfen. Denn auf dem Markt für Android-Geräte muss sich Samsung gegen starke Konkurrenz aus China behaupten. Das Problem kennt Apple nun wahrlich nicht, denn wer ein iPhone will, der muss zum großen Vorreiter aus Cupertino kommen.

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