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Klein, kleiner, 7 Nanometer – TSMC geht in Risikoproduktion

7 Nanometer
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Der taiwanische Halbleiterhersteller TSMC geht im zweiten Quartal dieses Jahres mit dem 7-Nanometer-Verfahren in Risikoproduktion für den neusten Chip. 2018 soll dieser dann an Kunden mit großen Namen ausgeliefert werden. Im Gespräch seien Xilinx und Nvidia, auch Apple soll interessiert sein. Sogar Prozessoren-Hersteller Qualcomm, der für viele Android-Smartphones produziert, soll auf der Interessenten-Liste stehen. Insgesamt wird von 15 potenziellen Kunden für den High-End-Chip ausgegangen.

No risk, no fun

Die Risikoproduktion hat begonnen. Das ist nichts Gefährliches und bedeutet lediglich, dass TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) in Vorserienproduktion geht, damit der Chip ausreichend getestet werden kann. Ziemlich sicher ist, dass der im 7-nm-Verfahren produzierte Chip im 2018er iPhone von Apple genutzt wird. Bereits jetzt nutzt Apple einen von TSMC gefertigten Chip, der mit einer minimalen Strukturgröße von 10 nm produziert wird. Bis zur fertigen Version in Form neuer High-End-Geräte müssen wir uns aber noch bis 2018 gedulden.

iPhone 7

Nano…was?

Was bedeuten die Bezeichnungen in Nanometer eigentlich? Die Angabe bezeichnet eine Herstellungsgeneration und bezieht sich dabei auf die kleinste herstellbare Strukturgröße des Chips. Da unsere Smartphones vor allem Platz für beispielsweise große Akkus haben sollen, gilt hier natürlich die Devise: Je kleiner, desto besser. Die Chips sollen aber nicht nur kleiner sein, um mehr Platz für andere Technik freizumachen, sondern gleichzeitig soll der Chip auch mehr Leistung erbringen und energieeffizienter arbeiten. Daran arbeiten Unternehmen der Halbleiterbranche seit Jahren.

Qualcomm ließ seine Snapdragon-Reihe vom Auftragsfertiger TSMC herstellen. Der erste Snapdragon erblickte 2007 das Licht der Welt. Bei der Herstellung des Snapdragon S1 verwendete TSMC die minimale Strukturgröße von 65 nm, bei dem Snapdragon 820, der 2015 von Samsung gefertigt wurde, waren es nur 14 nm. Der neue Snapdragon 835, auch hier ist der Auftragsfertiger Samsung, wurde im 10-nm-Verfahren hergestellt.

Wozu das Ganze?

Seit den letzten Jahren verringert sich die Strukturgröße enorm. Klar, das ist platzsparend, denn wir möchten unsere Smartphones mit immer mehr Features bestückt haben. Nur platzsparend reicht aber nicht. Die Chips sollen trotz verringerter Größe mehr leisten als ihre Vorgänger. TSMC gibt an, dass der neue Prozessor in 7-nm-Verfahren eine 15-20-prozentige höhere Performance erbringen soll. Außerdem tüfteln die Ingenieure des Unternehmens bereits an 5-und-3-nm-Technologien. Wir sind gespannt, was die Zukunft in den nächsten vier Jahren in unsere Smartphones bringt.

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