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Kirin 980: 7-nm-Chip mit doppelter AI-Performance

Der neue Kirin 980
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Schnell und energiesparend – so beschreibt Huawei Gründer Richard Yu den neuen Kirin 980 Chip, den er im Rahmen der IFA 2018 höchstpersönlich in Berlin vorgestellt hat. Der Chip arbeitet deutlich effizienter als sein Vorgänger und ist vor allem darauf ausgelegt, die KI-Performance voranzutreiben.

Der Kirin 980 wird erstmalig im 7-nm-Verfahren hergestellt und besitzt 6,9 Milliarden Transistoren. Zum Vergleich: Beim Vorgänger Kirin 970 stecken 5,5 Milliarden Transistoren auf dem Chip. Die zusätzlichen Schaltungen benötigen dank 7-nm-Fertigkeit weniger Energie. Dank höherer Taktrate wird gleichzeitig das Starten von Apps beschleunigt, eine flüssigere User-Experience und besseres Multitasking sind damit die Zielmarke. Die acht Kerne des Prozessors unterteilen sich zwei A76-Doppelpacks mit 2,6 GHz und 1,9 GHz sowie einen A55-Vierer mit 1,8 GHz. Verglichen mit dem Kirin 970 liefert der neue Chip eine 75 Prozent höhere Performance bei um 58 Prozent besserer Energieeffizienz.

Kirin 980
Der Kirin 980 arbeitet schnell und energiesparend.

Erster Chip mit Dual-NPU

Huawei hat die NPU (Neural Processing Unit) verbessert, sie ist für KI-Tasks zuständig. Der Kirin 980 ist mit einer Bilderkennungsfunktion ausgestattet, die 120 Prozent schneller arbeiten soll als die des Kirin 970. Sie erkennt bis zu 4.500 Bilder pro Minute, wertet sie blitzschnell aus und schlägt Optimierungen vor. Auch Gamer kommen auf ihre Kosten: Die integrierte GPU vom Typ Mali-G76 bietet eine 46 Prozent höhere Rechenleistung für Spiele und gleichzeitig eine um 178 Prozent verbesserte Energieeffizienz im Vergleich zum Vorgänger Kirin 970.

Optimierter Bildprozessor

Huawei hat zudem den proprietären Bildprozessor (ISP) des Kirin 980 verbessert, der das Bildrauschen bei HDR-Aufnahmen reduziert. Es unterstützt außerdem Multi-Kamera-Konfiguration und HDR-Farbwiedergabe-Technologie. Der Chip soll von Motiven nicht mehr nur grobe Umrisse erkennen, sondern sogar zwischen kleineren Details unterscheiden können. Die Echtzeit-Bearbeitung von Bildern ist mit dem Chip nicht nur wie bislang bei Bildern möglich, sondern erstmalig auch bei Videos.

Echtzeitbearbeitung durch den Kirin 980
Mit dem Kirin 980 lassen sich auch Videos in Echtzeit bearbeiten.

Schnelleres LTE und 5G-Möglichkeit

Das LTE-Modem des Chips schafft mit bis zu 1,4 GBit/s eine nochmal deutlich schnellere Downloadgeschwindigkeit als das Vorgängermodell. Damit nicht genug: Der Kirin 980 lässt sich laut Huawei mit einem 5G-Modem koppeln, das den Namen Balong 5000 trägt. Das Modem muss allerdings zusätzlich an ein Gerät verbaut werden. Mit 5G wären Up- und Downloadzeiten bis zu zehnmal schneller als im derzeit aktuellen LTE-Netz.

Der neue Octa-Core-Prozessor wird unter anderem im Huawei Mate 20 Pro zum Einsatz kommen, das am 16. Oktober 2018 vorgestellt wird.

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