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Facebook revolutioniert den Video-Chat

Facebook erfindet den Video-Chat neu
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Facebook will unser Leben wieder einmal radikal verbessern. Das zeigte sich bereits auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz F8, auf der das Unternehmen ein paar seiner Pläne für die nächsten zehn Jahre enthüllte – darunter eine Technologie, mit der Menschen über die Haut hören können und ein Programm mit dem wir in zehn Jahren per Gedankenübertragung schneller tippen können sollen. Zugegeben, das klingt alles eher nach Science-Fiction, als nach der Realität. Etwas greifbarer erscheint daher ein Projekt, an dem Facebooks Building-8-Labor aktuell arbeiten soll: ein Video-Chat-Device der ganz neuen Art.

Beim heutigen technischen Entwicklungsstand beschleicht mich häufig das Gefühl, dass es kaum noch möglich ist, gänzlich neue Geräte zu entwickeln. Smartphone, Tablet und Laptop werden schließlich stetig erweitert und können dank KIs und Apps jede Aufgabe übernehmen. Genau das ist es ja auch, was viele Nutzer so sehr an den smarten Geräten schätzen: Ihre Vielseitigkeit. Facebook schaut darüber gekonnt hinweig und entwickelt einfach mal ein einfacheres Gerät. Das Unternehmen soll Insiderinformationen zufolge aktuell an einem Gerät nur für Videochats arbeiten.

Smartphone Facebook
Video-Chats können auch über das Smartphone geführt werden.

Ja richtig gelesen: Facebook baut ein Gerät mit nur einer Funktion. Dafür soll es genau dafür optimiert sein – mit einer künstlichen Intelligenz, die Gesichter erkennt und die Hardware-Komponenten – Weitwinkel-Kamera, Mikrofone und Lautsprecher – ganz selbstständig steuert. Für die Entwicklung dieser KI soll Facebook ehemalige Apple-Mitarbeiter angeheuert haben, die an der Entwicklung von Siri beteiligt waren. Das smarte System soll den Nutzern insgesamt das Gefühl geben, dass sie nicht chatten, sondern einander gegenübersitzen.

Ein Tablet mit nur einer Funktion?

Bedient werden soll das Video-Chat-Gerät über einen 13 bis 15 Zoll großen Touchscreen – die Größe geht in Richtung Laptop. Damit das Gerät nicht permanent in den Händen gehalten werden muss, soll es zusätzlich einen schmalen Ständer bekommen. Erwartet uns also ein großes Tablet mit abgespeckten Funktionen? Den aktuellen Informationen zufolge ja. Denn offenbar hat Facebook bisher keine weiteren Features für sein neues Device geplant. Der Konzern scheint mit der Entwicklung auch bereits weit fortgeschritten zu sein: Informationen von Bloomberg zufolge wird das Gerät bereits von Nutzern getestet. Dementsprechend könnte Facebook seinen neuesten Streich bereits auf seiner Entwicklerkonferenz F8 im kommenden Jahr vorstellen.

Dass der Social-Media-Riese auf ein Gerät setzt, das tatsächlich nur für eine Funktion optimiert ist, erscheint allerdings unwahrscheinlich. Denn der Konzern hat gerade auf der F8 gezeigt, dass er in sehr viele verschiedene Richtungen denkt. Möglich wäre also durchaus, dass Facebook sein neues Device mit weiteren Funktionen bestückt – zum Beispiel dem virtuellen Treffpunkt Facebook Spaces. Die App ist derzeit schon als Beta im Oculus Store erhältlich und könnte auch über das neue Device gesteuert werden. So würde Zuckerberg auch Nutzern, die keine VR-Brille besitzen, den Zugang zu Spaces ermöglichen. Auch das Thema AR spielt für Facebook mittlerweile eine große Rolle – dafür ließen sich ebenfalls Funktionen in dem neuen Gerät implementieren.

Facebook versucht es weiter mit eigenen Geräten

Mit seiner Software ist Facebook ganz weit oben: Mit seiner Social-Media-Plattform ist der Konzern ganz oben. In puncto Hardware hat das Unternehmen von Mark Zuckerberg bisher aber kein großes Glück gehabt. 2013 hatte das Unternehmen erstmals probiert ein eigenes Gerät auf dem Markt zu etablieren – das Facebook-Phone HTC First. Der Erfolg blieb leider aus. Neuen Berichten zufolge sollen die Entwickler von Building 8 aber bereits an einem neuen Smartphone arbeiten, das vermutlich sogar modular wird.

KI
Facebook will eine künstliche Intelligenz bauen, die auf mehreren Geräten zum Einsatz kommen soll.

Zudem scheint sich Facebook auch für den Bereich Smart Home zu begeistern. Gerüchten zufolge möchte Mark Zuckerberg einen Smart Home-Assistenten als Konkurrenz für Amazons Echo auf den Markt bringen – zu einem deutlich günstigeren Preis. Hier soll ebenfalls die bereits erwähnte künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen.

DJ Läzer

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