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Spotify Lite: Der Streaming-Dienst hat abgespeckt

Spotify Lite
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Musik rund um die Uhr: Spotify, Deezer und Co machen es möglich. Nun gibt es mit Spotify Lite eine neue Version der beliebten Musik-App, die allerdings auf Haupt-Features reduziert ist. Wir haben uns den Musik-Player auf Sparflamme einmal genauer angesehen und verraten Dir, was wir davon halten.

Lite-Versionen von Apps zu kreieren ist keine neue Idee. Die abgespeckten Anwendungen finden sich haufenweise in den Appstores von Google und Apple. In vielen Fällen handelt es sich bei der Lite-Version um eine kostenlose Demo. Du kannst Dich also schon einmal mit den Funktionen der Anwendung vertraut machen und danach entscheiden, ob Du die App kaufen möchtest, um alle Features zu nutzen. Mittlerweile tauchen jedoch vermehrt Mini-Programme auf, deren große Geschwister eigentlich auch kostenlose Apps mit Premium-Feature sind. Facebook und Instagram haben es vorgemacht, nun zieht auch der Musik-Anbieter Spotify mit der App Spotify Lite nach.

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Rock around the clock: Spotify macht's möglich.

Nutzen und Vorteile einer Lite-App

Warum aber sollen sich User mit beschränkten Versionen ihrer Lieblingsanwendungen zufriedengeben? Das hat einen einfachen Grund: Wenn Du Facebook, Spotify und Co von unterwegs nutzt, verbrauchst Du sehr viel Datenvolumen. Insbesondere, wenn es um Musik-Streaming und Video-Uploads oder -Downloads geht. Mit einer reduzierten Lite-Version bekommst Du eine kleine App, die auf die wichtigsten Funktionen beschränkt ist. Dadurch sparst Du Datenvolumen und Speicherplatz.

Das bedeutet im Fall von Spotify Lite: Anstelle von 100 MB, verbraucht die abgespeckte Version lediglich 15 MB Deines Speichers. Außerdem soll der Datenverbrauch der Schmalspur-App geringer sein als der des Originals.

Spotify Lite – verschlimmbesserter Streaming-Dienst?

Vor allem für Menschen ohne unbegrenztes Datenvolumen oder Musik-Flat könnten von Spotify Lite profitieren, oder? Ja, in der Theorie. Tatsächlich scheint die Lite-Version des Streaming-Dienstes allerdings alles andere als praktisch zu sein. Du erinnerst Dich sicher: Vor nicht allzu langer Zeit konnten Nicht-Premium-Kunden noch nicht direkt Musik-Titel anwählen, sondern mussten sich mit der zufälligen Zusammenstellung einer Playlist zufriedengeben. In der Original-Version von Spotify hat sich das zumindest unter iOS inzwischen geändert, in der Lite-Version gibt es diese Einschränkung jedoch – und das auch für Premium-Nutzer.

Darüber hinaus können Premium-Kunden keine Songs herunterladen und sie offline hören. Klingt erst einmal praktisch, ist es aber nicht. Denn es wird zwar weniger Speicherplatz gebraucht, weil die Lieder nicht erst auf das Smartphone heruntergeladen werden, der Datenverbrauch verringert sich dadurch aber nicht. Außerdem ist das Offline-Hören von Songs ein Grund, sich für einen Premium-Account zu entscheiden, der mit Spotify Lite entfällt.

Um Speicher- und Datenverbrauch zu minimieren, lässt sich bei Spotify Lite die Songqualität nur auf „niedrig“ und „hoch“ einstellen. „Extrem“ ist in der Lite-Version nicht vorgesehen.

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Spotify Lite: Die Idee ist gut, die Umsetzung enttäuschend

Lohnt sich Spotify Lite trotzdem?

Premium-Nutzer werden an Spotify Lite nicht lange Spaß haben. Dafür sind die Kompromisse einfach zu groß. User, die den Streaming-Dienst allerdings ohnehin kostenlos nutzen, sind an Einschränkungen gewöhnt und können sich sicher leichter mit der App anfreunden. Auch User mit Musik-Flat, unbegrenztem oder zumindest sehr viel Datenvolumen können Spotify Lite gut nutzen. Außerdem: Die App steckt derzeit in der Beta-Phase und die Entwickler setzen auf das Feedback der Community. Zukünftige Versionen von Spotify Lite könnten also deutlich nützlicher ausfallen.

Spotify Lite ist im Google Play Store kostenlos verfügbar. Für iOS gibt es Spotify Lite bisher noch nicht.

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