Startseite News & Trends Die Crowd will faire Smartphones: Fairphone sammelt 1,3 Millionen Euro über Crowdfunding

Die Crowd will faire Smartphones: Fairphone sammelt 1,3 Millionen Euro über Crowdfunding

Crowdfunding Fairphone: Hände werfen Geld in Spargläser
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Fairphone hat mit dem Thema Crowdfunding gute Erfahrungen gemacht. Mit Hilfe vieler Unterstützer konnte das Unternehmen bereits zwei Smartphones produzieren. Nun setzt das Unternehmen wieder auf die finanzielle Hilfe von Menschen, die sich für das Projekt begeistern. Mit einer neuen Kampagne hat das Unternehmen innerhalb von 13 Tagen satte 1,3 Millionen Euro gesammelt. Diese sollen dieses Mal allerdings nicht in neue Smartphones fließen.

Die niederländische Firma Fairphone steht für fair produzierte Smartphones. Das Unternehmen bemüht sich nicht nur um faire Arbeitsbedingungen in Fabriken, sondern auch um nachhaltige Rohstoffgewinnung und Recycling. Fairphones bieten ihren Nutzern eine ganze Menge. Die Technik ist gut, die Software aktuell, wenn auch nicht auf dem neuesten Stand – mit den großen Playern auf dem Markt kann das Unternehmen aber nicht mithalten. Zwar hält sich die Firma unter der Führung von Bas van Abel über Wasser, für große Sprünge bedarf es jedoch einiger Unterstützung.

Diese kommt aktuell in Form von schon fast 1,4 Millionen Euro aus der Bevölkerung. Das Unternehmen hat in einer Crowdfunding-Kampagne über OnePlanetCrowd innerhalb kürzester Zeit sein Minimalziel von einer Million Euro erreicht und überholt. Damit ist auch schon mehr als die Hälfte des Maximalziels zusammengekommen. 2,5 Millionen Euro wollte die Firma im Idealfall erreichen. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann das noch bis zum 15. August tun.

Du willst wissen, wie Smartphones insgesamt nachhaltiger genutzt werden könnten? Wir zeigen Dir in unserem Artikel Nachhaltigkeit und Smartphone – Passt das zusammen? einige Möglichkeiten dafür auf. In unserem Artikel Faires Smartphone oder Hightech – Deine Entscheidung erfährst Du, ob Handys per se unfair produziert werden.

Kein neues Fairphone in Sicht

Fairphone 1
Das erste Fairphone wurde auch über Crowdfunding finanziert.

Das Geld fließt dieses Mal direkt in das Unternehmen und nicht in die Produktion eines neuen Fairphones. Die laufenden Kosten und die Ausweitung des Geschäftsbetriebs sollen damit finanziert werden. Die Geldgeber werden auf Wunsch Anteilseigner der Firma und können so langfristig von ihrer Investition profitieren – bei Erfolg wohlgemerkt. Die Crowdfunding-Plattform sieht ein hohes Risiko in der Unternehmung. Aus Sicht der Experten wird die aktuelle Investition nicht ausreichen und weitere Förderungen in diesem und den kommenden Jahren nötig werden, um den Erhalt der Firma zu sichern.

Kleines Schiff im schweren Fahrwasser

Fairphone hat es nicht leicht. Während die Idee viele Kunden begeistert hat das Unternehmen immer wieder mit Problemen der Zulieferer und sogar unvorhersehbar hohem Kundenandrang zu kämpfen. So hatte das Unternehmen nicht mit dem großen Erfolg des modularen Fairphone 2 gerechnet und zu wenige Smartphones produziert. Dabei kann sich das Fairphone aber immer wieder auf seine Fans verlassen. Schon 2014 hatte der Hersteller Geld über Crowdfunding gesammelt, um das erste Gerät zu produzieren. Auch der Produktion des Fairphone 2 ging eine entsprechende Kampagne voran.

Für die aktuelle Finanzierungsrunde gilt ein klarer Plan: Die Summe soll jährlich mit 5 Prozent verzinst und nach fünf Jahren voll zurückgezahlt werden. Eine Hintertür hat sich das Unternehmen allerdings offengehalten, falls die Finanzierung nicht ausreicht. Die Anteilsnehmer aus dem Crowdfunding müssen ihre Anteile verkaufen, wenn mehr als 50 Prozent der Anteilsnehmer dies ebenfalls tun. Diese Regelung wird getroffen, um zu verhindern, dass sie dem Verkauf der Firma entgegenwirken.

Umweltschutz mit DEINHADNY

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