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Digital Natives: Sex oder Smartphone?

Digital Natives
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Sind die Digital Natives alle selbstverliebt und abhängig von ihren Smartphones? Die Studie einer Marketingagentur legt das nahe. Dabei geht die Abhängigkeit von smarten Geräten wohl soweit, dass Digital Natives eher auf Sex als auf ihr Smartphone verzichten würden.

Smartphone auf Fahrrad
Digital Natives: Verliebt in sich und ihr Smartphone.

Das Smartphone ist für viele Deutsche mittlerweile der wichtigste Begleiter im Alltag geworden. Zum einen deckt es eine ganze Reihe nützlicher Funktionen ab, zum anderen ist es auch die Nummer eins in puncto Unterhaltung. Fünf Minuten auf die Bahn zu warten, ohne dabei auf das Smartphone zu gucken, scheint unmöglich. Die Vermutung, dass viele Menschen – besonders Jugendliche und junge Erwachsene – von ihren Smartphones abhängig sind, konnte bereits 2014 mit einer Studie bestätigt werden. Eine neue Untersuchung der Marketingagentur SYZYGY zeigt nun, dass besonders die Millennials – Personen, die zwischen 1981 und 1998 geboren wurden – vom Smartphone abhängig sind. Sie werden auch als Digital Natives bezeichnet, weil sie in der digitalen Welt aufgewachsen sind.

Millennials lieben sich

Dígital Native Narzisst
Smartphone, Smartphone in der Hand, wer ist der Schönste im ganzen Land?

Der Studie zufolge sind sie vor allem selbstverliebt, eitel und süchtig nach ihrem Smartphone. Psychologisch betrachtet weisen sie sieben Eigenschaften auf, die für Narzissmus sprechen. Diese werden durch Smartphone und verschiedene Service-Angebote, die darüber genutzt werden können, verstärkt – meinen die Macher der Studie. Sprachbasierte Assistenten wie Siri, Alexa oder demnächst Samsungs Assistent Bixby, werden zum persönlichen Unterstützer und befeuern den Nutzer in seinem Gefühl, der oder die Größte, Tollste, Klügste und Beste zu sein. Ebenfalls unterstützend wirken On-Demand-Apps, die auf einen Klick sofort einen Service liefern. Dazu gehören Amazon Prime, Lieferservices, und Streamingdienste. Auch das Selfie: Es ist nicht nur ein Ausdruck des Selbstbewusstseins abgebildeter Personen, sondern verstärkt auch deren Narzissmus. Jedes dritte Foto, das in sozialen Netzwerken gepostet wird, ist ein Selfie.

Sie glauben, dass sie einen Anspruch auf bestimmte Privilegien und exklusive Leistungen haben. Sie sind überzeugt davon, dass sie mit einer gewissen Überlegenheit anderen gegenüber durchs Leben gehen. Sie neigen zum Exhibitionismus, was sich vor allem in Selbstdarstellung äußert. Zudem entwickeln sie zunehmend eine starke Eitelkeit. Auch Selbstständigkeit und Autorität gehören zum Eigenschaften-Pool eines Narzissten. Narzissten gehen also davon aus, dass sie sie selbst die richtigen Entscheidungen treffen, kompetenter als andere sind und in der Lage sind, gute Führungspersonen zu sein. Und zu Guter Letzt: Instrumentalisierung, die sich darin äußert, dass Narzissten Macht über andere Personen ausüben.

Schluss mit Sex, Drugs and Rock’n’Roll

Digital Natives Selfie
Millenials posten in sozialen Netzwerken am häufigsten Selfies.

Bilder haben ohne die „Likes“ keinen Wert mehr. Deshalb müssen sie ständig in den sozialen Netzwerken gepostet werden. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Digital Natives, die häufiger Dinge in sozialen Netzwerken posten, um 25 Prozent narzisstischer sind als andere. Der Durchschnitt liegt bei ein bis zwei Beiträgen in den sozialen Netzwerken. Dabei werden am häufigsten Selfies gepostet.

Kaum zu glauben: 48 Prozent der befragten Personen würden lieber einen Monat auf ihr Frühstück verzichten als auf ihr Handy. Auch Sex, Drugs and Rock’n‘Roll sind out: 28 Prozent würden sogar eher auf Sex verzichten als auf den smarten Begleiter. Kein Wunder, denn 17 Prozent der Millennials sind emotional abhängiger von ihrem Smartphones als die Personen der Vergleichsgruppen.

Die Vergleichsgruppe

Die Studie wurde mit 1.024 Personen durchgeführt, die zwischen 1981 und 1998 geboren wurden, das Durchschnittalter lag bei 28 Jahren. Sie mussten sich einem psychologischen Test unterziehen und wurden außerdem zu ihrem digitalen Nutzungsverhalten befragt. Zum Vergleich wurde eine Gruppe von 1.004 Personen herangezogen, die aus der Generation X – 1965 bis 1980 geborene Personen – und der Generation der Baby Boomer – 1945 bis 1964 geborene Personen – stammten. Sie waren im Schnitt 44 und 60 Jahre alt und werden als Digital Immigrants bezeichnet.

Samsung Galaxy S8

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