Nachhaltigkeit-App – 3 beste kostenlose Apps für Umweltbewusste

Smartphones und Umweltschutz scheinen auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen. Wer zum Wohle der Umwelt nicht komplett auf mobile Technik verzichten möchte, aber dennoch einen Beitrag leisten will, bewusster mit unseren Ressourcen umzugehen, der greift zur Nachhaltigkeit-App. Wir haben die besten kostenlosen Anwendungen für Android und iOS für Dich getestet.

Das Thema Nachhaltigkeit ist aktueller denn je und stellt viele vor große Herausforderungen. Um umweltbewusster zu leben, muss jedoch nicht das komplette Verhalten sofort umgekrempelt werden, auch kleine Veränderungen sind ein erster Schritt in die richtige Richtung. Das Smartphone und die passende Nachhaltigkeit-App können unter anderem dabei helfen, regional und bewusst einzukaufen, den Plastikkonsum zu reduzieren oder den Stromverbrauch im Blick zu behalten. Eine Auswahl der besten drei grünen Anwendungen haben wir hier für dich getestet.

Too Good To Go – Gegen Lebensmittelverschwendung

Too Good To Go ist eine Nachhaltigkeit-App, die der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt hat. Mittlerweile bieten in der Anwendung zahlreiche Geschäfte und Restaurants Mahlzeiten und Lebensmittel zu einem günstigen Preis an, die ansonsten weggeworfen werden würden. In Supermärkten handelt es sich dabei in der Regel um Produkte, die Transportschäden aufweisen und um Obst und Gemüse mit Druckstellen oder anderen Makeln. Es können aber auch Produkte sein, deren Mindesthaltbarkeitsdatum kurz bevorsteht oder schon überschritten ist, die aber nach wie vor genießbar sind. Restaurants bieten Mahlzeiten an, die etwa beim Mittagstisch oder Buffet übriggeblieben sind.

TGTG

Die Angebote, die über Deinen Standort angezeigt werden, sind nach verschiedenen Kategorien sortiert, Frühstück, Mittag, Abendessen, Lebensmittel und Backwaren. Du suchst Dir einfach eines der Angebote aus, reservierst vorab die entsprechende Anzahl der Portionen, wählst eine Zahlungsmethode aus und kaufst die Mahlzeit bargeldlos direkt über die App. Bei der Abholung zeigst Du den Kaufbeleg vor und erhältst die Lebensmittel. Du musst allerdings beachten, dass es sich um Überraschungsportionen handelt. Du bekommst das, was nach dem Tagesgeschäft übrigbleibt, sodass vorab keine Hinweise zu Inhaltsstoffen und eventuellen Allergenen getroffen werden kann. Nach vegetarischen oder veganen Angeboten lässt sich jedoch filtern.

Vor- und Nachteile

  • Mahlzeiten oft um die Hälfte reduziert
  • interaktive Karte
  • komplette Abwicklung über die App
  • vorgegebene Abholzeit

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My Little Plastic Footprint – Gegen Plastikkonsum

Die Nachhaltigkeit-App My Little Plastic Footprint hilft dabei, Dir Deinen persönlichen Plastikkonsum vor Augen zu führen und Alternativen für ein plastikfreies Leben zu finden. Nach der Registrierung mit Deiner E-Mail-Adresse oder Facebook-Account gibst Du zunächst Dein Geschlecht, Dein Alter und Deinen aktuellen Wohnort an. Danach erscheint eine Auswahl an Gegenständen, zu denen Du angibst, ob Du sie aktuell als Plastik-Variante benutzt. Diese Angaben sind notwendig, um Deinen Plastic Mass Index, den so genannten PMI zu berechnen und diesen innerhalb Deines Heimatlandes einordnen zu können.

Plastic Footprint

Der PMI steht für Deinen persönlichen Beitrag zur weltweiten Verunreinigung mit Plastik. Je niedriger Deine Punktzahl ist, desto geringer ist Dein persönliche Beitrag. Der PMI-Wert jedes Gegenstandes orientiert sich an der Menge an Plastik, der Häufigkeit der Nutzung, der Verfügbarkeit und dem potenziellen Umwelteinfluss. Du kannst nun Deine Plastik-Diät starten, indem Du die Gegenstände aus verschiedenen Kategorien, z.B. Küche, Badezimmer oder Reisen durchgehst. Gib dabei an, ob Du diese bereits als plastikfreie Variante nutzt oder füge sie Deiner Diät hinzu, wenn Du Dein Konsumverhalten in Bezug auf ein Produkt ändern möchtest. Hast Du einen Artikel durch ein Produkt ohne Plastik ausgetauscht, passt sich Dein PMI entsprechend an.

Vor- und Nachteile

  • zeigt Tipps und plastikfreie Alternativen an
  • intuitive Bedienung
  • nur auf Englisch verfügbar

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Saisonkalender – Gegen lange Transportwege

Die Nachhaltigkeit-App des Bundeszentrums für Ernährung (BFzE) unterstützt Dich dabei, Obst und Gemüse zur richtigen Zeit einzukaufen. Dabei werden Dir immer die saisonalen Sorten angezeigt. Der Saisonkalender beschränkt sich dabei nicht nur auf heimische Obst- und Gemüsesorten. Auch Obstsorten, die nur importiert werden, wie etwa Bananen oder Zitrusfrüchte, haben in den entsprechenden Anbauländern Saisonzeiten. Es empfiehlt sich also, diese Früchte auch zu kaufen, wenn das Importangebot am höchsten ist. Wenn es eine Ware in einem Monat als heimische Variante und als Import gibt, solltest Du am besten auf die heimische Alternative zurückgreifen.

Saisonkalender

Auf der Startseite des Saisonkalenders findest Du den aktuellen Monat mit dem Obst und Gemüse, das gerade Saison hat. Dabei sind sowohl heimische als auch importierte Sorten aufgelistet. Du kannst Dir aber auch ausschließlich heimisch angebaute Waren oder nur Importwaren anzeigen lassen. Wird ein Obst oder Gemüse auf der Startseite nicht angezeigt, gibt es aktuell nur ein kleines heimisches Angebot sowie wenig Importware, sodass es vom BZfE in diesem Monat nicht zum Kauf empfohlen wird. In diesem Fall suchst Du fehlende Waren auch in der Übersicht gezielt heraus. Mit einem Klick auf ein einzelnes Produkt erscheint ein Balkendiagramm über die Saisonzeiten je Monat. Hier werden Dir einzelne Monate oder das ganze Jahr gegenübergestellt.

Vor- und Nachteile

  • Informationsbereich über Saisonalität
  • einfache Bedienung
  • Fehlen noch Sorten

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Fazit – Unser Testergebnis

Eine Smartphone-App kann ein erster Schritt sein, Deinen Alltag nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten. Dabei greift jede der von uns getesteten Nachhaltigkeit-Apps einen anderen Bereich auf. Too Good To Go beschert Dir nicht nur eine vergünstigte Mahlzeit, sondern auch das gute Gewissen, Essen vor der Tonne gerettet zu haben. My Little Plastic Footprint sensibilisiert Dich für Deinen aktuellen Plastikkonsum und gibt Dir zusätzlich Tipps, diesen noch weiter einzuschränken. Der Saisonkalender hilft Dir hingegen beim Einkaufen auf saisonale Obst- und Gemüsewaren zu achten und so regionalen Anbau zu unterstützen sowie unnötig lange Transportwege zu vermeiden.

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