Huawei Mate X: Gerüchte zum faltbaren Smartphone

Samsung tut es und Huawei auch: Falten, Falten, Falten. Die großen Hersteller liefern sich derzeit ein Wettrennen um das erste marktfähige und massentaugliche faltbare Smartphone. Samsung hat vorgelegt, nun folgt Huawei: Das Huawei Mate X soll im November auf den Markt kommen. Wir haben alle Gerüchte zum Gerät für Dich gesammelt.

Huawei ließ Samsung nicht lange feiern. Kurz nachdem der Branchenprimus auf seiner traditionellen Keynote Anfang des Jahres das Galaxy Fold vorgestellt hatte, legte Huawei nach und präsentierte der Tech-Öffentlichkeit eine Woche später sein faltbares Smartphone: Das Huawei Mate X. Das Foldable made in China sollte ursprünglich im Juni auf den Markt kommen, größer sein als die Konkurrenz von Samsung, mehr Power haben, einen genuinen Faltmechanismus aufweisen und 5G fähig sein. Ein Werbevideo preiste das Mate X daher als beispiellos an. Große Worte – dann passierte aber erstmal nichts. Lediglich den Release hat der Handyhersteller auf unbestimmte Zeit verschoben und angekündigt, das Design noch zu überarbeiten. Nun mehren sich jedoch die Gerüchte, dass das Huawei Mate X im November auf den Markt kommt. Denn auf YouTube ist ein Unboxing-Video aufgetaucht, dass ein überarbeitetes Huawei Mate X in einer provisorischen Verpackung zeigt.

Soweit das Äußere, nun kommen wir zu den inneren Werten.

Das steckt im faltbaren Smartphone

Als das Huawei Mate X im Februar 2019 erstmals das Licht der Öffentlichkeit erblickte, verfügte es über ein OLED-Display, das im aufgeklappten Zustand 8 Zoll groß war und mit 2.480 x 2.200 Pixeln auflöste. Gefaltet kam das Gerät bei einer Auflösung von 2.480 x 1.148 Pixeln auf 6,6 Zoll und damit auf eine ordentliche Smartphone-Größe.

Zur Erinnerung: Im Gegensatz dazu hat Samsungs Foldable, das Galaxy Fold, hier mit 7,3 bzw. 4,6 Zoll eindeutig das Nachsehen. Ein weiterer Pluspunkt: Huaweis Mate X war bei der ersten Vorstellung wesentlich flacher als die Konkurrenz. Zugeklappt ist der Smartphone-Tablet-Hybrid lediglich 11 mm dick – eine wichtige Eigenschaft für die zwangsweise eher klobigen Foldables.

Für Power sorgten bei der Premiere zwei Batterien. Weil sie sich schwer biegen lassen, verfolgte Huawei eine ähnliche Strategie wie Samsung und verbaute gleich zwei Akkus, die insgesamt 4500 mAh stark waren. Damit hatte das Mate X auch mit Blick auf die Ausdauer einen minimalen Vorteil vor der Konkurrenz. Als Prozessor war der hauseigene Kirin 980 verbaut, wie man ihn aus den Premium-Modellen Huawei Mate 20 und Mate 20 Pro kennt. Was die Kamera betrifft, hielten sich die Chinesen bei der Vorstellung des Mate X zunächst noch bedeckt. Auf der Unternehmenswebsite veröffentlichte Bilder zeigen jedoch inzwischen eine Triple-Cam, die erneut auf die Technologie von Leica setzt.

Ob die technischen Daten weiterhin ihre Gültigkeit haben oder aber ob Huawei im Zuge der Design-Optimierung auch in Sachen Hardware nachgerüstet hat, lässt sich vor dem Hintergrund des Videos leider nicht beurteilen. Vor allem die Chip-Frage macht neugierig. Denn inzwischen verfügt Huawei mit dem Kirin 980 über einen leistungsstarken Prozessor, der bei der Mate X Vorstellung im Februar noch nicht am Start war. Es ist durchaus möglich, dass sich die Chinesen die Chance nicht nehmen lassen, die Konkurrenz hinter sich zu lassen, indem sie den Chip aktualisieren. Das bleibt im Spiegel des Videos jedoch reine Spekulation. Eine Sache lässt sich aber dann doch bestätigen: Die Beständigkeit der Falttechnik, an der Huawei nicht gerüttelt zu haben scheint.

Die Kunst des Faltens

Mit Blick auf den Faltmechanismus wählt Huawei einen anderen Ansatz als Samsung. Das Mate X lässt sich nach außen biegen, Samsung faltet indes nach innen. Deshalb verfügt das Galaxy Fold eigentlich über zwei Displays: den kleinen Außen- und den großen Innen-Bildschirm. Das Mate X ist derweil mit einem Display ausgestattet. Benutzt Du es im zugeklappten Zustand, wird der untere Bildschirm einfach deaktiviert.

Falten lässt sich das Display über ein spezielles und stark dehnbares Scharnier, genannt Falcon Wing Hinge. Laut dem CEO des Konzerns, Richard Yu, haben Huaweis Entwickler über drei Jahre daran gearbeitet. Auf dem Papier sieht das Mate X gut aus, allerdings müssen nicht nur der Falkenflügel, sondern auch das Display den Praxistest bestehen. Denn Huaweis Falttechnik setzt auf weiche Oberflächen. Robuste und kratzfeste Materialien wie etwa Gorilla Glas kamen nicht zum Einsatz. Ob Huawei an der Stelle noch nachjustiert hat, wird die Zukunft zeigen.

Huawei Mate X: Preis und Release

Preistechnisch übertrifft Huawei die südkoreanische Konkurrenz und bringt das Mate X voraussichtlich für ca. 2.500 Euro auf den Markt. Wann genau das Gerät in die Läden kommt, ist noch nicht klar. Huaweis Verantwortliche haben lediglich inoffiziell den Oktober 2019 bestätigt, allerdings rechnen erfahrene Branchenexperten mit dem November 2019. Samsung ist hier weiter: Das Galaxy Fold ist bereits bestellbar.

Quelle: inside-digital, huawei.com.

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