Bokeh-Effekt: Was ist das? Wie wird er bei Smartphones genutzt?

Bokeh-Effekt – Was ist da? Wie wird er bei Smartphones genutzt?

Einer der beliebtesten Modi in Smartphones-Kameras ist der Portrait-Modus. Oft wird in diesem Zusammenhang auch vom Bokeh-Effekt gesprochen. Wir erklären Dir, was das genau ist und woher der Begriff kommt. 

Anfangs nicht auf jedem Smartphone zu finden, ist der Portrait-Modus heute aus keiner Smartphone-Kamera mehr wegzudenken. Oft wird in diesem Modus eine Dual-Kamera oder eine KI eingesetzt, die bei einem Portrait-Bild den Hintergrund um die aufgenommene Person herum unscharf werden lässt. Dieser Effekt wird auch Bokeh-Effekt oder einfach nur Bokeh genannt, wenn von der Unschärfe selbst gesprochen wird. Populär ist diese geringe “Schärfentiefe bei Smartphones deshalb, weil sie das weiterhin scharfe Motiv besonders kunstvoll hervorhebt und Bilder deutlich teurerer Kameras imitiert.  

In der Welt der professionellen Fotografie wird natürliches (nicht durch KI oder zusätzliche Sensoren produziertes) Bokeh mit einer Spiegelreflexkamera in Kombination mit einem passenden Objektiv erreicht. In der Qualität unterscheiden sich Smartphones und Spiegelreflexkameras vor allem bei der Art der Unschärfe: Während viele Smartphones den Hintergrund lediglich verwischen, produzieren DSLR-Kameras zusätzlich charakteristische Muster oder Formen (z. B. Kreise). 

Bokeh-Effekt: Woher kommt der Begriff für den unscharfen Hintergrund?

Das nicht selbsterklärende Wort “Bokeh ist für viele ein Rätsel. Möglicherweise wird das Wort aufgrund seiner oft verwendeten Aussprache auch von einigen mit dem französischen Begriff bouquet verwechselt. Tatsächlich stammt es aber aus der japanischen Sprache und kann auch transkribiert boke (japanisch: 暈けボケ) geschrieben werden. Übersetzen lässt sich das Wort unter anderem – passend zum erreichten Effekt – mit unscharf oder verschwommen. 

arrow_upward