Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold: Vergleich der Falt-Phones

Samsung gibt den Traum vom faltbaren Smartphone nicht auf und präsentiert auf dem Unpacked Event das Galaxy Z Flip, den jüngsten Streich aus der Feder des Branchenprimus. Ob das günstigere Foldable mit dem Vorgänger mithalten kann, zeigen wir Dir hier. Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold: der Vergleich.

Als Samsung letztes Jahr das Galaxy Fold zeigte, staunte die Smartphone-Community nicht schlecht. Das erste massenmarkttaugliche Faltphone erblickte schließlich das Licht der Welt und es sah zunächst besser aus, als man sich das vorstellte. Das Display ließ sich problemlos falten und lieferte zudem beeindruckende Bilder. Auch technisch überzeugte das Galaxy Fold bei der Vorführung, bis dann im Gebrauch die ersten Probleme auftraten, so dass Samsung das Gerät erstmal zurückziehen musste. Nun ist es in verbesserter Version seit einer Weile wieder auf dem Markt, allerdings für einen stattlichen Preis von knapp 2000 Euro. Ob das Galaxy Z Flip, das neue und deutlich günstigere Foldable aus dem Hause Samsung, das gleiche Schicksal ereilt oder ob der Hersteller im Gegenteil aus den technischen Missgeschicken des Vorgängers gelernt hat, wird sich noch zeigen. Wir gehen bereits jetzt der Sache auf den Grund: Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold – unser Vergleich.

Datenvergleich: Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold

Hier hast Du einen Überblick über die wichtigsten Daten der beiden Samsung Galaxy-Foldables:

Galaxy Z Flip Galaxy Fold
Displaygröße

Displaygröße (Front)

Technik

Technik (Front)

Auflösung

Auflösung (Front)

6,7 Zoll

1,05 Zoll

Dynamic AMOLED

Super AMOLED

1.080 x 2.636 Pixel

112 x 300 Pixel

7,3 Zoll

4,6 Zoll

Dynamic AMOLED

Super AMOLED

1536 x 2152 Pixel

840 x 1960 Pixel

Prozessor Snapdragon 855+ Snapdragon 855
Arbeitsspeicher 8 GB 12 GB
Speicher 256 GB 512 GB
Kamera

Megapixel

Dual-Kamera

12 MP + 12 MP

Triple-Kamera

16 MP + 12 MP + 12 MP

Akku 3.300 mAh 4.380 mAh
Betriebssystem Android 10 Android 9
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Display und Design: Falten vs. Klappen

Samsung verfolgt mit dem Galaxy Z Flip und dem Galaxy Fold unterschiedliche technische und optische Ansätze und stellt uns mit den beiden Modellen zwei separate Konzepte für ein Smartphone mit flexiblen Displays vor. Das Display des Galaxy Fold lässt sich, wie der Name schon sagt, vertikal nach innen falten, der Bildschirm des Galaxy Z Flip ist indes mit einem horizontalen Falt-Mechanismus versehen. Damit und mit der wesentlich kompakteren Größe erinnert das Z Flip designtechnisch etwas an das Kult-Handy Motorola Razr. Das Galaxy Fold hingegen ist eher als die Luxus-Version eines faltbaren Smartphones konzipiert, was sich nicht nur am Preis, sondern auch am technischen Aufwand festmachen lässt.

Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold

Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold: aufgeklapptes Display

So misst etwa das Display des Fold im aufgeklappten Zustand 7,3 Zoll, gefaltet kommt es auf eine Größe von 4,6 Zoll, wobei die Bildschirme auf die Super bzw. Dynamic AMOLED Technologie setzen. Beim Z Flip folgt Samsung dem Motto „weniger ist mehr“ und verbaut für das aufgeklappte Smartphone einen 6,7 Zoll großen Dynamic-AMOLED-Display. Der zugeklappte Super-AMOLED-Bildschirm des Z Flip ist mit 1,05 Zoll so klein, dass die Anzeige gerade mal für Benachrichtigungen, die Uhrzeit und ähnliches reicht. Damit ergeben sich auch unterschiedliche Nutzerszenarien und -Erlebnisse, denn das Galaxy Fold ist auch gefaltet ein voll funktionsfähiges Smartphone.

Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold: Display zugeklappt

Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold: Display zugeklappt

In Sachen Auflösung sind die Unterschiede zwischen den beiden Samsung-Faltphones weniger gravierend. Während das Galaxy Fold geöffnet mit 1536 x 2152 Pixeln bei 362 ppi, gefaltet mit 840 x 1960 Pixeln auflöst, begnügt sich das Z Flip mit einer Auflösung von 1.080 x 2.636 bzw. von 112 x 300 Pixeln.

Akku und Leistung: Das Kleine mit dem großen Herzen

Ist das Galaxy Fold in Frage des Displays dem kleinen Nachfolger deutlich überlegen, sieht es mit Blick auf die Performance nicht mehr so eindeutig aus. Das Galaxy Z Flip ist nämlich mit dem aktuellen Super-Chip aus dem Hause Qualcomm, dem Snapdragon 855 Plus, ausgestattet. Der Octa-Core-Prozessor wird im 7-nm-Verfahren hergestellt, taktet mit einer Frequenz von bis zu 2,9 GHz und liefert Spitzenleistungen in den Bereichen Grafik, Geschwindigkeit und KI. Kein Wunder also, dass der Chip die Antutu-Benchmarkliste anführt. Ihm zur Seite stehen zudem 8 GB RAM, die zusammen mit dem SoC und Android 10 dafür sorgen, dass das Galaxy Z Flip flüssig arbeitet.

Im Galaxy Fold hingegen ist der Snapdragon 855, der Premium-Chip aus dem Vorjahr verbaut. Der Prozessor verfügt über acht Kerne, wird ebenfalls im 7-nm-Verfahren hergestellt und arbeitet mit 12 GB RAM sowie Android 9. Mit einer maximalen Taktfrequenz von 2,8 GHz schafft es der SoC auf Platz fünf der Antutu-Benchmarkliste, was natürlich sehr ordentlich ist, aber noch nicht an die Leistung des Nachfolgers heranreicht.

Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold: Rückseite

Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold: Rückseite

Zieht das Galaxy Fold im Vergleich zum Galaxy Z Flip in Sachen Prozessor den Kürzeren, sieht es mit Blick auf den Akku jedoch wieder anders aus. Hier stehen sich nämlich 4.380 mAh (Fold) und 3.300 mAh (Z Flip) gegenüber. Ähnliches gilt auch für den internen Speicher. Bietet das Galaxy Fold 512 GB für Fotos, Videos und Co., gibt sich das Galaxy Z Flip mit 256 GB zufrieden.

Kameraausstattung: Alter Falter hat die Nase vorn

Mit Blick auf die Fotoleistung schlägt der Veteran den jungen Nachfolger um Längen. Das Galaxy Fold beherbergt nämlich insgesamt sechs Objektive. Auf dem Rücken befindet sich eine Triple Kamera mit einem 16-Megapixel-Ultra-Weitwinkelsensor mit ƒ/2.2 Blende, ein 12-Megapixel-RGB-Sensor mit ƒ/2.4 Blende sowie ein 12-Megapixel-Teleobjektiv mit ƒ/2.4 Blende. Ist das Smartphone gefaltet, kommt auf dem Außendisplay eine 10-Megapixel-Front-Cam zum Einsatz. Im geöffneten Zustand befindet sich in der Notch am oberen Displayrand zudem eine duale, 8 x 10 Megapixel starke Selfie-Kamera.

Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold: Kamera

Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold: Haupt-Kamera

Das Galaxy Z Flip kommt hingegen mit drei Linsen aus. Auf der Rückseite ist eine Dual-Kamera angebracht, die über einen 12-Megapixel-Weitwinkelsensor mit ƒ/1.8 Blende und einen 12-Megapixel-Ultra-Weitwinkelsensor mit ƒ/2.2 Blende sowie einen achtfachen digitalen Zoom verfügt. Für Selfies ist zudem eine 10 Megapixel starke Frontkamera mit ƒ/2.4 Blende zuständig. Das ist eine ordentliche Ausstattung, ohne Frage, jedoch kann sie mit dem Luxus-Equipment des Galaxy Fold nicht mithalten.

Galaxy Z Flip vs. Galaxy Fold: Unser Fazit

Die beiden Foldables aus dem Hause Samsung zu vergleichen, ist eine undankbare Aufgabe. Schließlich stecken hinter dem Galaxy Fold und dem Galaxy Z Flip völlig unterschiedliche Ansätze, die zwei grundverschiedene Handys entstehen ließen. Das einzige, was beide Smartphones verbindet, ist der Falt-Mechanismus: Hier ist bei beiden Geräten Samsungs Scharnier am Werk, das in den Displays verbaut ist und für das problemlose Falten sorgt. Der Rest erinnert eher an den Apfel-Birnen-Vergleich. Das Samsung Galaxy Fold ist ein Luxus-Gimmick für die oberste Preisklasse, das über zwei Displays verfügt und in den meisten relevanten Kategorien wie Auflösung, Größe, Kamera, Akku und Speicher überlegen ist. Das Galaxy Z Flip ist die günstigere Faltphone-Variante, die praktisch nur ein Display beherbergt. Seine Stärken liegen vor allem im Prozessor. Darüber hinaus wirkt das Z Flip eher unspektakulär, obwohl es eine souveräne Performance hinlegt und optisch fast putzig ist.

Überzeug Dich am besten selbst – mit unserer Galaxy Z Flip Fotogalerie.

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