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Schon gewusst: Das sind die Top Messenger

Messenger
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App Store und Play Store sind mittlerweile voller unterschiedlicher Nachrichten-Dienste. Da fällt die Wahl schwer. Die meisten begnügen sich mit dem, was Freunde und Familie auch nutzen. Die Rede ist von WhatsApp, aber auch unbekanntere Dienste wie Telegram, Signal oder Threema bekommen immer mehr Nutzer. Wir stellen die Evergreens und die Aufsteiger einmal genauer vor.
In einer Umfrage in Deutschland von 2017 gaben 89 Prozent der Befragten an Messenger-Apps zu nutzen. Typischer Evergreen ist ohne Überraschung WhatsApp. Viele setzen allerdings auf unbekanntere Messenger. Die Top Messenger nehmen wir hier einmal genauer unter die Lupe.

SMS – Danke und Tschüss

SMS und MMS haben nun fast vollständig ausgedient. Mit Messenger können die Funktionen einfach nicht mithalten. Die Gründe sind offensichtlich: Gerade MMS sind nur selten im Datentarif enthalten und teuer. Gruppenunterhaltungen, Videochats oder Sprachaufnahmen sind nicht möglich.
Während 2012 allein in Deutschland fast 60 Milliarden Kurznachrichten versendet wurden, waren es  2017 lediglich 10 Milliarden.

WhatsApp

WhatsApp ist bis heute der meistgenutzte Messenger-Dienst überhaupt. Er wurde 2009 von Brian Acton und Jan Koum in Kalifornien gegründet. Seit 2014 gehört WhatsApp zu Facebook.
Die App bietet neben normaler Chat-Funktion mit Einzelpersonen und Gruppen viele Gimmicks. Dazu gehören Nachrichten an mehrere Kontakte, genannt Broadcasts, Sprachnachrichten, Teilen von Daten jeglicher Art und vieles mehr.

Außerdem kann die App auch auf dem Desktop genutzt werden. Allerdings nicht parallel zum Smartphone. Die Registrierung erfolgt über die Telefonnummer.
Der Messenger-Dienst verschlüsselt mittels Zwei-Faktor-Verifizierung.
Die Server des Unternehmens befinden sich in den USA. Die Weitergabe von Daten, insbesondere Nutzer-Daten an Facebook, ist der wohl kritischste Punkt der App. API und Quelltexte sind für Entwickler nicht einsehbar.

Smartphone mit WhatsApp

Threema

Das 2012 gegründete Unternehmen Threema mit Sitz in der Schweiz wird 2018 von 4,5 Millionen Usern genutzt.
Threema bietet sämtliche Annehmlichkeiten eines Messengers, und erweitert die Standard-Features um Umfragen innerhalb eines Chats.
Das Unternehmen zeichnet sich vor allem durch zweifache Verschlüsselung aus. Zum einen setzt Threema auf die Ende-zu-Ende-Verschlüsslung, auf der die meisten Messenger-Dienste setzen. Zusätzlich verschlüsselt der Messenger zwischen App und Server, die sich in der Schweiz befinden, sodass Hacker keine Möglichkeit haben, Nachrichten abzufangen und mitzulesen.

Smartphone Threema

Threema verlangt zudem weder Email-Adresse noch Handynummer. Jedem Nutzer wird eine zufällige ID zugeteilt, mit der er sich auf sämtlichen Geräten anmelden kann. Mit dieser ID findet der Nutzer Freunde und Kontakte, die ihre Nachrichten mittels QR-Code verifizieren können.
Threema gilt als einer der sichersten Messenger, was der Grund dafür ist, dass die Nutzerzahl kontinuierlich steigt.

Signal

Signal wurde von Moxie Marlinspike entwickelt, der bis 2013 Sicherheitschef bei Twitter war. Den Messenger gibt es seit 2015 und ist noch nicht so publik wie andere Dienste. Dabei muss sich Signal nicht verstecken. Im Umfang sind genau die Funktionen enthalten, die ein guter Messenger benötigt. Vom Gruppenchat bis zur Sprachnachricht bietet Signal alles, was Du benötigst. Kleine Abstriche wie fehlende Sticker sind verkraftbar, denn Signal punktet vor allem durch den ausgiebig detaillierten Sicherheitsaspekt.

Smartphone Schloss mit vielen Schlüsseln

Die App ist mehrfach verschlüsselt. Sie nutzt zum einen die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, zudem können sogenannte Man-in-the-Middle-Angriffe durch eine Authentifizierung der Sicherheits-Schlüssel verhindert werden. Das Unternehmen setzt außerdem auf Perfect Forward Secrecy: Sollte tatsächlich der geheime Langzeitschlüssel eines Nutzers bekannt werden, können vorherige Nachrichten nicht entschlüsselt werden, da aus dem Langzeitschlüssel für  jede Nachricht ein neuer temporärer erzeugt wird

Aufgrund des offenen und zugänglichen Quellcodes können Entwickler weltweit eventuell auftretende Sicherheitslücken melden. Außerdem sieht jeder Experte, wie die App funktioniert. Daher empfiehlt auch Whistleblower Edward Snowden die App.
Signal gilt zurzeit als sicherster Messenger.

FunFact: Welcher Unternehmer hat erst im Februar ganze 50 Millionen US-Dollar in die neu gegründete Signal-Stiftung des Unternehmens gesteckt? Tatsächlich WhatsApp-Mitgründer Acton, der Facebook und WhatsApp im letzten Jahr den Rücken gekehrt hat.

Man-in-the-Middle-Angriff
Diese Form eines Hacks bedeutet, dass der Angreifer zwischen zwei oder mehreren Kommunikationspartnern steht. Nach Absenden einer Nachricht fängt der Hacker die Nachricht ab. Dazu muss er sich entweder im gleichen Netzwerk oder WLAN befindet. Gelingt der Angriff, hat der Hacker hat komplette Kontrolle über den Datenverkehr.

Telegram

Telegram wurde 2013 von Nikolai und Pawel Durow gegründet und ist ein auf Cloud-basierter Instant-Messenger. Die App bietet neben geheimen Chats und Gruppenchats mit bis zu 100.000 Mitgliedern auch Video-Telefonie und Sprachnachrichten.
Die Server des Dienstes sind auf der ganzen Welt verteilt. Genaue Angaben macht das Unternehmen nicht. Chats werden via Ende-zu-Ende-Verfahren verschlüsselt.

Smartphone Telegram

Telegram speichert Telefonnummer, Fotos und andere Daten, allerdings verschlüsselt, sodass sie nicht einsehbar sind.
Erst im März 2018 versuchte der russische Regierung Telegram zu blockieren, da das Unternehmen geforderte Schlüssel zur Encodierung von Nachrichten nicht preisgab. Durch mehrere Serverwechsel blieb der Dienst aber weiterhin für die meisten Nutzer erhalten.

Fun Fact: 2014 rief Telegram zum Contest auf. Hacker sollten Sicherheitslücken finden und versuchen die Verschlüsselung zu umgehen. Drei Monate später endete der Contest, ohne das ein Gewinner die 300.000 US-Dollar Preisgeld einkassieren konnte.

Und welcher Messenger wird es nun?

Klar benutzen alle Deine Freunde WhatsApp, wir empfehlen aufgrund mangelnder Transparenz und Datenweitergabe auf Alternativen zu setzen. Telegram bietet neben mehr Sicherheit für Deine Daten auch einen großzügigen Funktionsumfang.
In Sachen Datensicherheit machen ganz klar Signal und Threema das Rennen. Allerdings ist der Funktionsumfang nicht so ausgeprägt.
Probiere sie aus und zeige Deinen Freunden die Vorteile der noch unbekannten Messenger.

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