Startseite Entertainment Schon gewusst: GroKo engagiert sich für E-Sport

Schon gewusst: GroKo engagiert sich für E-Sport

GroKo
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Ein Gamer-Traum wird wahr: SPD und CDU/CSU haben sich in der Arbeitsgruppe „Digitalisierung“ geeinigt PC- und Konsolen-Spiele aus deutscher Entwicklerhand zu fördern.

E-Sports immer wichtiger

Ungewöhnlich positiv präsentiert die potenzielle GroKo die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen zum Thema Digitalisierung. Neben vielen Neuerungen sollen vor allem die randständigen E-Sports eine Chance bekommen. Mit der Förderung der Game-Entwicklung mit Standort in Deutschland sei das Potential gerade im wirtschaftlichen Sektor hoch. Um das zu ermöglichen, bekommen unter anderem E-Sport-Gruppen das Vereins- und Verbandsrecht anerkannt.

E-Sport weltweit

Während einer Pressekonferenz fiel auch der Begriff „olympiafähig“. Bei den Olympischen Spielen sind E-Sports bisher noch keine Disziplin, Weltmeisterschaften gibt es aber schon lange, und das ebenfalls in Südkorea. So fanden 2000 in Seoul die ersten World Cyber Games statt.

Winner Games Convention

Bis 2013 traten einmal im Jahr an wechselnden Austragungsorten die besten Gamer in verschiedenen Disziplinen wie Age of Empires oder FIFA gegeneinander an. Im Medaillenspiegel befindet sich Deutschland nach Südkorea auf Platz 2. Neben den World Cyber Games gab es weitere Championships. Auch im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 2008 in China wurde ein Turnier für Digital Games initiiert. Das Finale fand jedoch aus unbekannten Gründen nie statt.

Förderpreise dank Groko

Der Deutsche Computerspielpreis, der jedes Jahr in 13 Kategorien innovative Computer- und Videospiele aus deutscher Couleur kürt, sollen Entwickler in Deutschland anspornen. Den Preis für das beste Mobile Spiel bekam 2017 der in Hamburg lebende Shelly Alon für sein Spiel „Glitchskier“. Das Retrospiel punktet vor allem durch 80er-Jahre-Charme samt Design und Musik.
Verliehen wird der Preis gemeinsam vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und dem Branchenverband „game“.
Am 10. April 2018 findet die Verleihung des Computerspielpreises für das Jahr 2018 statt.

Weitere digitale Vorhaben der GroKo

verbindungen

Die Chancen würden die Risiken übertreffen, meint Dorothee Bär (CSU), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. Sollte es zu einer Einigung zwischen SPD und Union kommen, wird es also nicht allein beim verbesserten Stellenwert von E-Sports bleiben. Die Vorhaben klingen vielversprechend:

10-12 Milliarden Euro sollen für den Ausbau des Glasfasernetzes investiert werden, um eine, nach eines Entwurfs zum Koalitionsvertrag, digitale Infrastruktur von Weltklasse zu erreichen. Vor allem ländliche Regionen sollen in den nächsten Jahren endlich in den Genuss von schnellem Internet kommen. Das Recht auf schnelles Internet in Gigabit soll bis 2025 gesetzlich festgelegt werden. In der letzten GroKo wurden bis 2018 50 Mbit/s versprochen, was die Koalition nicht umsetzen konnte. Ob in sieben Jahren alle Haushalte Deutschlands mit Gigabit-Netzen versorgt sind, bleibt daher abzuwarten.

Funklöcher im Mobilfunk sollen geschlossen werden. Dafür planen Politiker eine Melde-App, in der jeder Bürger Funklöcher angeben kann, damit diese bald der Vergangenheit angehören. Wie mit Meldungen zu einem Funkloch verfahren wird, geht aus den Sondierungspapieren nicht hervor.

Nicht nur Aus- und Weiterbildung an Schulen und Universitäten plant die Arbeitsgruppe, bis 2021 sollen alle Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen und digital ausgestattet sein. Mobiles Arbeiten im Home Office und unterwegs war ebenso Gesprächsthema.

Spätestens 2022 möchte die Politik Verwaltungssdienstleistungen online ermöglichen. Außerdem soll im Gesundheitssektor einiges vereinfacht werden: Untersuchungshefte, Mutterpässe oder das Zahn-Bonusheft sollen digital abrufbar sein.
Ein bundesweites einheitliches Ticketsystem für Bahn, Carsharing und Flüge soll Buchungen vereinfachen.

Ein Gütesiegel für IT-Sicherheit soll sichere internetfähige Produkte kennzeichnen. Informationen über die Gewährleistung von Sicherheitsupdates und Sicherheitslücken werden für Unternehmer geltend. Hersteller, Anbieter, Anwender und öffentliche Verwaltung sollen in einem Cyberbündnis im Sinne der digitalen Sicherheit zusammenarbeiten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik soll in Zukunft als Cybersicherheitsbehörde fungieren.

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