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Schon gewusst? Das ist Ringxiety

Ringxiety
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Hat es jetzt geklingelt oder nicht? Diese Frage stellen sich aktive Smartphone-Nutzer öfter. Bereits vor Jahren mit Einzug des Handys in den Alltag stellten Forscher fest, dass sich immer mehr Menschen Smartphone-Klingeln einbilden. Das Phänomen trägt den Namen Ringxiety.

Was ist Ringxiety?

Ringxiety setzt sich aus dem Englischen „ring“ für Klingeln und „anxiety“ für Angst zusammen. Der Psychologie David Laramie prägte den Begriff 2007 in seiner Dissertation mit dem Titel „Emotional and behavioral aspects of mobile phone use. Bei dem Phänomen handelt es sich um eine akustische Halluzination, die er in Zusammenhang mit Selbstbewusstsein setzt. Da Nachrichten und Anrufe Beliebtheit suggerieren, wünschen wir uns natürlich so viele wie möglich zu erhalten. Keine Angst: Das Phänomen ist nicht weiter gefährlich, sondern eher eine Skurrilität im Wandel der technischen Welt.

Woher kommt Ringxiety?

Höhlenmalerei Smartphone

Die Ursachen des Phänomens sind weitestgehend ungeklärt. Eine Theorie bezieht sich auf die Evolution und Urinstinkte. Während unsere Vorfahren bei Geräuschen potenzielle Gefahren filterten, müssen wir heute zwar nicht mehr mit Angreifern rechnen, allerdings sind wir immer noch sensibilisiert Geräusche auseinanderzuhalten. Forscher gehen davon aus, dass wir Umgebungsgeräusche mit dem Klingeln des Handys verwechseln.

Der Effekt verstärkt sich, wenn die betroffene Person auf einen Anruf oder eine WhatsApp-Nachricht erwartet.
Bei einer anderen Theorie geht tatsächlich um Angst: Die Angst wichtige Anrufe und Nachrichten zu überhören. Sei es der Anruf vom Arbeitgeber oder der angebeteten Person – Etwas Wichtiges könnte verpasst werden.

Jetzt auch noch Vibranxiety?

Wir hören nicht nur imaginäres Klingeln, auch ein eingebildeter Vibrationsalarm lässt uns öfter auf das Handy schauen. Wissenschaftsphilosoph Robert Rosenberger erklärt das Phantom-Vibrations-Syndrom so:  Das Mobiltelefon wird meist am Körper getragen und deshalb als erweiterter Teil des Körpers wahrgenommen. Jeder Brillenträger kennt das Phänomen: Auch wenn die Brille nicht auf der Nase sitzt, verspürt der Träger einen Druck, genauso wie der Smartphone-Nutzer eine Vibration verspürt.

Was mache ich gegen Ringxiety?

Tendenziell gibt es keine Therapie gegen die Syndrome, da diese Phänomene nicht als Krankheit angesehen werden. Du kannst Dir aber einen sehr lauten und eindeutigen Klingelton zulegen, den Du garantiert nur hörst, wenn das Smartphone auch wirklich klingelt. Oder Du stellst einfach den Klingel- und Vibrationsalarm aus. Das hilft nicht nur gegen Ringxiety, sondern entspannt gleichzeitig die Seele und unterdrückt den Drang der immerwährenden Erreichbarkeit.

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