Startseite Entertainment DEINHANDY History: Die CD – Geburtsstunde der digitalen Musik

DEINHANDY History: Die CD – Geburtsstunde der digitalen Musik

CD
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Heute ist Sony vor allem wegen seiner Xperia-Smartphones bekannt. Dem Unternehmen haben wir allerdings weitaus mehr zu verdanken. Liebhaber kaufen ihre most Favorites auf einer kleinen Kunststoffscheibe und Spotify, Deezer und Co verdrängen sie nach und nach vom Markt. Die Rede ist von der CD.

Die wilden 70er – Wilde Versuche

In den siebziger Jahren forschten Techniker weltweit an einer Lösung für digitale Audio-Aufzeichnung. Die entweder viel zu großen Geräte oder Kassetten mit geringer Kapazität lieferten noch kein zufriedenstellendes Ergebnis. Die ersten Versuche ähnelten der Aufbauweise der Kompaktkassette, die Tonsignale durch elektromagnetische Aufzeichnungen wiedergab. 1977 brachte Sony das erste Gerät zur Audio-Aufzeichnung auf den Markt. Durch ein erweiterbares Modul des Betamax-Videorekorders wurden Audio-Signale aufgenommen, die dem Rekorder als Videospur imitiert wurden. Das Gerät war allerdings mehr als unhandlich und konnte sich beim Kunden nicht durchsetzen.

Zur gleichen Zeit wurden Geräte entwickelt, die optisch einer LP ähnelten und Bildsignale abspielten. Das Abspielverfahren jedoch war neu: Eine mit Kunststofffolie beschichtete Scheibe wird von einer Diamantnadel abgetastet. Eine rasante Geschwindigkeit von 1500 Umdrehungen pro Minute wird durch ein Luftkissen erreicht, auf dem sich die Scheibe befindet.

Ein Haufen alter CDs

Die 80er – Die CD fährt Hovercraft

Schnell entwickelte sich die Idee, die gleiche Technik auch für Audioabspielgeräte zu verwenden. Damit war das Prinzip der CD geboren. Bei der damaligen Größe der Bildplatte, die sich übrigens nicht durchsetzen konnte, ergab sich jedoch ein Problem für die Musikindustrie: Während nur 30 Minuten Bild gespeichert werden konnten, boten die Platten Platz für über 13 Stunden Musik. Sony war schnell klar, dass diese Mengen zum Problem würden und setzte sich mit dem niederländischen Unternehmen Philips zusammen um einen gemeinsamen einheitlichen Standard für CDs zu vereinbaren. Beide Unternehmen einigten sich auf einen Durchmesser von 12 cm, einer maximalen Spiellänge von anfangs 72 Minuten und legten in den sogenannten Rainbow Books offizielle CD-Standards fest, die auf die Vorderseite der Compact Disc gedruckt waren.

Die CD wurde 1981 auf der Funkausstellung in Berlin vorgestellt. Bereits ein Jahr später lief die Produktion an. Die erste CD war das Album „The Visitors“ von ABBA, das noch vor dem Verkauf eines CD-Players 1982 in den Handel kam.
Die ersten CDs kosteten um die 40 D-Mark, CD-Player von Sony waren Anfang der 80er zwischen 600 und 1800 D-Mark etwas kostspieliger. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Absatz in den nächsten Jahren nur schleppend, aber stetig stieg.

Im Hintergrund befindet sich ein CD-Regal, im Vordergrund sind CD-Hüllen zu erkennen.

Der Lauf der Dinge

Der Boom erfolgte im Jahr 1997 mit einem Umsatz von über 2 Milliarden Euro in Deutschland. Zehn Jahre später ist ein Rücklauf bei 1,3 Milliarden Euro bereits zu vermerken und 2016 wurden lediglich 860 Millionen Euro in Deutschland umgesetzt.

Das Dilemma der CD liegt zum einen in der Verbreitung gebrannter CDs seit den 2000ern, und zum anderen im Aufkommen vermehrter Streaming-Dienste. Audio-Streaming brachte der Musikindustrie 2008 lediglich 12 Millionen Euro ein, während 2016 bereits 385 Millionen Euro Einnahmen zu verzeichnen sind, Tendenz steigend.
Mittlerweile hat Sony sich aufgrund dieser Entwicklungen aus der Herstellung optischer Speichermedien zurückgezogen. Gut für Smartphone-Freaks, denn so kann sich das Unternehmen voll und ganz auf neue mobile Geräte konzentrieren.

Quelle: musikindustrie.de, presscentre.sony.de

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