Startseite Entertainment DEINHANDY History: Amazon – Vom Buchversand zum Allrounder

DEINHANDY History: Amazon – Vom Buchversand zum Allrounder

Amazon
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Seit 1994 mischt der amerikanischen Online-Versandhändler Amazon auf den Markt. Das Unternehmen bietet heute neben einer riesigen Produktpalette diverse Apps, dem Personal Assistant Alexa und Video- und Musikstreaming an. Dabei begann alles mit einem Online-Shop für Bücher.

Mit Büchern zum Millionen-Unternehmen

Vom Online-Buchhandel zum Mega-Konzern: Amazon wurde im Juli 1994 von Informatiker Jeff Bezos gegründet. Mit dem Verkauf des ersten Buches „Fluid Concepts and Creatice Analogies“ 1995 ging es los. Nur ein Jahr später verzeichnete amazon.com schon einen Umsatz von 15,7 Millionen US-Dollar. Bereits 1997 wurde die 1-Click-Funktion eingeführt, die sich Amazon 1999 in den USA patentieren ließ. Wie der Name schon verrät, lässt sich so mit nur einem Klick ein Kaufvorgang abwickeln. Das war sicher nur einer der Gründe, weshalb der Umsatz bei etwa 147 Millionen US-Dollar lag.

Amazon erobert die Welt

Mit Großbritannien und Deutschland expandierte das Unternehmen ab Oktober 1998. Im gleichen Jahr begann Amazon sein Produktportfolio auf Musik und Videos zu erweitern. 2005 stellte Amazon seinen Nutzern Amazon Prime zur Verfügung.

In nur kurzer Zeit wuchs die Produktpalette an. Heute ist fast alles bei dem Versand-Händler zu haben: Vom lustigen Smartphone-Gadget bis zu Tiefkühlerbsen bietet die Plattform alles, was das Herz begehrt. Aktuell gibt es separate Amazon-Websites und -Apps in 16 Ländern. Der Hauptsitz befindet sich in Seattle im amerikanischen Bundesstaat Washington, der EU-Sitz in Luxemburg.

Amazon Pakete

Amazon-Dienste

Amazon bietet eine Reihe eigener Produkte an, die alle Media-Bereiche und vieles mehr abdecken. Mit einem Amazon-Account können am Computer oder in verschiedenen Apps Musik, Filme und Serien, E-Books, der Personal Assistant und Cloud in Anspruch genommen werden. Diese Dienste sind besonders beliebt:

Produkte werden nicht nur von Amazon zur Verfügung gestellt, sondern auch über Drittanbieter. Dazu hat Amazon den Marketplace eingerichtet. Zahlung und Versand laufen wie gewohnt über Amazon. Ob ein Artikel von Drittanbietern angeboten wird, siehst Du unter der Preisangabe. Mit Klick auf Neu ab oder Gebraucht ab siehst Du alle Anbieter.

Amazon Prime
In Deutschland und Österreich kann der Dienst 30 Tage lang getestet werden. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 69 Euro im Jahr oder 7,99 Euro im Monat. Amazon Prime bietet mehr als nur schnelle Lieferungen für unzählige Artikel. Mitglieder profitieren zusätzlich von Angeboten aus Prime Video, Prime Music und Prime Reading.

Über die Video-Plattform bietet Amazon Filme und Serien an. Benötigt wird ein Amazon-Konto und eine Prime-Mitgliedschaft für mehr Auswahl. Viele Filme und Serien sind kostenlos im Prime-Abo enthalten. Amazon stellt zudem Offline-Downloads zur Verfügung. So kannst Du Deine Lieblingsserie auch ohne WLAN gucken und verpulverst kein Datenvolumen.
iPhone- und iPad-Nutzer laden die Prime-Video-App direkt im App Store herunter. User von Android-Smartphones bekommen Prime Video im Play Store.

Auch Musik-Fans kommen mit Prime auf ihre Kosten. Über zwei Millionen Songs können gratis in individuellen Radiosendern und Playlists angehört werden. Für Amazon Music Unlimited mit über 40 Millionen Songs zahlen Prime-Kunden zusätzlich 7,99 im Monat, ohne Mitgliedschaft müssen zwei Euro mehr berappt werden.
Die App gibt’s für iOS-fähige Geräte direkt im App Store. Um die Amazon-Music-App für Android-fähige Smartphones nutzen zu können, muss die Amazon App vorinstalliert sein.

Dank der Online-Bezahlfunktion melden sich Amazon-Kunden bei teilnehmenden Online-Shops mit ihren Amazon-Daten an. Amazon-Kunden bezahlen über ihr Benutzer-Konto, ohne, dass Zahlungsdaten eingegeben werden müssen. Der Bezahlprozess wird über Amazon abgewickelt.

Der Supermarkt, der ohne Kassenbereich auskommt, wurde 2016 in Seattle zunächst nur für Mitarbeiter geöffnet. Seit 2018 können auch Amazon-Kunden den Shop benutzen. Weitere sollen folgen.

Der Dash Button ist für alle, die beim Einkaufen gerne Wichtiges vergessen. Ein mit WLAN gekoppeltes Gerät bestellt per Knopfdruck ein Produkt Deiner Wahl, wenn es zur Neige geht. Waschmittel, Toilettenpapier oder Kaffee – mit dem Exklusivservice für Prime-Kunden kann ein Produkt schon am nächsten Tag wieder im Haushalt sein. Der einmalige Preis von 4,99 Euro pro Dash Button wird mit der ersten Bestellung verrechnet.

Der digitale Supermarkt für Prime-Kunden liefert frische Lebensmittel direkt an die Haustür. Der Dienst kostet 9,99 Euro im Monat. Einkäufe werden bei pünktlicher Bestellung noch am gleichen Tag zugestellt. Bei dem Online-Supermarkt bekommst Du alle Lebensmittel von Spaghetti bis zu frischen Bio Rindersteaks.

Zu Amazon gehören außerdem die Filmdatenbank IMDb und der Hörbuch-Anbieter Audible. 2014 wurde bekannt, dass Amazon das Video-Streaming-Portal Twitch und 2017 die weltgrößte Bio-Supermarkt-Kette Whole Foods Market übernommen hat.

Innovation by Amazon

Amazon Go

Amazon ließ sich nicht nur das 1-Click-Verfahren patentieren, sondern auch das Bewertungssystem mit fünf Sternen und auch die Rezensionsfunktion für Käufer. Das Unternehmen hat den richtigen Riecher für lohnenswerte Investitionen. Zwar waren nicht alle Innovationen, wie der neueste Clou Amazon Go von Erfolg gekrönt, dennoch beweist das Unternehmen ein geschicktes Händchen bei neuen Entwicklungen.

Fire TV Stick

Der Fire TV ist eines der meistverkauften Produkte von Amazon. Seit 2014 verkauft das Unternehmen Fernsehen vom HDMI-Stick, der an den Fernseher angeschlossen wird. Der Fire TV Stick gilt als einer der beliebtesten Streaming-Geräte in Deutschland, USA, Großbritannien und Japan.

Amazon Echo

Nachdem Sprachsysteme wie Siri in Smartphones Einzug hielten und die ersten Ideen zu intelligenten Assistenten lauter wurden, erkannte Amazon sofort das Potenzial. Am 16. Oktober 2016 wurden die ersten Geräte in Deutschland an ausgewählte Kunden verkauft.

Amazon Echo

Mittlerweile wird der Smart Speaker mit der Sprachassistentin Alexa in verschiedenen Größen – Echo Dot und Echo Plus – und auch mit Display als Echo Show angeboten. Amazons Echo bringt weltweit den größten Marktanteil ein.

Fire Phone und Mobilfunk

2014 brachte Amazon ein eigenes Smartphone samt Betriebssystem Fire OS auf den Markt. Das Fire Phone floppte, denn Amazon stellte nur wenige Apps zur Verfügung und der Zugang zu anderen App-Stores fehlte in der ersten Version. Das Unternehmen will Gerüchten zufolge in nächster Zeit selbst auf dem Mobilfunkmarkt mitmischen und eigene Tarife anbieten. Spekuliert wird auch, ob Amazon diese Tarife gleich mit einer Neuauflage des eigenen Smartphones verbinden wird.

Paket-Drohne

Amazon Prime Air – Lieferung per Drohne

Seit einigen Jahren entwickelt Amazon in England eine neue Form der Waren-Auslieferung: Mit einer Logistik-Drohne sollen kleinere Produkte direkt an den Kunden ausgeliefert werden.

Das zurzeit weder rechtlich noch technisch ausgereifte System braucht wahrscheinlich noch etliche Zeit, ehe die erste Lieferung per Octocopter erfolgen kann. In Cambridge wurde 2016 eine Testlieferung an einen Kunden innerhalb 15 Minuten nach Bestellung erfolgreich ausgeführt.

Mit Einzug des Internets Ende der 90er Jahre wurde auch eine Plattform für eine neue Art des Einkaufens geschaffen. Der kleine Online-Händler für Bücher hat die Gunst der Stunde genutzt und sich zu einem der bekanntesten Unternehmen der Welt etabliert.

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