Startseite Entertainment DEINHANDY History: Vom Videorekorder zu YouTube

DEINHANDY History: Vom Videorekorder zu YouTube

Videorekorder
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Heute ist Tag des Videorekorders, auch bekannt unter dem Kürzel VHS. Wer die klobigen Kästen noch kennt, weiß auch, wie langwierig das Vor- und Zurückspulen der Kassetten war und dass Hifi-Stereo und Bildqualität beim Videorekorder noch ganz andere Dimensionen annahmen.

Wer hat’s erfunden?

Der Videorekorder, im englischen Videorecorder oder Video Cassette Recorder (VCR) bot völlig neue Möglichkeiten in der Unterhaltungselektronik. In Europa entwickelten Grundig und Philips erste Formate, die sich weltweit nicht durchsetzen konnten. JVC und Sony brachten unterschiedliche Videosysteme auf den Markt, wobei der Betamax von Sony dem VHS-System von JVC unterlag. Das lag vor allem an der doppelt so großen Abspielzeit von etwa zwei Stunden. Mit Einführung der Longplay-Technik waren Aufnahmen von bis zu zehn Stunden möglich.
Funai war der letzte Hersteller von VHS-Rekordern, der die Produktion 2016 endgültig einstellte.

Das machte den Videorekorder so besonders

Ob einzelner Rekorder oder als Kombigerät im Röhrenfernseher integriert, der Videorekorder fehlte ab Ende der 90er in keinem Haushalt. Endlich war es möglich seine Lieblingsfilme auf dem eigenen TV-Gerät immer dann zu sehen, wenn einem danach war.

Mann sitzt gelangweilt vor dem TV
Dank Videorekorder war niemand mehr am TV-Programm gebunden.

Vorher gab es ausschließlich  das reguläre Fernsehprogramm oder Kinobesuche. Filme auf VHS-Kassetten mussten nicht teuer gekauft werden, sie konnten direkt vom Fernseher aufgenommen werden. Der Zuschauer war nun frei vom konstanten Programmablauf. VHS-Kassetten konnte der Film-Fan nach dem Gucken direkt wieder überspielen.
Heute genügt ein kleiner Knopfdruck auf dem Smartphone und schon stehen Videodienste wie YouTube oder Netflix sofort zur Verfügung. Und auch in Sachen Qualität hat sich einiges getan. Gestochen scharfe Bilder und satten Sound gibt es heute auf kleinsten Smartphones, von denen damals nur geträumt werden konnte. Auch Zurückspulen, überspielen und wenig Speicherplatz – Das kennen die User 2018 nicht.

Alte Video-Kassetten kannst Du heute bei verschiedenen Anbietern digitalisieren lassen. Auch Aufnahmen einer eigenen Videokamera gehen so nicht verloren.

Der Aufstieg und tiefe Fall der Videorekorder

Die ersten Heimgeräte hielten bereits in den 70er Jahren Einzug in deutsche Haushalte. Die VCR-Geräte kosteten bis Ende der siebziger Jahre allerdings um die 3000 DM. Das entspricht heute einem Wert von knapp 3500 Euro. 1985 sah die Preislage schon ganz anders aus.

Videorekorder und VHS-Kassette

Mit 600 DM wurden Videorekorder erschwinglich und über die Hälfte aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen besaßen ein Gerät samt gut ausgestatteter Kassetten-Sammlung. Bis 2004 profitierten 67,0 Prozent der deutschen Haushalte von den Vorteilen eines Videorekorders.

Ab etwa diesem Zeitpunkt erschien eine Ton- und Bild-Scheibe auf dem Markt. Die DVD war viel kompakter als die klobige Kassette und auch die kleineren Geräte und das Entfallen lästiger Spulerei sorgten dafür, dass der Videorekorder allmählich aus den Haushalten verschwand.

Quellen: Bundeszentrale für politische Bildung, Inflationsrechner

Samsung Galaxy Note 8
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