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Wenn Blicke steuern könnten

Oculus VR
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Virtual Reality wird auf eine neue Stufe gehoben: Der VR-Brillen-Hersteller Oculus hat ein Startup gekauft, das an einer ganz besonderen Software arbeitet. Der ITU Gaze Tracker erkennt die Bewegung der Augen und nutzt sie als Eingabe. So könnten VR-Apps in Zukunft durch wenige Blicke gesteuert werden.

Ob Controller bei der Playstation VR oder die Drehung des Kopfes bei der Oculus Rift – Die Steuerung in Virtual Reality-Anwendungen ist noch lange nicht so intuitiv wie es sich viele Nutzer wünschen würden. Ein dänisches Startup arbeitet seit 2009 an einer Lösung, die es möglich macht Apps und Spiele mit den Augen zu steuern. Die Software namens ITU Gaze Tracker erkennt die Augenbewegung und wählt so zum Beispiel die Menüpunkte aus, die der Nutzer anschaut. Die Software kann genutzt werden, um beim Lesen eines digitalen Buches umzublättern, zu scrollen oder Videos zu starten. Auch für die Steuerung autonomer Autos könnte die Technik neue Türen öffnen. Die neue Art der Steuerung wäre zudem auch in der Lage Rechenleistung zu schonen, da nur die Punkte einer VR-Anwendung scharf dargestellt werden müssen, die auch angeschaut werden. Dass diese Technik eine Bereicherung für Virtual Reality sein kann, hat nun auch die Facebook-Tochter Oculus erkannt und das Startup gekauft. 16 Mitarbeiter entwickeln die Software – Wie viele von Ihnen zukünftig an der Weiterentwicklung der Oculus Rift arbeiten werden, ist bisher nicht bekannt.

Google geht einen ähnlichen Weg

Auge
Ganz einfach: VR mit den Augen steuern.

The Eye Tribe wurde an der IT University Of Copenhagen gegründet und konnte sich erst vor kurzem über 3 Millionen Dollar freuen, die Investoren dem Startup zur Verfügung stellten. Auch die Danish National Advanced Technology Foundation unterstützt das Projekt mit 2,3 Millionen Dollar. Mit dem Kauf des Startups eröffnen sich nicht nur für Oculus, sondern auch für Facebook zahlreiche Möglichkeiten. So könnte der Social Media-Dienst die Software ebenfalls integrieren und es zum Beispiel möglich machen, Posts zu „liken“ indem der „Gefällt mir“-Button nur noch angesehen wird.

Facebook und Oculus sind nicht die einzigen Konzerne, die sich für eine intuitive Steuerung per Augenbewegung interessieren. Google hat kürzlich das Startup Eyefluence gekauft, das an einer ähnlichen Software arbeitet. Der Konzern wird die Software vermutlich vor allem für die Daydream-Plattform verwenden.

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