Startseite Entertainment DEINHANDY History: Von der Camera Obscura zum Smartphone-Gimmick

DEINHANDY History: Von der Camera Obscura zum Smartphone-Gimmick

Evolution der Kamera
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Heute ist Tag der Kamera. Grund genug, den kleinen Apparat genauer unter die Lupe zu nehmen. Mittlerweile ist er Bestandteil eines jeden Smartphones. Dabei begann alles mit einem großen Kasten.

Das Prinzip der Camera Obscura

Die Camera Obscura – aus dem griechischen für „dunkle Kammer“ – ist der Grundstein der Fotografie und Kameratechnik. Durch ein kleines Loch in einem geschlossenen Kasten wird durch Lichteinfall ein auf dem Kopf stehendes Bild der Außenwelt projiziert. Dieses Prinzips waren sich schon Aristoteles und Leonardo da Vinci bewusst.
Es dauerte jedoch noch Jahrhunderte bis der Franzose Joseph Nicéphore Niépce ab 1815 versuchte mit der Methode die Realität auf Bilder zu bannen.

Bitte lächeln? – Bis zu acht Stunden

Mithilfe der Camera Obscura gelang es Niépce Bilder auf Material festzuhalten. Er experimentierte mit verschiedenen Materialien, wie Chlorsilberpapier oder alphaltbeschichteten Zinnplatten. Damit gelang ihm auch das am ältesten erhaltene Foto mit einer Belichtungszeit von stolzen acht Stunden. An bewegte Motive, wie Menschen war da noch nicht zu denken.

ältestes erhaltenes Foto
Der Blick auf den Hinterhof aus dem Arbeitszimmer Niépces ist das älteste erhaltene Foto. Die Belichtungszeit betrug acht Stunden.

Bitte lächeln! – Jetzt aber wirklich

Louis Jaques Mandé Daguerre nahm die Arbeit Niépces auf und arbeitete vorrangig an einer kürzeren Belichtungszeit der Fotoboxen. Nach jahrelangen Versuchen fand er heraus, dass Quecksilber bedampfte Fotoplatten die Belichtungszeit drastisch verkürzen. Im Winter, bei spärlichem Licht dauerte das Foto 15 Minuten, im Sommer lediglich vier Minuten. Dieses Sitzfleisch besaßen auch lebendige Fotomotive, sodass endlich Portraitaufnahmen gemacht werden konnten.

Die Parallelität von Film-, Objektiv- und Schärfeebene

Mit der Zeit wurden nicht mehr nur die Plattenträger verbessert, auch Qualität und Lichteinfall wurden immer wichtiger. Immerhin wollten Fotografen nicht nur bei gutem Wetter fotografieren. Die Linse kam ins Spiel. Der Deutsch-Ungar Josef Maximilian Petzval entwickelte das erste Portraitobjektiv, das aufgrund zweierlei Gründe in die Geschichte der Kamera einging.

antike Kamera

Zum einen ermöglichte die Blende eine deutlich größere Lichtstärke als alle vorher konstruierten Objektive. Das sorgte für eine schnelle Belichtungszeit von unter einer Minute. Zum anderen berechnete Petzval erstmals die Zusammensetzung der Linse nach optischen Grundlagen. Vorher wurden Linsen nach Erfahrungswerten geschliffen.

Im Laufe der Zeit wurden auch weitere Platten entwickelt. Dabei kamen unter anderen albuminisierte Glasplatten und Papier, Wachspapier, Kollodium-Nassplatten und Uran-Kollodium-Nassplatten zum Einsatz. Das Albuminverfahren reduzierte die Belichtungszeit auf 20 Sekunden, das Kollodium-Verfahren verkürzte diese auf nur noch wenige Sekunden.
Einen Nachteil hatten alle Verfahren: Die Platten mussten vor Ort vorbereitet und sofort entwickelt werden. Der Fotograf brauchte dementsprechend eine mobile Dunkelkammer, was den Aufwand enorm erhöhte.

Die Kamera wird publik

Erst mit der Gelatine-Trockenplatte ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Platten endlich lagerfähig. 1879 begann die industrielle Herstellung. Auch die Kameras verkleinerten sich und wurden mobil. So hielt sie in Privathaushalten Einzug.

Der Amerikaner George Eastman entwickelte 1889 den Rollfilm, bei dem endlich mehrere Bilder hintereinander aufgenommen werden konnten. Zudem bot er unter Kodak die Entwicklung als Dienstleistung an. Die Kamera mit vollem Film wurde vom Besitzer eingeschickt, einige Tage später kam sie samt neuem Film und den entwickelten Bildern zurück. Das machte die Kamera immer beliebter.

Rollfilm und Kamera

Die erste Kleinbildkamera

Anfang des 20. Jahrhunderts verbesserte sich die Technik zunehmend. Die Idee das Negativ-Format zu verkleinern und später wieder zu vergrößern hatte Oskar Barnack, der die 35-mm-Kleinbildkamera unter Leica Anfang der 20er Jahre vorstellte. Auch Spiegelreflexkameras wurden immer kleiner. Amateurfotografie gewann an Ansehen, Fotogalerien waren keine Seltenheit mehr.

Der digitale Umschwung

Die erste Digitalkamera wurde von Bell Laboratories entwickelt und 1970 vorgestellt. In den 80er Jahren verkauften sich dann die ersten kommerziellen Digitalkameras auf dem Markt.

Das innere einer Digitalkamera

Die Jahre darauf wurde massiv an der Auflösung und Speichergröße gearbeitet.  2004 galten fünf Megapixel als Durschnitt.
Mit Einzug der Smartphones als Allrounder in unseren Alltag wurde die Digitalkamera regelrecht überflüssig. Mit durchschnittlich 13 Megapixel ausgestattet, bieten die Kameras zusätzlich viele Filter zur Optimierung.

Aktuell gilt das Huawei P20 Pro als Smartphone mit eine der besten Kameras, die übrigens von Leica kommt. Drei Linsen, die mit 40-, 20- und 8-Megapixel auflösen, bietet zudem noch Dreifach-Zoom und optische Bildstabilisierung.

Huawei P20 Banner

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