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Facebook-Messenger: Sicher ist sicher

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Ab sofort können auch über den Facebook-Messenger verschlüsselte Nachrichten versendet werden. Anders als bei WhatsApp ist die Verschlüsselung jedoch nicht voreingestellt. Wieso nicht alle Nachrichten geschützt werden, lest ihr hier.

In Zukunft sollen weder Hacker noch Geheimdienste noch Facebook selbst Nachrichten der Nutzer mitlesen können. Mit einer Einschränkung: Chat-Teilnehmer müssen die Verschlüsselung aktiv einstellen. Die so geschützten Facebook-Chats werden dann mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versendet und sind damit sicher vor den Augen Dritter. Die Funktion ist vorerst nur über die mobile Messenger-App verfügbar, über den Desktop werden weiterhin alle Nachrichten unverschlüsselt versendet.

Wer wirklich absolut sicher und geheim chatten will, für den packt Facebook noch eine Schippe drauf: Nutzer können á la Snapchat festlegen, wann die Inhalte des Chats automatisch gelöscht werden sollen. Dazu ist im Chat eine kleine Stoppuhr implementiert. Tippt ein Nutzer auf die Uhr, kann er entscheiden, ob der Chat nach wenigen Sekunden, Stunden oder erst einem Tag gelöscht werden soll.

So startest Du einen verschlüsselten Chat:
  • Starte den Messenger und drücke auf das Plus-Symbol in der rechten unteren Ecke.
  • Tippe auf „Nachricht schreiben“ und ziehe dann den Regler mit dem Schloss-Symbol im rechten oberen Rand nach rechts.
  • Die Farbe des Chats ändert sich nun von Blau zu Schwarz. Nun kannst Du einen Freund aussuchen, mit dem Du chatten möchtest.
  • Du kannst auch einen bestehenden Chat wählen und über das Info-Symbol eine geheime Unterhaltung beginnen. Diese wird dann neben dem ursprünglichen Gespräch geführt.
So sieht der geheime Chat aus

Eingeschränkte Möglichkeiten

Alle Verschlüsselungskeys werden auf dem Smartphone oder Tablet abgespeichert, mit denen die Nachrichten versendet und empfangen werden. Das bedeutet, dass der geheime Chat nur auf einem Gerät geführt werden kann. Vom Smartphone während des Gesprächs auf den Laptop umzusteigen ist also leider nicht möglich. Ein weiteres Manko: Videos, Gifs oder Sprachnachrichten können derzeit nicht innerhalb eines verschlüsselten Chats versendet werden, und auch Gruppengespräche sind bislang nicht verfügbar. Das gleiche gilt für Chatbots, da sie verschlüsselte Informationen nicht analysieren und so keine passende Antwort generieren können.

Facebook hatte die Einführung einer eigenen Verschlüsselung bereits im Juli angekündigt und macht die Funktion nun für alle Nutzer zugänglich, die die aktuellste Version des Messengers installiert haben. Damit folgt der Konzern einem Trend: Tochter-Firma WhatsApp und andere Messenger haben die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bereits eingeführt.

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