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Happy Birthday! Das Tablet wird fünf Jahre alt!

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Heute ist das Tablet aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Wer in den Städten der Welt unterwegs ist, sieht sie überall, die iPads und Tabs. Im Berliner Nahverkehr lesen mehr und mehr Leute ihre Zeitung auf dem Weg zu Arbeit mit einem der digitalen Leseschirme. Und wer im Prenzlauer Berg ein Café findet, in dem kein Tablet flimmert, ist vermutlich schon in Weißensee. Nicht zuletzt sind die überall aufpoppenden Schilder mit „Free WiFi“ in den Prenzlbergs dieser Welt auch ein Tribut an den Siegeszug der Surfbretter.

Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass Apple die erste Generation seines iPads vorgestellt hat. Damalige Rezensionen fielen vorsichtig positiv, aber keineswegs euphorisch aus. Zu unklar war der Use Case, oder einfacher gesagt: Keiner wusste so ganz klar, was man eigentlich mit dem Ding tun sollte. Und heute? Während Hersteller von Desktop-PCs und Notebooks unter sinkenden Absatzzahlen ächzen, hat das Tablet einen Siegeszug angetreten, der nur von den Smartphones übertroffen wird. Für eine kurze Bestandsaufnahme werfen wir einen kurzen Blick zurück und wagen uns an eine vorsichtige Prognose.

Das Licht der Welt
Als Steve Jobs das erste iPad am 27. Januar 2010 der versammelten Medienpresse vorstellte, war das Interesse naturgemäß groß. Monatelange Spekulationen waren der Präsentation vorausgegangen, die alle im Kern eines gemein hatten: Apple würde ein Gerät auf den Markt bringen, das die Lücke zwischen iPhone und Macbook schließen sollte – in erster Linie, um die eigenen Content-Vertriebskanäle zu erweitern. Erst drei Jahre zuvor hatte Apple die Mobilfunkwelt aus den Angeln gehoben und dabei mal eben so die gesamte Verwertungskette revolutioniert – von der Art, wie wir surfen bis zum Verkauf der notwendigen Miniprogramme, der heute allgegenwärtigen Apps.
Damit waren die Spielregeln jedoch bereits festgelegt. Denn anders als beim iPhone gab es keine Geräteklasse, die überreif für eine Schönheitskur war. Entsprechend vorsichtig war die Aufnahme des iPads: Als schöner E-Reader, als portables Filmportal, Surfmaschine, Spielkonsole und Facebook-Zugang, aber keineswegs als sortenreines Spezialgerät. Denn während dem iPad ein Alleinstellungsmerkmal (außer seinem Format) fehlte, waren auch einzelne Schwächen der neuen Geräteklasse nicht zu übersehen. Zum Telefonieren war es von vornherein ungeeignet – und auch denkbar unpraktisch. Und auch die Softwaretastatur galt als ausreichend für gelegentliche Mails, eine klassische Tastatur ersetzen konnte sie aber nicht. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Trotzdem geschah das Unerwartete: Der Spagat zwischen Unterhaltungsgerät und Arbeitshilfe glückte und machte das iPad und alle folgenden Tablets für breite Käuferschichten so unglaublich attraktiv. Das Tablet erwies sich über Nacht als das absolute Über-Nice-To-Have: Praktisch für unterwegs, nett bei der Arbeit und perfekt fürs Sofa. Mit dem iPad konstruierte Apple außerdem ein Gerät, das intuitiv bedienbar und dabei auch noch komfortabel dimensioniert war – gerade für Kinder und ältere Menschen war damit erstmals ein elektronisches Unterhaltungsgerät wirklich geeignet.

Mittlerweile schenken Erwachsene ihren Eltern Tablets zu Weihnachten. Wer wäre vor 10 Jahren auf die Idee gekommen, seinen Eltern einen Handheld-PC zu schenken? Wer die Altvorderen mit moderner Unterhaltungstechnik beglücken wollte, besorgte ihnen einen DVD-Player – ein Abspielgerät ohne Aufnahmefunktion.
Tablets haben einen realen Mentalitätswandel bewirkt. Auch Technikfremde kommen mit einem iPad problemlos ins Netz. Und der Hype ist ungebrochen, ja er verstärkt sich eher noch. Die Konsumforscher der GfK haben dem Tabletmarkt bereits im September 2014 ein solides Wachstum von 28% und den Tablet-Computern bombastische 130(!) % für das vergangene Jahr attestiert.

Seit 2010 haben Apple, Samsung, Sony etc. alles getan, was Hersteller immer tun, wenn ein Produkt funktioniert, aber noch Luft ist, um alle Bedürfnisse der Zielgruppe anzusprechen – sie haben das Angebot verbreitert. Zum klassischen Format sind die 7- und 8-Zöller für den handlichen Info-Quickie hinzugekommen, und für Freunde des Großformats die 12-Zoll-Variante. Tastaturen zum Anstecken sind heute überall zu bekommen und Hybridgeräte, die sogenannten Tablet-PCs beginnen die klassischen Notebooks aus dem Markt zu verdrängen. Seitdem mit LTE nun auch Bandbreite für datenintensive Anwendungen zur Verfügung steht, haben die Verkaufszahlen ebenfalls nochmal deutlich angezogen.

Und nun?
Da scheiden sich aller Begeisterung zum Trotz die Geister. Manch einer sieht in den Phablets die Nemesis der Tablets am Horizont aufblitzen, andere glauben an eine Zukunft als Multikomponenten-Zentrale im Internet of Things – mit dem Smartphone für draußen und dem Tablet für zuhause.
Die Wahrheit liegt wohl wie so oft in der Mitte. Verschwinden werden wohl vor allem kleine Smartphones, und ob sich die ganz großen-Tablets auf Dauer am Markt festsetzen werden? 12 Zoll sind nett. Aber wer fernsehen will, kriegt zum gleichen Preis nicht selten auch 42 Zoll oder mehr an die Wand.
Und doch ist abzusehen, dass vor allem mit dem Trend zur Automatisierung zuhause mehr und mehr Aufgaben in die Cloud wandern werden. Warum nicht also nicht Rennen fahren und gleichzeitig die Wohnzimmertemperatur regeln?

Oh, und für Nostalgiker, die High-Tech auf dem Schoß lieben, gibt‘ s hier das iPad Air 2 und viele andere fantastische Tablets mit ausgezeichneten Tarifen zu unschlagbaren Preisen:

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Quellen:
http://goo.gl/JDrXhN
http://goo.gl/Uk4Tzf
http://goo.gl/LlS9PT

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