Startseite Entertainment Masse statt Klasse? Kasse statt Masse!

Masse statt Klasse? Kasse statt Masse!

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Der Jahreswechsel ist ja traditionell die Zeit der Rück- und Ausblicke. Nicht umsonst werden 99% aller guten Vorsätze kurz vor Silvester gefasst, um dann bei der nächsten Rückschau geflissentlich übergangen zu werden. Einfacher hat’s, wer sich Dinge vornimmt, die entweder selbstverständlich sind oder die man schon immer wollte: „Mehr sitzen“ z.B. oder „Ich will mich dieses Jahr ungesünder ernähren“.
Wer sagt, dass Vorsätze nicht zählen, bloß weil sie keine Disziplin erfordern? Erfolg ist schließlich eine Frage des Maßstabs.
Warum nicht von den Großen lernen? Die setzen immer auf wahrscheinliche Ziele: Wachstum!
Die Datenanalyse-Spezialisten von App Annie z.B. haben jüngst einen Blick auf die Downloadzahlen bei iTunes und Play Store geworfen und kommen für das Jahr 2015 zu erstaunlichen Ergebnissen, und ratet wer gewonnen hat?

Die Antwort: Beide natürlich!

Das staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich. Während Google seine Downloadzahlen für den Play Store zwischen 2013 und 2015 in etwa verdoppeln konnte, hat Apple im gleichen Zeitraum das Kunststück vollbracht seine Einnahmen mit dem iTunes App-Store zu verdoppeln – bei weitgehend konstanten Downloadzahlen.

Apps 2015
App-Downloads und -Ertrag 2013 – 2015. Quelle: App Annie 2015 Retrospective — Monetization Opens New Frontiers: http://blog.appannie.com/app-annie-2015-retrospective/#sthash.x0zzvjiw.dpuf

Hintergrund dieser Entwicklung sind natürlich die globalen Marktanteile und die Marktentwicklung. Während Android im 3. Quartal 2015 auf einen weltweiten Marktanteil von 84% kam, profitiert Apple vor allem vom immer wichtiger werdenden Smartphone-Markt China. Vor allem das iPhone 6s hat sich als wahrer Kassenschlager erwiesen: Bei nie dagewesenen 19% lag der iOS-Marktanteil im bevölkerungsreichsten Land der Welt. Damit hat Apple mit Xiaomi und Huawei sogar Chinas Elektronik-Elite in die Schranken gewiesen.
Was sich hier abzeichnet ist mehr als ein bloßer Tech-Trend. Die jüngsten Zahlen sind auch ein Indikator für die veränderten Einkommensverhältnisse im einstigen Billiglohnland China, das sich nach Jahren der Brachialkonjunktur zu einer spürbar robusteren Binnenwirtschaft aufschwingt. Und wer Geld hat, gibt es üblicherweise auch aus. Schon längst hat China die USA als wichtigster App-Markt abgelöst. Nach der diesjährigen Retrospektive von AppAnnie ist der chinesische App-Store im letzten Jahr regelrecht „explodiert“. Wie überall auf der Welt haben es vor allem Games der chinesischen Kundschaft angetan.
Weltweit sind neben Spielen vor allem Taxidienste, Shoppingplattformen, Dating-Apps und Streaming-Services die großen Gewinner. Sicher – keine große Überraschung, aber doch spannend: Ein immer größerer Teil des alltäglichen Lebens findet digital statt, und das global. Während Google vor allem auf Reichweite setzt, profitieren Apple und Entwickler schon heute von sprudelnden Einnahmen.

Gut für Android-Nutzer, jedenfalls solange Google sein Geschäftsmodell nicht wesentlich ändert. Und gut für App-Entwickler – jedenfalls solange Apple bereit ist zu teilen.

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