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Unsichtbar durch die schöne, neue Welt

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Beginnen wir den Tag mit einer Plattitüde: „Urlaubszeit ist Reisezeit“.
Bitte zügelt Eure Begeisterung – das mit dem Übergang in die Thematik kriegen wir schon noch hin, denn heute soll es mal um eines der traditionell wichtigsten Reiseutensilien gehen – die gute, alte Karte.
Passt, denn justament zu Beginn der diesjährigen Feriensaison erreichte uns die Nachricht, dass Nokia nach Aufgabe seiner Handysparte nun auch seinen eigenen Kartendienst zwar nicht zu Grabe getragen, aber doch in andere Hände gelegt hat. „Here“ war Nokias spät eingeläutete Antwort auf Google Maps. Technologisch durchaus fortschrittlich, stammt das Kartenmaterial vom mittlerweile in Here aufgegangenen Geodatenprovider Navteq, der auch die Navi-Hersteller Garmin und Navigon belieferte. Käufer von Here sind bezeichnenderweise denn auch Branchenverwandte – nämlich die Autoriesen Audi, BMW und Daimler. Und auch damit vollzieht sich die wunderbare Wandlung vom Auto zum vierrädrigen Smartphone. Wie, was?
Nun, dass der digitale Fortschritt vor des Deutschen liebstem Räderwerk nicht Halt macht ist ja schon länger zu beobachten. Fest eingebaute Navis waren und sind nur der stotternde Anfang. Tempo aufgenommen hat diese Entwicklung nun vor einigen Monaten mit Gerüchten, dass Google und Apple ihrerseits damit begonnen haben, an eigenen Autos mit autonomer Steuerung zu tüfteln.

Grund genug für Deutschlands Premiummarken, ihre sonstigen Rivalitäten beiseite zu legen und sich den wichtigen Kartendienst gemeinsam zu sichern. „Teile und herrsche“, die Strategie der Machiavellisten – na gut, der Vergleich hinkt, er funktioniert hier trotzdem. Der gebündelten digitalen Übermacht im fernen Amerika tritt man dann doch lieber gemeinsam entgegen.
Was da möglicherweise am Ende auf uns zurollt, haben die zwei Entwickler Charlie Miller und Chris Valasek gerade erst auf wired.com demonstriert: Mit Laptop und WLAN haben sie die vollständige Kontrolle über Lüftung, Audiosystem, Bremsen und Motorsteuerung eines Jeep Cherokee übernommen. Nun ja.
Kinderkrankheiten? Hoffentlich.
Passend dazu veröffentlichte Spiegel Online gestern eine Anleitung, wie man das Standort-Tracking in Google Maps abschaltet. Na endlich, Sommerreisen ohne Beschattung. Das klingt doch mal nach einem gelungenen Urlaub.

Weiterführende Links:
http://goo.gl/yLc1vc
http://goo.gl/woqeW0
http://goo.gl/cCMrG4

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