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Turing Phone Cadenza: Zu schön, um wahr zu sein

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Eine kalifornische Firma kündigt das beste Smartphone der Welt an. Das Turing Phone Cadenza glänzt mit luxuriöser Ausstattung und mehr Leistung als ein durchschnittlicher PC. Das Interesse an dem Turbo-Smartphone ist groß, doch die Skepsis überwiegt.

Allein die Vorstellung, dass es ein Smartphone wie das Turing Phone Cadenza geben könnte, lässt die Herzen der Technikfreaks höher schlagen. 12 GB RAM, zwei Prozessoren mit insgesamt 16 Kernen und bis zu einem Terabyte Speicher wirken übertrieben und zu schön, um wahr zu sein. Kaum vorstellbar, dass all das in einem Smartphone Platz finden soll, das mit 5,8 Zoll nicht viel größer ist als aktuelle Top-Geräte von Samsung und Co. Sollte die Ankündigung nur ein Hoax sein, dann kommt er vom Hersteller selbst. Tatsächlich hat der Hersteller Turing Robotic Industries (TRI) das Smartphone selbst in einem Newsletter angekündigt.

Turing Robotic Industries – noch nie gehört?

TRI ist ein kalifornisches Unternehmen, das den Smartphone-Markt revolutionieren will. Seine Smartphones sollen vor allem überaus robust und sicher vor Hackerangriffen sein. Dazu will TRI ein eigenes Sicherheitssystem sowie besonders stabile Gehäuse aus metallischem Glas geschaffen haben. Sein erstes Smartphone hatte der Konzern 2014 angekündigt. Das Turing Phone soll mit einem Qualcomm Snapdragon 801-Prozessor, 3 GB RAM, einem 5,5 Zoll-Display und einem Akku mit 3.000 mAh ausgestattet sein. Alle Teile des Smartphones sollen nach IPX8 wasserfest sein und statt eines üblichen Anschlusses für das Ladekabel soll ein Magnetport verbaut worden sein. Ob dies auch der realen Ausstattung des Smartphones entspricht ist unklar. Bisher wurden nur Prototypen gesichtet, beim Nutzer kam das Gerät nie an. Dabei konnte es ab dem 31. Juli vorbestellt werden. Wer jetzt ein Turing Phone möchte, muss sich für den Newsletter registrieren und auf die nächste Vorbestell-Runde warten.

Einmal auftanken bitte

Schon beim Prozessor kommen erste Zweifel an der Echtheit des Vorhabens von TRI auf. Der Snapdragon 830 von Qualcomm soll angeblich in doppelter Ausführung verbaut werden. Das Problem: Dieser Prozessor ist noch nicht auf dem Markt, wird derzeit erstmals getestet und soll voraussichtlich im Frühling 2017 vorgestellt werden. Zwar soll ein einzelner Snapdragon 830 bis zu acht Gigabyte RAM unterstützen, dass TRI die beschriebene Zusammenstellung der Komponenten bereits testen konnte, wagen wir allerdings zu bezweifeln. Ein weiterer Punkt, der Zweifel aufwirft, ist der Akku, oder besser die Akkus. Drei verschiedene Technologien sollen hier zum Einsatz kommen: Ein üblicherweise in Smartphones verbauter Lithium-Ionen-Akku mit 1.600 mAh, eine Graphen-Superkondensator-Batterie mit 2.400 mAh und eine Wasserstoff-Brennstoffzelle.

Soll das Cadenza aufgetankt werden?

Aufladen und auftanken? Mit der Ausstattung, die TRI scheinbar verbauen will, wird das nötig sein.

Vor allem sie sorgt für Unruhe in Expertenkreisen. Schließlich braucht eine Brennzelle etwas, dass sie verbrennen kann. Muss das Cadenza Smartphone dann regelmäßig aufgetankt werden? Bei der Recherche fanden wir allerdings heraus: Die Kombination aus einem normalen Akku und einer Wasserstoff-Brennzelle wurde tatsächlich schon in einem Smartphone getestet. Das britische Unternehmen Intelligent Energy stellte im August 2015 eine Brennstoffzelle vor, die ein Handy mit einer „Tankfüllung“ bis zu einer Woche mit Strom versorgen konnte. Damals wurde die Zelle zusätzlich zu einem Lithium-Ionen-Akku in einem iPhone 6 verbaut. Aufgetankt wurde das Gerät über den Kopfhörer-Anschluss.

Die Daten des Super-Smartphones im Überblick:
  • Zwei Qualcomm Snapdragon 830-Prozessoren
  • Insgesamt 16 Prozessorkerne
  • 12 GB RAM
  • 512 GB interner Speicher
  • 500 GB Speichererweiterung möglich
  • 5,8 Zoll Display, mit Quad-HD-Auflösung
  • 60 Megapixel Hauptkamera
  • 20 Megapixel Frontkamera
  • Videos in 6K-Auflösung
  • 4 SIM-Kartenslots
  • Dreifacher Akku
  • Swordfish OS

Cadenza: Hoax oder Marketing-Gag?

Wer sich noch nicht vollends von der Hoffnung verabschiedet hat, dass es das Turbo-Smartphone tatsächlich geben wird, kann den Release im kommenden Jahr herbeisehnen. TRI selbst schreibt im Newsletter, dass die Firma nach der Auslieferung des Turing Phones mit dem Bau des Cadenza beginnen will. Da mit der Auslieferung des Turing Phones noch nicht begonnen wurde, werden Technik-Freaks vielleicht auch länger warten müssen.

Ob Cadenza frei erfunden ist oder doch ein Stück Wahrheit dahintersteckt, wagen wir nicht zu beurteilen. Vielleicht plant TRI tatsächlich, das Unmögliche möglich zu machen, vielleicht ist das Ganze aber auch nur ein Marketing-Gag. Wir sind in jedem Fall auf kommende News zum Turing Phone Cadenza gespannt.

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