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Der Rundumschlag – Google I/O 2016

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Im digitalen Blätterwald rauscht es gewaltig, und das Sturmbrausen hat seinen Ursprung in Mountain View, dem Mekka der Google-Nerds. Die diesjährige Google I/O hat ihre Pforten geöffnet und wieder einmal für mächtig Wirbel gesorgt. Die Marksteine der kommenden Jahre: Kontext, Venetzung, Virtual Reality. Aber der Reihe nach.

Okay, Google – gib uns Kontext!

Google IO Präsentation

Die Entwicklerkonferenz Google I/O findet jährlich in San Francisco, Kalifornien, statt.

Sprachgesteuerte Suchen sind heute Mainstream. Ob Microsofts Cortana, Apples Siri und in Zukunft Googles neuer „Assistant“, der das weitverbreitete Google Now ablösen wird. Bislang hatten alle Konzepte eines gemein: Sie alle sollen uns den Alltag erleichtern, indem sie uns das lästige Tippen ersparen. Dabei waren sie reine Frage-und-Antwort-Maschinen. Das soll sich nun ändern. Kontextbasierte Informationen sind Googles Antwort auf die tatsächliche Komplexität des Alltags. Der Google Assistant wird uns in die Lage versetzen, mit unserem Suchassistenten tatsächlich zu kommunizieren – also ein aufeinander aufbauendes Gespräch zu führen.

Ob ich nun ins Kino gehen will, Kritiken zu einem Film suche oder gleich die passenden Tickets buchen will – oder abends kochen will, ein einfaches Rezept für vier Personen und das Spezialitätengeschäft mit der asiatischen Fischsauce um die Ecke suche – fortan wird uns der Google Assistant mit Antworten aushelfen, die uns tatsächlich in einem größeren Zusammenhang unterstützen sollen.

Home sweet home

Google wäre nicht Google, stünde das Thema Vernetzung nicht ganz oben auf der Liste. Der erwähnte Assistant wird in Zukunft essentieller Bestandteil von Googles IoT-Smart Hub „Google Home“ sein. Zur Erinnerung: Google Home ist das Gegenstück zu Amazons „Echo“, dem persönlichen Wohnzimmerassistenten des Shoppingriesen. Auch davon noch nie gehört? Kein Wunder – bis heute ist der digitale Info-Butler nur in den USA erhältlich, denn die Großen der Branche waren bei der Entwicklung digitaler Assistenten bisher äußerst zurückhaltend, zumindest in Europa sind  Datenschutzfreunde bislang auch wenig begeistert von Allround-Speakern (und Allround-Mikros), die jedes einzelne Wort aufnehmen können. Der Sorge um die eigene Privatsphäre will Google jetzt wohl durch ein gewaltiges Paket an Vorteilen begegnen. So soll Google Home mit dem Assistant verzahnt werden und auf ein umfassendes Setting von kontextbasierten Inhalten, YouTube, Googles Mail und Music zurückgreifen, um so zu einer schlagkräftigen Allzweckwaffe im Kampf um den immer wichtigeren Trend „IoT“ werden.

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Mobil wird virtuell

Über den nächsten Android-Release „Android N“ war ja schon einiges zu lesen: Schnellere Installationsroutinen für Apps, automatische Sicherheitsupdates, ein schlankeres Interface. Im Grunde genommen alles was zu erwarten war. Schon aufregender ist da Googles Aufruf, sich an der Namensgebung des neuesten Release zu beteiligen. Wer will, der kann seinen Vorschlag für das „N“ in Android N hier einreichen.

Wirklich krachen aber lässt es Google mit der Vorstellung seiner „Daydream“ getauften integrierten VR-Plattform. Bestehend aus Smartphone, Controller und Brille und feinabgestimmten Apps, setzt Google nun einen herstellerübergreifenden Standard für die kommenden Jahre. Das bekannte Cardboard geht zeitgleich in Rente – im Rückblick ein geschickter Schachzug – diente Cardboard doch als kostengünstiges Test-Tool, um nun mit der nächsten Android-Version ein veritables Allround-Werkzeug aus der Traufe zu heben. Wenn nun alle Hersteller nach einem gemeinsamen Standard die entsprechende Hard- und Software herstellen können, dann müssen sich nicht nur Oculus Rift und HTC Vive warm anziehen, dann dürfte VR weltweit auch richtig abheben!

Google Daydream

Mit der VR-Plattform „Daydream“ könnte Google für einen Durchbruch im Bereich Virtual Reality gesorgt haben.

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