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Schneller chatten mit Allo

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Google bläst zum Angriff auf WhatsApp: Mit seiner neuen Chat-App Allo will der Internetriese Facebook Konkurrenz machen. Nach neuesten Informationen soll die neue Google-App am Mittwoch erscheinen.

Google hatte Allo zusammen mit dem Videochat-Programm Duo auf der Entwicklerkonferenz Google i:O im Mai vorgestellt. Doch während Duo im August erschien, können sich Nutzer für Allo bisher nur vorregistrieren. Google hatte keinen festen Termin für das Erscheinen der App genannt, sondern lediglich auf das Ende des Sommers als Zeitraum verwiesen. Damit hat Google offenbar das astronomische Ende des Sommers und zwar den 21. September gemeint. Das zumindest legen nun Informationen von Evan Blass nahe, der auf Twitter für seine sehr zuverlässigen Leaks rund um Smartphones und Tablets bekannt ist.

Das kann Allo

Google hat bereits einen eigenen Kurznachrichtendienst: Hangouts. Der Dienst ist auf vielen Android-Smartphones sogar vorinstalliert, wird aber kaum genutzt. Im Vergleich zu anderen Messenger-Apps wie WhatsApp oder der Facebook-Messenger, spielt Hangouts fast keine Rolle. Der Dienst ähnelt mit seinen Funktionen vor allem WhatsApp. In Zukunft soll Hangouts vor allem auf die Bedürfnisse von professionellen Nutzern ausgerichtet werden.

Der Vorgänger von Allo: Hangouts

Hangouts ist in Zukunft das Chat-Programm für Business-Nutzer.

Bei Allo sieht das anders aus: Neue Features sollen das Texten nicht nur einfacher, sondern auch schneller machen. Stichwort: Antwortvorschläge. Allo analysiert den Chat und lernt mithilfe von Machine Learning den Sprachstil des Schreibenden. Angepasst an diese Informationen werden dem Nutzer Vorschläge gemacht, mit denen er in Sekundenbruchteilen antworten kann. Dazu gehören geschriebenen Antworten auch Sticker. Das System kann neben Textinhalten auch die Inhalte von Bildern erkennen.

Direkte Verbindung zum Assistenten

Zudem ist über den Messenger die direkte Kommunikation mit dem Google Assistant möglich. Dieser kann in einen Gruppen- oder Einzelchat integriert werden, passende Suchanfragen starten und die Ergebnisse direkt im Chat liefern. Sucht also eine Gruppe nach einem geeigneten Restaurant für ein Treffen, kann der Assistant Vorschläge im Chat senden und auch gleich einen passenden Termin nennen, da Allo mit dem Kalender verbunden ist. Zusätzlich werden Nachrichten über Allo wie bei WhatsApp mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versendet. Diese allerdings ist nicht automatisch voreingestellt, weshalb zum Beispiel Edward Snowden vor der App warnte. Sicherer ist anscheinend der Inkognito-Modus, für dessen Chats ein Ablaufdatum eingestellt werden kann. Wird dieses Datum erreicht, wird der Chat unwiederbringlich gelöscht.

Chatten
WhatsApp abgemahnt

Nach der Änderungen seiner Datenschutzbestimmungen wurde WhatsApp nun von Verbraucherschützern abgemahnt. Der Konzern will die Daten seiner Nutzer wie zum Beispiel die Telefonnummer an seine Konzernmutter Facebook weitergeben. Verbraucherschützer haben das Unternehmen nun abgemahnt. Bei der Übernahme von WhatsApp hatte Facebook bekundet, dass WhatsApp unabhängig bleiben solle. Der Verbraucher habe darauf vertraut und sei nun enttäuscht worden, erklärte Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands. WhatsApp hat nun bis zum 21. September Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben.

Apropos löschen: Nachrichten, die bereits versendet worden sind, können sogar nachträglich gelöscht werden. Leider lassen sich über Allo keine Dokumente verschicken, sondern nur Fotos, Nachrichten, Sprachnachrichten und Videos. Fans von Stickern werden mit Allo Freude haben: Die App wird mit drei Sticker-Paketen geliefert, 24 weitere können später installiert werden.

Ist schneller gleich besser?

Die Identifizierung des Nutzers und seines Smartphones soll wie bei WhatsApp über die Handynummer vonstattengehen. Um das Erlebnis der App zu perfektionieren, soll aber eine Verbindung zum Google-Account hergestellt werden.

Du möchtest in Zukunft Google Allo benutzen? Dann kannst Du Dir hier vorregistrieren und bekommst eine Nachricht, sobald die App verfügbar ist.

Ob Allo wirklich die Zukunft des Chattens ist? Fakt ist: Tatsächlich könnte Google mit der App einen Service bieten, das Texten beschleunigt. Interessanter wird eher sein, ob die Nutzer Lust darauf haben, sich von einem Computerprogramm analysieren zu lassen und wie gut Allos Analyse am Ende ist.

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