Startseite Entertainment Pflicht-Updates für Smartphones?

Pflicht-Updates für Smartphones?

Update
1

Verbraucherschützer wollen regelmäßige Updates zur Pflicht machen – und zwar für die Hersteller. Die haben sich in der Vergangenheit nur allzu gern früh aus der Verantwortung geflüchtet. Logisch – denn einem Gerät ohne Softwaremängel fehlt vor allem eines: Eine eingebaute Lebensdauergrenze.

Während Flaggschiffbesitzer sich nach dem Kauf zunächst sorglos zurücklehnen können, haben Käufer günstigerer Mittelklasse oft schon bald das Nachsehen. Maximal eine Betriebssystemgeneration liefern die meisten Hersteller nach, beim zweiten Release innerhalb von zwei Jahren ist dann meist Schluss.
„Neukauf“ lautet die einträgliche Devise der großen Konzerne. Denn obwohl moderne Smartphones heute auch in der Mittelklasse häufig genug Leistung für die kommenden Jahre mitbringen, haben Unternehmen und Aktionäre kein Interesse an allzu zukunftssicheren Smartphones. Die einfachste Möglichkeit, die Nutzungsdauer zu begrenzen ist einfach keine Updates mehr auszuliefern. Nutzer, die ihr Smartphone auch ohne notwendige Updates weiternutzen, tragen das Risiko durch Sicherheitslücken selbst – sie werden zum Einfallstor für Hacker und Viren.

Europas Verbraucherschützer fordern Update-Pflicht

Mit dieser fragwürdigen Praxis soll nach dem Willen von Europas Verbraucherschützern so bald wie möglich Schluss sein. Auf der vorgestern abgehaltenen Versammlung der internationalen Verbraucherschutzorganisation Consumers International verlangten sie Änderungen, die nicht nur Smartphone-Hersteller, sondern auch App-Entwickler betrifft: Künftig sollen nach dem Verkauf eines Gerätes oder einer Dienstleistung sichergestellt werden, dass „wichtige Sicherheitsupdates“ über einen „angemessenen Zeitraum“ verfügbar sind. Unter dem Hashtag #BetterDigitalWorld fordern die Verbraucherschützer eine umfassende Neuregelung.

Sicherheit und Wachstum sollen profitieren

Sollten die Forderung der Verbraucherschützer eines Tages umgesetzt werden, versprechen sich die Initiatoren davon nicht nur direkte Vorteile für den Endkunden; auch die Branche selbst soll langfristig von mehr Sicherheit profitieren. Zögerliche Kunden könnten mit der Gewissheit sicherer Endgeräte eher dazu bewegt werden, in Zukunft Dienste zu nutzen, die sensible Daten erfordern.

Verpflichtende Updates nicht in nächster Zukunft

Verpflichtende Updates sind zwar keine Garantie für ein sicheres Handy, denn die Verantwortung für den malware-freien digitalen Alltag liegt auch beim Nutzer selbst. Dennoch: Je länger ein Hersteller mit Patches versorgt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Hacker und andere Unbefugte Sicherheitslücken zunutze machen. Die Forderung der Verbraucherschützer ist also durchaus berechtigt. Doch mit einer raschen Umsetzung ist nicht zu rechnen; zu groß dürfte der Widerstand der Hersteller zunächst ausfallen. Immerhin bedeuten globale Updates vor allem eines: Steigende Kosten.

Huawei P10

Kommentare (1)

  1. Ich hab ein Samsung galaxy J3 2016 und ich bekomme zwar sicherheitsupdates aber bis jetzt kein Android 6/7 update habe damals bei samsung gefragt der erste sagte wegen probleme bleibt es bei 5.1.1 paar tage später wurde gesagt es wird vielleicht kommen ich hab dann ne custom rom mit android 6 installiert läuft gut. Ich glaube samsung will kein upgrade dafür bereitstellen es hat vielleicht 189euro gekostet aber ich finde warum soll man bei einem 200euro handy weniger updates geben als ein 800euro handy ? Nur weil es billiger war ist der kunde dann scheiß egal ? Also ich wechsel jetzt zum iphone da bekommt man sogar 3jahre updates

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.