Startseite Entertainment LTE – Die bessere Wahl?

LTE – Die bessere Wahl?

1
0

LTE ist der schnellste Standard. Provider geben Datenübertragungsraten von bis zu 21,6 Mbit/s an. Tarife, in denen nur mit UMTS gesurft werden kann, bieten Geschwindigkeiten von bis zu 21,1 Mbit/s. Lohnt es sich dann überhaupt einen Vertrag mit LTE zu buchen? Ja! Wir erklären warum. 

LTE und LTE-Advanced sind die schnellsten Mobilfunkstandards und ermöglichen flüssiges Surfen im Internet. Schaut man sich die Angebote der großen Provider an, stößt man auf Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s, die versprochen werden. Mittlerweile ist schnelles Internet nicht mehr teuer. Viele Provider haben auch Prepaid-Tarife im Sortiment, die unter 10 Euro im Monat kosten. Vodafone hat derzeit das dichteste Netz, die Telekom schneidet in verschiedenen Tests als Sieger ab. 4G ist seit 2011 verfügbar, richtig verbreitet ist es seit 2013.

Wie schnell ist LTE?

Die Abkürzung steht für Long Term Evolution. LTE ist derzeit der schnellste Mobilfunkstandard. Häufig wird es auch mit der vierten Generation gleichgesetzt und 4G genannt. Genauso wie die Vorgänger HSDPA/UMTS (3G) baut der Standard auf dem GSM-Netz, dem zweiten Mobilfunkstandard, auf. 4G schafft Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s im Download. Die Frequenzen variieren regional, sie reichen vom 700 bis 2600Mhz und sind damit zum Teil das direkte Ergebnis der sog. „digitalen Dividende“ – also der Neuvergabe von alten Analogfrequenzen.

Noch schneller surfen

LTE war gerade erst so richtig verbreitet, da war es schon fast wieder ein alter Hut. Die Provider haben nämlich schon nachgerüstet und zwar auf LTE Advanced. Und wie sollte es anders sein, dieser Mobilfunkstandard ermöglicht noch höhere Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Mbit/s. Der Standard ist abwärtskompatibel und nur Smartphones, die LTE der Kategorie 6 unterstützen, können den Standard nutzen. Mit LTE-A, wie es auch genannt wird, sind die Bedingungen für Videostreams und Voice-over-IP-Telefonie ideal, da es mit sehr niedrigere Latenzzeiten punktet.

Die Geschwindigkeit hat ihre Grenzen

Einige Nutzer wundern sich darüber, dass Bitraten von 300 Mbit/s im Alltag nie erreicht werden. Bei den Tarif-Angaben handelt es sich um die Brutto-Bitraten, die angegeben werden. Was netto beim Kunden ankommt, kann variieren. Entscheidend ist die Zahl der Nutzer in der Umgebung, die Entfernung von der Basisstation, die technische Ausstattung des Endgerätes, die jeweils verfügbare Frequenz und auch Funkhindernisse wie zum Beispiel Stahlbeton-Wände. Sind alle Faktoren optimal, können tatsächlich 300 Mbit/s erreicht werden. Allerdings ist das im Alltag eher selten der Fall, vor allem weil immer mehr Kunden das LTE-Netz nutzen möchten. Je mehr Smartphones sich im Bereich einer Station befinden und von ihr Daten abrufen, desto langsamer wird das Netz für den einzelnen.

Up- und Downstream

Die im Tarif angegebenen Höchstraten beziehen sich in der Regel auf den Downstream, also die Geschwindigkeit mit der Daten heruntergeladen werden können. Die Geschwindigkeit in der Daten hochgeladen werden ist meist geringer und bewegt sich, wenn es im Downstream bis zu 300 mbit/s gibt, zwischen etwa 50 und 150 mbit/s für den Upstream.

Schlagkräftige Argumente für LTE

Vor allem in ländlichen Regionen wurde LTE als Ergänzung zum UMTS-Netz ausgebaut. Mancherorts müssen Kunden  noch UMTS nutzen, ein paar Kilometer weiter ist dann nur noch 4G verfügbar. Wer hier nur einen güntigen Tarif ohne schnelles Netz gebucht hat, wird sich ärgern. Zusätzlich reichen die niedrigen LTE-Frequenzen häufig weiter als die UMTS-Frequenzen. 4G kann auch häufiger in geschlossenen Räumen genutzt werden.

Sendemast 4G

Hier gibt es besten Empfang.

LTE-Nutzer profitieren von niedrigen Latenzzeiten. Das ist die Zeit, die benötigt wird um eine neue Verbindung herzustellen und eine Seite neu zu laden. Das muss bei UMTS mit jedem weiteren Klick auf der Webseite gemacht werden, weil die Verbindung nach dem kompletten Laden der Seite abgebrochen wird. Dadurch entstehen durchschnittliche Wartezeiten von einer Sekunde. Videotelefonie und Livestreams sind so nur schwer möglich. Wird LTE genutzt, besteht eine dauerhafte Verbindung und es müssen nicht immer wieder alle Daten neu geladen werden. So werden maximal 50 Millisekunden benötigt.

Surfen im Zug

Surfen im Zug ist ohne LTE eher schlecht.

Hochwertiges Netz: Welche Qualität ein Netz hat, beschreibt der QoS-Level. QoS bedeutet Quality of Service. Während UMTS und ältere Standards nur wenige QoS-Level erreichen, hat LTE mehrere Level mit verschiedenen Vorzügen. So kann je nach Nutzung unterschieden werden, ob der Nutzer gerade eine höhere Datenübertragungsrate, weil er zum Beispiel etwas herunterlädt, oder eine kürzere Ladezeit benötigt, was bei Online-Games von Vorteil ist.

Stimmt Deine Hardware?

LTE kann nur mit Geräten genutzt werden, die 4G-fähig sind. Mittlerweile setzen alle großen Hersteller auf die passenden Bauteile und auch günstigere Smartphones, zum Beispiel von Huawei, eignen sich zum Surfen im schnellsten Netz. Ein LTE-Smartphone zu kaufen zahlt sich aus. Denn  Smartphones, die den neuen Standard unterstützen, sind abwärtskompatibel, können also auch in den Frequenzen älterer Standards funken. Ist 4G nicht verfügbar, wird automatisch auf einen niedrigeren Standard umgeschaltet. Die besten kompatiblen Smartphones findest Du hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.