Startseite Entertainment Doppelt hält besser.

Doppelt hält besser.

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Smartphones werden immer leistungsfähiger, kein Wunder, denn der Markt verlangt permanent nach immer brillanteren Displays, größeren Bilddiagonalen und mehr Rechenpower .
Allein, es wird immer schwieriger die anspruchsvollen Bauteile moderner Smartphones auch anhaltend mit Energie zu versorgen, WhatsApp hier, Video da, ein paar Spiele unterwegs, und der geliebte Unterwegsbegleiter verabschiedet sich in den Winterschlaf bis zur nächsten Ladung.

Ein schlapper Akku ist nicht nur ärgerlich, sondern vor allem unpraktisch. Der Handy-Frust hat vor allem technische Gründe, denn auch die modernsten Akkus lassen sich nicht beliebig verkleinern. Deshalb kommen auch in diesem Jahr wieder vor allem Modelle mit Akkukapazitäten von 2500 – 3500 mAh auf den Markt. Die Folge: Sinkende Laufzeiten.
Was aber tun, wenn unterwegs keine Steckdose greifbar ist oder keine Zeit ist, das Handy mal eben für 2 Stunden beiseite zu legen?
Die Lösung: Eine Powerbank.

Bei einer Powerbank, auch als Akkupack bekannt, handelt es sich um einen externen Akku für unterwegs. Die Technik ist einfach, im Grunde genommen handelt es sich um klassische Lithium-Ionen-Akkus mit USB-Buchse. Hier lässt sich das Handy direkt anschließen.
Praktisch eigentlich, die handlichen Handy-Tankstellen für unterwegs. Die meisten Modelle sind etwa halb so groß wie ein Smartphone und bringen allenfalls ein paar hundert Gramm auf die Waage und sind damit immer noch vertretbar für die Hand- oder Jackeninnentasche.

Dicker Name, halbe Leistung
Die Technik hat ihre Tücken, denn tatsächlich ist es so, dass kaum ein Akkupack die versprochene Leistung auch tatsächlich bringt. Wer ein Handy mit einem 2500 mAh sein eigen nennt und annimmt, dass ein Akkupack mit 5.000 mAh glatt für zwei Ladevorgänge reicht, sieht sich alsbald eines Besseren belehrt. Der Grund: Spannungsunterschiede zwischen Akku und Ladebuchse. Die meisten Akkupacks arbeiten mit einer Spannung von 3,7 Volt, Handyakkus hingegen werden mit 5V geladen.

Ein Beispiel:
Ermittelt man die tatsächliche Energie, indem man die Ladungsmenge mit dem Spannungswert multipliziert, kommt man auf einen deutlich höheren Wert, als bei der gleichen Berechnung für den Ladeprozess. Nehmen wir an, wir hätten eine Powerbank mit 5000 mAh, dann kämen wir bei 3,7V auf eine Energiemenge von 18,5 Wattstunden.
Nehmen wir jetzt aber 5V zum Maßstab, wie sie per USB genutzt werden um Smartphones zu laden, dann kommen wir auf eine weit geringere Kapazität. Plötzlich bleiben von unserer Energiemenge nur noch 3700 mAh übrig. Zieht man dann nochmal 10 Prozent ab, die bei den meisten externen Akkus vorgehalten werden, um sie vor Tiefentladung zu schützen, bleiben gerademal rund 3200 mAh übrig. Immer noch genug, um dem Smartphone wieder auf die Sprünge zu helfen, aber bei weitem nicht die erwartete Kapazität.

Der Ausweg: Viel hilft viel.
Reden wir nicht groß drum herum. Die Bezeichnungen auf externen Akkupacks sind vielleicht nicht mutwillig irreführend, aber sie entsprechen einfach nicht den berechtigten(!) Erwartungen der Käufer. Bis sich hier etwas auf der technischen oder der wettbewerbsrechtlichen Seite etwas getan hat, raten wir zum Kauf von externen Akkus mit möglichst größerer Kapazität. Einfache Faustregel: Ziehen sie ein Drittel vom Nennwert ab, dann haben sie ungefähr die echte Kapazität.

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