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Modularer Erfolg – Das Moto Z

Moto Z
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Nach LG hat nun auch Motorola ein erweiterbares Smartphone vorgestellt. Im Herbst soll das modulare High-End Smartphone Moto Z erscheinen. Im Gepäck hat es einen Beamer, einen Lautsprecher und zwei Akku-Packs.  

Modular ist in! Das zeigt der neueste Streich von Motorola. Der Smartphone-Hersteller, der seit 2014 zu Lenovo gehört, hat im Rahmen der Lenovo Tech World 2016 sein neues High-End-Flaggschiff vorgestellt. Nach den Mittelklasse-Geräten G4 und G4 Plus wird nun das Moto Z mitsamt Erweiterungs-Modulen erscheinen. Das Top-Gerät macht aber auch ohne die Erweiterungen eine gute Figur. Die verbaute Technik ist absolut zeitgemäß und kann ohne Probleme mit der Konkurrenz mithalten. Die Ausnahme ist hier der Akku, der mit nur 2.600 Milli-Ampere-Stunden doch sehr knapp ausfällt, allerdings innerhalb von nur 20 Minuten auf bis zu 50 Prozent aufgeladen werden kann – Schnelladetechnik sei Dank. Das Herzstück bilden der Qualcomm Snapdragon 820, der auch schon im LG G5 zum Einsatz kommt, und 4 GB Arbeitsspeicher. Der Prozessor ist derzeit der beste auf dem Markt und bietet eine sehr solide Basis für schnelle Datenverarbeitung und das synchrone Abspielen von Anwendungen auf dem Smartphone. Seine vier Kerne sind mit 2,2 Gigahertz getaktet. Das Display gehört mit 5,5 Zoll zu den größeren Modellen im High-End-Segment. Allein Samsung hat sein Galaxy S7 Edge mit einem genauso großen Bildschirm ausgestattet. Genau wie die Konkurrenz setzt Motorola auf die Quad-HD-Auflösung mit 535 ppi und AMOLED-Technik, die für starke Kontraste und knallige Farben sorgt. Der interne Speicher umfasst 32 GB und kann auf bis zu 2 Terabyte erweitert werden. Betrieben wird das Smartphone mit Android 6.0.1 Marshmallow.

Das Moto Z

Das Moto Z ist das erste Smartphone ohne Kopfhörer-Anschluss.

Ganz ohne Kopfhörer-Anschluss

Bei der Vorstellung des Moto Z prahlte Motorola damit, die beste Kamera verbaut zu haben. Ob dem wirklich so ist, wird sich Tests zeigen. Allerdings sprechen die Werte schon eine sehr eindeutige Sprache. Die 13-Megapixel-Kamera ist mit einem Laser-Autofokus, einem Bildstabilisator und einem farbkorrigierendem Dual-LED-Blitz ausgestattet. Die Blende lässt mit f/1,8 sehr viel Licht durch und ermöglicht es so hoffentlich auch, dass selbst im Dunkeln geschossene Bilder scharf sind und nicht rauschen. Dank des Bildstabilisators sollen die Fotos selbst bei langen Belichtungszeiten nicht verwackeln. Die Selfie-Kamera ist mit einem eigenen Blitz und einer Weitwinkel-Funktion ausgestattet.

Das Design des Moto Z ist ganz anders, als wir es von Motorola gewohnt sind. Statt den üblichen Rundungen hat sich der Hersteller für ein flaches Design mit hervorstehender Kamera entschieden. Das Gehäuse mit den leicht abgerundeten Ecken ist aus stabilem Flugzeugaluminium und Corning Gorilla Glass. Unter dem Display befindet sich ein Fingerabdrucksensor. Erhältlich sein soll das Moto Z in den Farben Schwarz, Gold und Silber mit zusätzlichen Farbakzenten. So ist zum Beispiel eine Kombination aus Schwarz mit Akzenten in Roségold möglich. Das Gehäuse des Moto Z ist Nano-beschichtet und schützt das Smartphone vor Regen und Spritzwasser, macht es aber nicht wasserdicht. Auf einen Kopfhörer-Anschluss wurde verzichtet, stattdessen ist ein USB-C-Adapter für Kopfhörer im Lieferumfang enthalten.

Das Top-Smartphone soll ab Herbst in Deutschland erhältlich sein. Zum Preis hat sich Motorola noch nicht geäußert. Zusätzlich soll das Moto Z Force erscheinen, damit einer 21-Megapixel-Kamera, einem 3.500 Milli-Ampere-Akku und einem bruchsicheren Display ausgestattet ist. Ob diese Variante auch in Deutschland erhältlich sein wird, ist bisher nicht bekannt.

Nach Lust und Laune erweiterbar

Modul kaufen, auf das Smartphone legen, fertig. Die Moto Mods, die Erweiterungsmodule für das Moto Z, sind super einfach mit dem Smartphone zu verbinden. Sie halten magnetisch auf der Rückseite des Smartphones und berühren dort automatisch die Kontakte zur elektronischen Verbindung mit dem Gerät. Lenovo hat selbst keine Preise für die Module bekanntgegeben. Allerdings wirbt der amerikanische Provider Verizon schon mit den Modulen und soll auch Preise veröffentlicht haben. Welche Geräte es gibt, seht ihr hier:

Das Akku-Pack

Mehr Akku-Laufzeit

Die Incipio offGRID PowerPacks sollen die Akkulaufzeit mit 2.200 Milli-Ampere-Stunden um bis zu 20 Stunden verlängern. Laut aktuellen Informationen soll das Modul mit Wireless Charging knapp 100 Dollar kosten. Wer auf Wireless Charging verzichten kann, zahlt 10 Dollar weniger.

Moto Insta-Stare Projector

Dein kleines Kino

Der Moto Insta-Share Projector ist mit einem zusätzlichen Akku ausgestattet und hält etwa eine Stunde durch. Mit 854×480 Pixel und 50 Lumen kann er aber einen 70 Zoll Bildschirm an die Wand bringen. Für den Beamer wird man allerdings tief in die Tasche greifen müssen. 299 Dollar soll das gute Stück kosten.

JBL Soundboost

Das Konzert in Deiner Tasche

Der JBL SoundBoost Speaker verbessert den Sound des Smartphones. Mit knapp 80 Dollar gehört ist er eines der günstigsten Module. Er ist mit einem zusätzlichen Akku und einem Klappständer ausgestattet.

Eine neue Hülle

Individualisiere Dein Smartphone

Auch Rückendeckel aus verschiedenen Materialien, wie zum Beispiel Holz, Nylon oder Leder, können auf der Rückseite zur optischen Verschönerung des Smartphones angebracht werden. Vorteil des Ganzen: Die Kamera steht nicht mehr so ungewöhnlich hoch ab, wenn einer der Deckel aufgebracht wurde und das Smartphone ist so individualisierbar.

Die verschiedenen Module des Moto Z

Dein eigenes Modul

Gerüchten zufolge soll Motorola mit dem Luxus-Kamerahersteller Hasselblad ein Kameramodul planen. Es heißt, das Modul könne die eingebaute Kamera ersetzen und einen zehnfachen optischen Zoom ermöglichen. Zusätzlich will Motorola die Entwicklung neuer Module durch die Nutzer fördern. Wer eine kreative Idee hat, kann sein eigenes Modul entwerfen. Alle Infos dazu gibt es auf der Webseite von Motorola.

Konkurrenz für das LG G5?!

Anders als beim LG G5 muss man das Moto Z nicht ausschalten, wenn man eines der Module anbringen oder wechseln möchte. Das ist ein großer Vorteil. Allerdings kann man dafür den Akku nicht wechseln, was für viele Nutzer ein Nachteil sein kann. Genauso verhält es sich vermutlich mit dem fehlenden Klinke-Anschluss. Schade auch, dass Motorola auf den Schutz vor dauerhaftem Untertauchen verzichtet hat. Trotzdem ist das Smartphone sehr vielversprechend und mit bester Technik ausgestattet. Auch die Module klingen spannend und scheinen wirklich einen großen Zusatznutzen zu bieten. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass Motorola mit seiner modularen Technik für neuen Wind auf dem Smartphone-Markt sorgen wird. Experten vermuten sogar, dass Motorola noch eine weitere Variante, das Moto Z Play herausbringen wird, welches dann spezielle Gaming-Module bekommen soll. Lassen wir uns überraschen.