Startseite Entertainment Wer fühlen will, muss hören – LG V20 soll durch Klang überzeugen

Wer fühlen will, muss hören – LG V20 soll durch Klang überzeugen

LG V20
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Es sind wahrlich schwierige Zeiten für Smartphone-Hersteller – wenn sie denn nicht Samsung heißen. Übergroß scheint die Dominanz des Weltmarktführers, so beherrschend seine Vormachtstellung, dass sich Entwickler, Marketer und Konzernlenker anderer Hersteller an immer neuen Alleinstellungsmerkmalen versuchen – mit durchwachsenem Erfolg. Ob bei LG mit seinem modularen Konzept oder Huawei, wo man mit Leica einen etablierten Kamerahersteller als Optikpartner ins Boot geholt hat. Kleinere Spartenhersteller versuchen es mit neuartigen Cloud-Konzepten wie etwa Nextbit mit seinem bunten „Robin“ getauften Connectivity-Boliden. Und wieder andere Mitbewerber setzen gleich auf Diversifizierung. Xiaomi, einer der größten Hersteller auf dem chinesischen Markt, hat neben Smartphones auch Fernseher, Elektrofahrräder und Dronen im Angebot. Gerüchte um einen Einstieg ins Spirituosengeschäft mussten jüngst ausdrücklich dementiert werden.

Ursache und Wirkung

Der Erfolg des südkoreanischen Elektronikmultis hat das Kräftegleichgewicht auf dem Markt für Unterhaltungselektronik in den vergangenen Jahren deutlich verschoben. Galten zur Jahrtausendwende noch Namen wie Sony, Ericsson und allen voran natürlich Nokia als gesetzte Größen für den Consumer-Bereich, stellte Blackberry diejenigen Anwender zufrieden, die Wert auf professionelle Sicherheitsfunktionen legten.
Es war wahrlich eine digitale Revolution, die 2007 vom iPhone ausgelöst wurde. Aber sie rief schon bald neue Wettbewerber auf den Plan, wie immer, wenn es ein großes Feld zu bestellen gilt, auf dem nur ein einziger Hersteller die Ernte einfährt. Es dauerte nicht lang, da erkannten traditionelle Elektronikhersteller und wagemutige Branchenneulinge, dass die Gunst der Stunde denen gehörte, die sich auf das Kerngeschäft mit Hardware konzentrierten – und die Software denen überließen, die was davon verstanden, nämlich Google mit seinem neuen Betriebssystem Android.

Wer zu spät kommt…

Die großen Namen der ersten Android-Generationen waren schnell gefunden: Samsung und HTC. Und es sah eine Zeitlang so aus, als wäre es ein Spiel unter Gleichen. Aber während HTC nicht an die großen Erfolg seiner ersten Generation von „One“-Phones anknüpfen konnte, schwang sich Samsung unaufhaltsam zum Herrscher über den globalen Handymarkt empor. Selbst Apple, einstiger Spiritus Rector hinter dem Smartphone-Konzept kann sich Verkaufszahlen wie die der Koreaner höchstens noch in Träumen wünschen. Derweil schickten sich andere an, den Markt zu bespielen. Mit wachsender Erfahrung und ebensolchem Selbstbewusstsein haben sich Huawei, Lenovo alias Moto, Meizu, Xiaomi & Co. hervorgearbeitet.

Dream
Das erste Smartphone mit Android auf dem Markt: HTC Dream

Schlecht erging es derweil altbekannten Traditionsherstellern. Allzu lang ruhte man sich bei Sony auf den Lorbeeren einer glorreichen Vergangenheit aus, Alcatel existiert nur noch als Name, und auch LG konzentrierte sich lieber auf andere Fertigungszweige. Mit den bekannten Folgen: Bei Sony wird bereits laut darüber nachgedacht, die Smartphone-Entwicklung auslaufen zu lassen, und auch bei LG läuft es nicht so rund, wie es die jüngste Geräte-Generation verdient hätte: Das LG G5 verkauft sich schleppend – und so setzt Koreas zweites großes Elektronikunternehmen auf ein neues Alleinstellungsmerkmal – wieder einmal: Den Klang.

Der Ton macht die Musik

Kalotte
Hifi-Klang wie aus der Anlage – das verspricht LG für das V20.

Das Anfang September erscheinende LG V20 setzt nicht nur auf einen soliden Mix aus Highend-Komponenten, einem robusten Äußeren und komfortabler Akkulaufzeit, sondern wird nach einer neuesten Meldung auch einen 32-bit Hifi-
Quad DAC (einen Digital-Analog-Konverter) beinhalten, der mit brillanter Klangqualität und um bis zu 50 Prozent erhöhter Umgebungsgeräuschreduktion bei audiophilen Käufern punkten soll. Klingen soll damit natürlich vor allem ein – das Geld in LG’s Kassen – nun, wir würden es LG gönnen. Schon das LG G5 hatte das Zeug, den Markt weitaus deutlicher zu bestimmen. Sollte LG diesmal nicht denselben Fehler begehen, einen zu hohen Einstiegspreis zu verlangen, könnte das LG V20 das Zeug haben, zu einem Überraschungshit zu werden.

Und Samsung? Dort schraubt man bereits daran, auch im nächsten Jahr vor allem mit schierer Rechenpower überzeugen zu können. Und das ist noch nicht alles, denn gerade jetzt geht das Gerücht um Samsung könnte in einer Zeit gesättigter Smartphone-Märkte ins Zulieferergeschäft einsteigen – für Autos.

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