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Sicher ist sicher! Oder?

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Wie sinnvoll ist eine Handyversicherung?

Smartphones sind empfindliche Zeitgenossen. Keine Überraschung, deswegen an dieser Stelle nur zwei Stichworte: Hochleistungselektronik und Glasoberfläche.
Die althergebrachten „Plastikbomber“ mögen heute nicht mehr unbedingt modernsten ästhetischen Ansprüchen genügen,  aber sie genießen zweifelsfrei gewisse konstruktive Vorteile. Schließlich lässt sich darüber streiten, ob Glas eine gute Wahl für eine Gehäuseoberfläche ist. Aber der Zeitgeschmack im Top-Segment folgt eben oft seinen eigenen Regeln. Fairerweise sei erwähnt, dass gerade in den letzten 2-3 Jahren viel getan wurde, um unseren Alltagsbegleitern die gröbsten Kinderkrankheiten auszutreiben. So verbauen mittlerweile praktisch alle Hersteller kratzunempfindliches Gorilla-Glas, sowohl bei den Touchscreens als auch beim Gehäusekorpus. Handys jüngeren Datums werden immerhin oft so konstruiert, dass sie unempfindlich gegen Staub und Spritzwasser sind. Jüngstes Beispiel aus der Reihe ist etwa das frisch erschienene Samsung Galaxy S7, das sogar eine veritable Zertifizierung nach IP68 vorweisen kann.
Und doch: Der Alltag bietet ausreichend Möglichkeiten, um das geliebte Statussymbol mit einem beherzten Schubs ins Jenseits zu befördern.

Viel zu früh verschieden

Butter bei die Fische! Aus eigener leidvoller Erfahrung kann ich feststellen: Der größte Feind des Smartphones ist und bleibt die Schwerkraft. Ich hab es eben bereits kurz erwähnt: Der aktuelle Designtrend macht die Sache nicht besser. Glas ist ein schicker Werkstoff, aber ein Handy gerät nun mal häufiger in kritische Situationen als ein Couchtisch. Ging bei einem Sturz früher allenfalls das Display zu Bruch -was schlimm genug war- ist bei entsprechendem Materialmix heute das ganze Handy ein Scherbenhaufen. Da helfen auch keine Schutzfolien weiter. Ist der Schaden erstmal angerichtet, ist guter Rat dann auch ziemlich teuer.

Baden gehen

Die zweite große Gefahr geht von Flüssigkeiten in jeder Form aus. Gut, Wasser und Elektronik waren schon immer ausgemachte Antipoden. Allen Fortschritten bei Wasserdichte und Spritzschutz zum Trotz war schon bei so manchem Nutzer nicht mehr viel zu machen, als das geliebte Smartphone seine letzte Aufnahme vom Grund des Swimmingpools machte, sich zum Geschirr ins Waschbecken gesellte oder einfach mal einen beherzten Schluck Bier nahm. Und das sind nur ein paar Möglichkeiten.

Die Mutter der Porzellankiste

Nachdem wir nun schon die berühmte Bananschale auf dem Bürgersteig haben revue passieren lassen, sollten wir über hässliche Dinge reden. Reden wir über Konsequenzen.
Es gab Zeiten, da ließ sich ein kaputtes Handy mit zusammengebissenen Zähnen verschmerzen, und mit 150€ war man wieder absolut auf dem Stand der Zeit. Das ist in der Smartphone-Ära dann manchmal schon ein wenig anders. Gewiss, mit 150€ lässt sich auch ein Ersatz-Smartphone kaufen, wer aber aber aus der iPhone- oder Galaxy-Galaxie kommt, ahnt bereits, wie weit man damit kommt.
Nun kann man sein Handy jeden Tag in Knallfolie wickeln und in einem wasserdichten Zipper-Bag mit sich herumtragen, gewiss. Aber es gibt eine Alternative zur absoluten Hardcore-Prävention.

Sicher dank Versicherung?

teaser_blog_versicherung_medium_2Klar, worauf wir jetzt einen Blick werfen wollen: Die eine Branche, der das Smartphone „an sich“ von vornherein spannende Möglichkeiten verhieß, war die Versicherungswelt! Ein Gegenstand, die empfindlich, teuer und obendrein von hohem emotionalen Wert ist, vereint alle Voraussetzungen, um Leute für eine Versicherung zu interessieren! Also haben sich in den vergangenen Jahren praktisch alle Großen und Kleinen der Branche daran gemacht, maßgeschneiderte Versicherungsmodelle aufzusetzen.

Wie funktioniert eine Handyversicherung?

Die große Überraschung: Es gibt keine großen Überraschungen. Der Versicherte entrichtet eine jährliche Versicherungsgebühr im Austausch gegen die Gewissheit, dass die Versicherung ihm im Schadensfall eine zu vereinbarende Kompensation auszahlt, bzw. Kostenübernahme garantiert So weit, so typisch. Aber es lohnt sich -wie immer im Leben- zu vergleichen. Nicht alle Versicherungen decken dieselben Schadensursachen ab oder kompensieren Diebstähle, die nachweislich durch Unachtsamkeit begünstigt wurden. Auch gibt es natürlich spürbare Preisunterschiede zwischen den einzelnen Versicherern. Nahezu immer mitversichert ist jedoch der Klassiker – das gesprungene Display, jedenfalls solange es sich nicht um eine vorsätzliche Beschädigung handelt.

Kosten und Nutzen

Wie erwähnt – es lohnt sich zu vergleichen. Von der günstigen Einsteigerprämie bis zum exklusiven Rundum-Sorglos-Paket ist heute alles verfügbar, was vorstell- und bezahlbar ist. Verschiedentlich haben Testportale bemängelt, das Verträge häufig eine zweijährige Mindestvertragslaufzeit voraussetzen und die dafür anfallenden Versicherungsprämien etwa ähnlich viel kosten wie eine Displayreparatur. Und das hieße: Egal, ob das Handy kaputt geht oder nicht – bezahlen tut der Versicherte in jedem Fall. Umgekehrt halten wir diese Grenze für eine sinnvolle Richtschnur: Kostet eine Zweijahresprämie deutlich mehr als eine Displayreparatur, lohnt es sich nach Alternativen Ausschau zu halten. Eine Versicherung, die über 150€ in zwei Jahren kostet, muss ihre Sinnhaftigkeit tatsächlich erstmal unter Beweis stellen. Besser sind da Aktionsangebote, sprich beim Handykauf inbegriffene Versicherungen oder zeitlich befristete Sonderangebote, wie es sie auch bei uns von Zeit zu Zeit gibt.

Günstigere Alternativen

Ja, es gibt sie, die Alternativen. Sie heißen Handysocke, Displayfolie und Aufmerksamkeit. Sie kosten nicht viel und speziell die letztgenannte ist so richtig, dass sie es spielend mit dem Kategorischen Imperativ aufnehmen kann (bei der Handysocke sieht es da schon wieder anders aus, aber das ist letztlich Geschmackssache).

Fazit: Je teurer das Handy, desto sinnvoller die Versicherung

Eine Handyversicherung ist unserer Meinung nach eine vernünftige Sache. Wer sein Handy schon mal reparieren lassen musste, wird ohnehin geneigt sein, die Sache durchzurechnen. Aber: Richtig lohnen tun sich Handyversicherungen vor allem bei Oberklasse-Geräten. Wer mit einem Budget-Smartphone für 120€ zufrieden ist, der tut möglicherweise besser daran, das Geld im Schadensfall in ein neues Smartphone zu investieren.

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