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Line – Die Messenger-Konkurrenz aus Japan?

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Line ist ein hierzulande noch recht unbekannter Instant-Messenger aus Japan. Seit Mai 2013 steht er kostenlos zum Download bereit. Wir haben den Messenger aus Fernost unter die Lupe genommen und sehr genau nachgeschaut.

Smartphone mit dem Line Logo

Wer ist Line?

Die Line Corporation ist ein japanisches Tochterunternehmen der koreanischen Naver Corporation und hat sich innerhalb der letzten fünf Jahre als einer der größten Messenger-Dienst im asiatischen Raum etabliert und greift nun seit einiger Zeit auch nach dem europäischen und amerikanischen Markt.

Diesen rasanten Aufstieg verdankt das Unternehmen nicht zuletzt dem großen Erdbeben in Japan 2011. Als das Telefonnetz zusammenbrach, stellte Naver den Messenger gratis zur Verfügung, was dazu führte, dass Line innerhalb kürzester Zeit millionenfach gedownloadet wurde.

Was kann Line?

Als Instant-Messenger kann Line grundsätzlich genau das, was Messaging ausmacht. Chats, Gruppenchats, Versenden von Videos und Bilder, Sprachnachrichten und, und, und. Line hebt sich aber ein wenig von WhatsApp und Co ab.

Telefon-Funktion

Line bietet zusätzlich eine umfassende Telefon-Funktion, die deutlich weiter geht, als bei WhatsApp. Du kannst direkt über die App Telefonate und auch Video-Anrufe tätigen und weitere Einstellungen vornehmen.

Nutzung am PC

Was bei Whats App noch neu ist, ist bei Line schon ein alter Hut: Du kannst die Anwendung sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem PC verwenden.

Verfügbarkeit

Clever ist das Unternehmen bezüglich der Bereitstellung der App für die unterschiedlichen Browser und Betriebssysteme. Android und iOS sind mit dabei, das ist ja klar. Aber auch für Windows, Blackberry und Firefox sind Versionen verfügbar.

zusätzliche Features

Line stellt eine große Anzahl Spiele und Features zur Verfügung, die innerhalb der Kontakte gemeinsam genutzt werden können.

Individualisierung

Dazu kannst Du bei Line aus einer riesigen Auswahl von Sticker-Collections wählen und versenden. Auch das Design kannst Du nach eigenem Geschmack aus vielen Vorlagen wählen.

Typisch japanisch ist alles bunt, quietschig und schrill. Wie das genau aussieht, hat Line in einem Clip zusammengefasst. Aber Vorsicht, eine Augenüberreizung kann durchaus die Folge sein.

Großes Thema: Datenschutz

Line ist gerade in den asiatischen Ländern ein häufig genutzter Dienst. Eigentlich sogar der Messenger mit den meisten 4Nutzern. Für ein Unternehmen stellt China mit seinen 1,3 Mrd. Einwohnern ein wichtiger Wirtschaftszweig zur Expansion dar. 2013 wurde bekannt, dass in der App ein Code zur Filterung bestimmter Worte eingebaut ist. Zensur ist in China nach wie vor ein Problem und somit werden Nachrichten, die bestimmte Begriffe zu politischen Themen beinhalten, blockiert und nicht gesendet. Für uns ist das unverständlich, jedoch werden Firmen, die nicht mit der Regierung zusammenarbeiten mit Sanktionen belegt oder dürfen sich gar nicht erst in China niederlassen.

Und auch bei uns ist Line in Sachen Datenschutz in Kritik gekommen. Als „sehr kritisch“ wurde Line im Februar 2014 von der Stiftung Warentest bewertet. Im August 2015 war das Testergebnis befriedigend im „Umgang mit persönlichen Daten“.

Und nicht zuletzt hat das Logo doch eine bestechende Ähnlichkeit mit einem bei uns sehr bekannten Instant-Messenger…

Wenn Du Dir die App auf Dein Smartphone laden möchtest, musst Du bei den App-Berechtigungen schon eine Weile nach unten scrollen, ehe Du alle gelesen hast.

Teenager mit Smartphones

Fazit

Line ist ein witziger Messenger mit einem riesigen Umfang. Bei Spielen, Video-Anrufen und die vielen anderen In-Apps kannst Du eine Menge entdecken und das gemeinsam mit Deinen Kontakten.
Das zieht vor allem bei jüngeren Nutzern, da die App unzählige Möglichkeiten zur Individualisierung bietet. Das kommt gut an! Kritisch stimmen uns jedoch die geforderten Berechtigungen. Ob das wirklich nötig ist, musst Du am Ende selbst entscheiden.